kulturelles manko?

Veröffentlicht: Januar 4, 2008 in kultur, Politik, reda, Satire, Uncategorized, zürich

wenn ich mir die salsa szene hier oder auch in london ansehe, fällt mir immer wieder folgendes auf:

da gibts frauen, meist gebildet. beruflich unabhängig und selbsttändig bis zur schroffheit im alltag. frauen, die früher für die geschlechtsneutrale oder weibliche schreibform eingetreten sind. frauen, die ihre frau stehen.

nur freitagabends, wenn die sonne untergeht, verwandeln sie sich wie umgekehrte werwölfe, legen ihr billigstes make up auf, schlüpfen in röckchen, die man vor der jahrtausendwende als gürtel verkauft hätte und pilgern zu lateinamerikanischen kultplätzen. dort setzen sie sich extremstem sexismus aus, fügen sich in die rolle des objektes und beten schlechte manieren gekoppelt mit charme als inbegriff der männlichkeit an.

wieso enden meine unabhängigsten, freidenkendsten freundinnen immer bei männern, die sich einen scheiss um ihre integrität kümmern, männer, die frauen als besitz betrachten und gewalt als pflege? ich spreche nicht von einer nationalität, ich spreche von einer gesinnung, die man auch hier gerne wieder antrifft. nur finden die chauvinistischen arschlöcher mit schweizer pass oft ein thai oder eine russin, an der sie ihre vorstellung von partnerschaft ausleben können, während europäische frauen durchaus einen hang zu südländern zeigen. nicht dass ich mich beschweren würde, profitiere ich doch auch von diesem missverständnis 🙂

ich versteh, dass frau keinen softie will, schliesslich sind die achziger seit bald 20 jahren vorüber. aber wieso geraten sie dann immer an genau die exemplare südländischen temparaments, vor denen man (ich) sie dann retten müssen?

ich hab genug, sollen sie sich selber aus der scheisse holen. vielleicht überlegen sie sich nächstes mal, mit wem sie sich einlassen. ich hab genug davon, meinen kriminellen arabischen ruf zur rettung dämlicher griiten in die waagschale zu werfen.

emanzipation? emanzipation!

andere kulturen sind in erster linie andere kulturen, weil sie ANDERS sind.

und glaubt mir, ich darf das sagen. ich schon.

leni.jpg

Kommentare
  1. elle sagt:

    Gut gebrüllt, Löwe!

  2. canela sagt:

    „frauen, die ihre frauen stehen“ genau das ist der spruch, der viel ambivalenz zulässt. wenn frau beruflich erfolgreich ist, hat das frausein im herkömmlichen sinn keinen platz, meint frau.

    doch beruflich erfolgreiche frauen sind eben nicht nur frauen. sie sind auch weibchen und wollen bezirzt und umworben werden. das hat wohl mit biologie zu tun und nicht mit der art wie man sein leben meistert. nehme ich an….

    da kommt der macho-südländer. er kennt sehr gut das spiel des hofmachens. endlich kann sich frau auch als frau fühlen. dass er sich für ihre person einen scheiss interessiert, ist für sie in diesem moment nicht relevant. wer als frau, das nicht durchschaut, hat meist verloren.

    aber auch ich, finde es immer wieder erstaunlich wie frauen auf sowas reinfallen. verstehe es aber durchaus. auch ich fühle mich geschmeichelt, wenn er mir sagt, ich sei seine sonnenblume und sein spanischer sonnenaufgang. dass er aber an mir als person nicht interessiert ist und mich eigentlich nur flachlegen will, weiss ich auch.

    ich hatte als spanierin noch nie eine spanischen freund noch einen latino. ich weiss genau wieso 😉

  3. solitaire sagt:

    so nach dem motto:“wenn ich dich sehe wird mir warm ums herz“ – dann meint er wohl eher heiss in der hose..

    aber stimmt, es gibt viele, die das nicht durchschauen(wollen). canela’s beitrag bringts auf den punkt..

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