das böse ist ein sprachpurist

Veröffentlicht: Oktober 20, 2007 in kultur, reda, Satire, Uncategorized

endlich habe ich mal wieder zeit, was zu bloggen. eigentlich sollte ich wohl meine wohnung putzen, aber whu cärs? ich werd das dann schon noch machen…

ich habe diese woche das böse gesehen: einen SPRACHPURISTEN! jemand, der denkt, regeln, rechtschreibung und stil-ketten würden die deutschsprachige kultur bewahren! hat dem niemand gesagt, dass KULTUR lebt und sich bewegen und entwickeln muss? das ist, als ob ich meinen kanarienvogel lebendig ausstopfen lasse, weil ich ihn so hübsch finde. sprache lebt in den köpfen, kennt kein tabu und ist immer ausdruck der gegenwartskultur. rehctschreibung und grammatik sind krücken, um zeitungen herausgeben zu können.

nach der logik dieses menschen würden wir uns noch immer in keltischen dialekten unterhalten, mit einem wortschatz von 21 worten .

„grunz?“

conan.jpg

nun, er hat auch etwas gegen anglicism (:), was ich bei einem schweizer, dessen sprache sich aus rudimentärem deutsch, mit brocken von lateinisch, französisch und gälischen überbleibseln zusammensetzt, ziemlich witzig finde.

mögt ihr euch noch an esperanto erinnern? das war der versuch eine international verstädliche kunstsprache zu schaffen. spricht jemand von euch esperanto? nein. aber ihr könnt euch mit ein paar brocken englisch, drei worten spanisch und etwas russisch durch die welt bewegen. bald wird kantonesisch eine der wichtigsten sprachen sein. und deutsch sprechen sie auch bis nach litauen. ihr seht, die sprachen wachsen zusammen, und in etwa zweihundert jahren werden wir nur noch dialekte eines globalen sparchgemischs sprechen. das ist wahre globalisierung.

in diesem sinne

Kommentare
  1. redder sagt:

    winki ist eifersüchtig?

  2. Robert Weemeyer sagt:

    Sich mit ein paar Brocken Englisch, Spanisch, Russisch durch die Welt bewegen können ist das eine. Das andere ist, sich mit Menschen aus anderen Ländern wirklich unterhalten zu können, mit ihnen zu diskutieren, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen. Das setzt voraus, eine Sprache auf einem brauchbaren Niveau zu beherrschen. Und das ist nun mal bei Esperanto wesentlich leichter zu erreichen als bei Englisch, Spanisch oder Russisch.

    Robert

  3. redder sagt:

    ..genau, weil nämlich so viele menschen esperanto sprechen. in moskau kann ich mich fliessend auf esperanto mit dem kasachischen taxifahrer unterhalten, und meinen döner in istanbul bestelle ich auch so….

  4. Robert Weemeyer sagt:

    Stimmt natürlich, es ist unwahrscheinlich, dass jemand, den du irgendwo auf der Straße ansprichst, zufällig gerade Esperanto spricht. Dafür habe ich durch Esperanto Menschen aus Moskau kennengelernt, und Kasachen auch. Und ich kann mit ihnen wirklich sprechen, nicht nur Döner bestellen oder „bitte zum Bahnhof“ sagen.

    Robert

  5. redder sagt:

    klar, das kannst du aber mit kasachen die deutsch oder englisch sprechen auch. und von denen gibts einfach mehr, nicht? gerade intellektuelle, die esperanto lernen, sprechen meist bereits eine oder zwei andere sprachen…..

  6. Robert Weemeyer sagt:

    Sicherlich gibt es Kasachen, die Deutsch oder Englisch sprechen. Aber hast du dich schon mit welchen unterhalten? Wer Esperanto kann, gehört zu einer internationalen Sprachgemeinschaft, wo es gar nicht ungewöhnlich ist, sich zum Beispiel mit Leuten aus Katalonien, von der Krim, aus Finnland, aus Island usw. auszutauschen (um nur ein paar europäische Beispiele zu nennen). Man kann sich nicht nur mit ihnen unterhalten, sondern man tut es auch. Das ist der Witz daran.

    Robert

  7. Hans sagt:

    Bei soviel geistiger Diarrhö konnte ich nichtmal bis zum Ende lesen. Tut mir leid.
    Hoffe du lernst noch etwas und lässt nicht noch mehr verkommen.

    Oh man….

  8. redder sagt:

    @hans: vielen dank, dass du dir trotzdem zeit genommen hast, einen netten kommentar zu hinterlassen. schade finde ich nur, dass die bereiche deiner wahrnehmung, die für humor zuständig sind, total von deiner selbstgerechtigkeit verstopft sind. geh doch mal zum arzt, ich glaub, da kann man was degegen tun. oder selbsthilfegruppen, du bist nicht allein! gute besserung, mein lieber.

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