abenteuer

Veröffentlicht: Januar 28, 2008 in erlebnisse, kultur, Politik, reda, Satire, zürich

mein bester freund und ich hatten in der nähe des jugendhauses dynamo zu tun. wir schlenderten so den fluss entlang, als plötzlich polizisten hinter einer ecke hervorgerannt kamen. sie namen ihre strategische position ein (einer bei den „verdächtigen“, eine andere zwei schritte entfernt, mit dem funkgerät, zwei weitere in unserem rücken, die hände sichtbar auf den waffen).

„ausweis!“, nicht mal ein „bitte“

wir kramen unsere ausweise hervor, ein kleines grinsen in den mundwinkeln. der ärmel meines freundes gibt die sicht auf seine dämonentattoos frei. inzwischen hat frau polizist den arabischen namen in meinem pass gesehen, plus die ganzen visa aus südostasien. die polizisten werden etwas angespannter, während m. und ich uns über die belange unserer freiwilligen-arbeit unterhalten.

offenbar ist unsere ripol-überprüfung ok, wir sind also keine gesuchten verbrecher. unsere brieftaschen werden verlangt. nach ein, zwei minuten kriegen wir sie wieder zurück. die herren und die dame verabschieden sich deutlich entspannt und freundlich. ob das wohl an meinem presseausweis und seiner legi der schule für soziale arbeit liegt?

wir schlendern weiter.

er: boa ey, wie früher.

ich: ja, voll kuul.

er: das letzte mal war vor fünf jahren, und da waren sie gar nicht freundlich.

ich: jep.

wir schweigen, grinsen.

ich: hätte nicht gedacht, dass uns immer noch irgendwer für gefährlich hält.

wir schweigen und spüren versonnen dem gefühl der gefährlichkeit nach.

auf dem restlichen weg unterhalten wir uns über meine orchideenzucht und m.’s neues afghanisches brot-rezept…

razzia.jpg

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