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das doofe-freundin-paradox

Juli 20, 2008

meine damen, bitte mal weghören(lesen)

wenn ich als teenager am see mal ein mädchen kennengelernt hab, konnte ich drauf wetten, dass ihre doofe beste freundin nicht weit war. irgendwann nahm ich dann meist einen freund mit, damit ich, im fall, dass ich jemanden kennenlerne, eine geheimwaffe gegen die doofe beste freundin hatte.

auch ich musste schon als geheimwaffe gegen die doofe beste freundin herhalten. es kam nicht drauf an, welche hübscher war. die, die ich mochte war ok, die andere war zickig.

das gemeine daran. ich musste mich immer um die freundschaft der doofen besten freundin bemühen. wenn die doofe beste freundin mich nicht akzeptierte, konnte ich die ganze geschichte vergessen. ich musste also charmant zu meinem neuen schwarm und witzig kumpelhaft und ein ganz klein wenig flirtend mit ihrer doofen besten freundin sein. nur gerade soviel, dass meine neue flamme nicht eifersüchtig wurde, die doofe beste freundin sich aber nicht aussen vor fühlte.

das paradox: nachdem die beziehung erlahmt oder beendet war, hab ich herausgefunden, dass die doofe beste freundin oft gar nicht so doof war. meist konnten wir uns recht gut unterhalten, fanden dieselben sachen witzig und verstanden uns meist noch jahre später gut.

zweimal geschah es sogar, dass ich m ich nach einer weile in die doofe beste freundin verliebte. natürlich erst, als die erste geschichte vorüber war.

und heute? heute ist da meist eine beste freundin aus der schulzeit, die sie zwar nicht so oft trifft. wenn sie sie trifft, endet das meistens in einem alkoholrausch, jeder menge kleinmädchengekicher und dem austausch intimer details ihrer partner (beim sex macht er erst immer so, und danach gibt er dieses geräusch von sich, zum totlachen sag ich dir). um nachher seelisch und geistig gereinigt wieder in die beziehung zurück zu können. naja, notwendige übel eben.

die doofe beste freundin

9 Kommentare

  1. klischee. ich sage nur klischee!


  2. aber, liebe m., kein klischee ohne wahren kern. frag mal deine männlichen freunde. da draussen in der provinz ;)


  3. Dieser Austausch von intimen Details hat vermutlich etwal den Status eines Psychologen-Besuchs.
    Ein notwendiges èbel, um die Seele zu erleichtern.


  4. Klischee ist ein herrliches Wort, um sich davor zu drücken zu vermeiden, über etwas näher nachzudenken :-)

    Das Beste-Freundin-Phänomen kann einen Mann viele Nerven kosten.
    Ich habe mich inzwischen damit angefreundet und konnte auch schon davon profitieren.
    Ab einem gewissen Alter ist die beste Freundin weniger Rivalin und der Rat, den sie gibt, mehr am Wohl der anderen ausgerichtet. So kam es dann auch schon vor, dass sie sagte, dass der Typ (ich) es sicher nicht böse gemeint habe und noch eine Chance verdient habe, weil er es schließlich ernst zu meinen scheint.

    Was ich der Frau meines Herzens sage, wird auch in das Ohr ihrer besten Freundin gelangen. Damit kann ich leben, denn ich bin ohnehin ehrlich :-D


  5. Tja, die einheitlichen Tags leben HOCH!
    “sich davor zu drücken” sollte durchgestrichen sein :-)


  6. herrlich beobachtet – solche doofen beste freundinnen habe ich auch schon ein paar kennengelernt. der anstands wauwau in person, ohne den gar nichts geht. – und meistens haben gerade die hübschen freundinnen eine hässliche beste freundin, die alle abschreckt und vertreibt… doch ich würde behaupten, das ist vor allem ein phänomen der jugend und im alter nicht mehr so oft anzutreffen.


  7. Ich finde ja Frauen, die sich nach dem aus noch mit dem Ex der besten Freundin treffen haben den Begriff beste Freundin nicht verdient. Melden sich bei mir die Exen meiner Freundinnen, dann kriegen die aber sowas von gar keine Sekunde Aufmerksamkeit von mir. Meine Freundinnen haben die gleiche Einstellung. Alle anderen, sind nun nicht mehr meine Freundinnen. Aber immerhin hatten sie einige Monate genau den Sex, den ich ihnen vorher beschrieben habe und wunderten sich dann, dass ich recht hatte.


  8. @Vali: Stimmt überhaupt nicht, das mit den hässlichen Freundinnen, definitiv nicht.


  9. klischees sind da um in dieser chaotischen welt ein gewisses mass an routine, an sicherheit zu gewinnen (hab ich im Buch “alles zufalle” gelesen. ist sehr empfehlenswert). weil man so die welt gliedern, ordnen kann. und eine geordnete, eine gegliederte welt ist einfach mal angenehmer, als wenn rundherum ein chaos herrscht. also flüchtet man in klischees. schubladisiert willkürlich und versucht überall eine REGELMÄSSIGKEIT zu sehen, zu bilden zu deuten…..normalerweise sind klischees aber eindeutig frauensache. weil frauen mal eher sicherheit benötigen, als die wildernden männer… aber die holen in der heutigen zeit kräftig auf, weil sie so verwirrt sind, ihr rollen-bild nicht mehr finden und hilflos rumirren…..

    sehe ich dat falsch, herr philosoph?



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