Archiv für Januar, 2008

wohnungssuche auf arabisch

Veröffentlicht: Januar 20, 2008 in Politik, reda, zürich

telefon: sie, wohnungsverwaltung, deutsche. ich, zürcher, wohnungssuchender

sie: „…ja, wir haben da noch eine dreizimmerwohnung. wie war ihr name nochmals? Al Arabi?“

ich: „nei, el arbi, staht alles im formular“

sie: „woher kommt denn der name, den hört man ja nicht oft hierzulande?“

ich: „de name isch arabisch“

sie: „na, dann sprechen sie aber schon sehr gut deutsch, wie lange sind sie den schon in der schönen schweiz?“

ich (leicht genervt): “ deutsch liegt mir nicht so, ich hans eher mit em schwiizerdüütsch. aber mis hochdütsch langet immerhin, um für e dütschsprachigi ziitig z schriibe. wie isch jetzt das mit de wohnig?“

sie: „vielleicht haben sie gesehen, die wohnung ist nicht ganz billig, haha, ist in dieser gegend ja auch nicht zu erwarten.“

ich: „ja, und?“

sie (leicht konsterniert) : „normalerweise suchen einwanderer etwas eher günstigeres.“

ich: „dänn hand sie für sich e günstigi wohnig gfunde in züri?“

sie: „….äh?“

ich: „sie sind doch nöd gebürtigi eidgenossin?“

sie (irritiertes lachen): „ahaha, ha. nein, ich komm aus dem nachbarländle. lebe jetzt aber schon seit drei jahren hier.“

ich: “ ja, als düütschi hett mers schwierig mit de integration, gell. mir zürcher sind amel nöd grad fründlich zu euse gäst us em ländle.“

sie: „hm, ja. das mit den sozialen kontakten hier in der schweiz ist echt schwierig. mann muss schon leute kennen. ich treff immer noch fast nur deutsche….“

ich: „also, zrugg zu de wohnig, wenn chan i si go aluege?“

sie: „wenn sie sicher sind, dass sie sich etwas in dieser preisklasse leisten können, könnten wir uns morgen abend da treffen und ich zeig ihnen dann alles. sie steht ja leer, also kein problem.“

ich: „klar, keis problem, min vatter, de ölscheich, zahlt ja. und me chönnted ja nachher no en kafi go trinke zäme, oder?“

sie (hat nach dem „ölscheich“ kurz geschluckt): “ ähm, ja, wieso eigentlich nicht. gerne.“

krieg ich die wohnung? fortsetzung folgt

schuhe sind psychoaktiv

Veröffentlicht: Januar 18, 2008 in allgemein, kultur, reda, sex, stil, zürich

..ich bin endlich hinter das geheimnis der schuh-industrie gekommen. schuhe verändern das bewusstsein.

wenn ich zum beispiel meine doc martens nehme: selbstbewusst, fordern, raumnehmend und immer mitten rein

nehme ich meine sneakers: flexibel, witzig, verspielt und agil

nehme ich meine italo-wildleders: cool, zurückhaltend, leicht arrogant, manipulativ und machtbewusst

denselben effekt habe ich bei frauen beobachten können:

flip flops: natürlich, ein bisschen verträumt, emotionaler

sneakers: kumpelhaft, humorvoll, mutig und überraschend

pumps (nicht hoch): selbstbewusst, rational,  etwas distanziert, glatt

highheels: verspielt, offen, erotisch (ob eingebildet oder nicht) und  stolz

also, zeig mir deine schuhe, und ich sag dir WER DU GERN WÄRST 😀

was mir diese schuhe wohl sagen wollen?

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fantasien ausleben

Veröffentlicht: Januar 18, 2008 in liebe, reda, sex, single, Uncategorized

ich hab das angebot bekommen, alle meine erotische fantasien auszuleben (unentgeltlich, nämlich). boaaa ey, wird sich da mancher denken. und dann vielleicht : booooaa ey.

aber, ich sags euch: fantasien ausleben hört sich besser an, als es ist. fantasien haben den vorteil, dass sie im kopf stattfinden, kameraschwenks sind gedanklich möglich, und vor allem hat man nicht mit menschen zu tun. in etwa wie beim kamasutra: auf dem papier sieht das alles voll geil aus, in echt holt man sich eine zerrung, danach einen hexenschuss und zum schluss einen muskelkater.

fantasien sind voll in ordnung, und man sollte unbedingt mit seinem/r bettpartner(in) alle möglichen dinge ausprobieren.

aber lasst doch lieber eure fantasien da wo sie hingehören und setzt euch mit dem realen gegenüber auseinander. das macht viel mehr spass, und eure fantasien funktionieren weiterhin, wenn ihr alleine seid.

in diesem sinne

das badetuch-desaster

Veröffentlicht: Januar 17, 2008 in reda, Satire, single, zürich

…wenn man zu zweit lebt, schaut man immer, dass frische badetücher im bad sind. die auseinandersetzung mit einem klitschnassen partner ist aufwendiger, als schnell die tücher aufzufüllen.

wenn man(n) alleine lebt, kanns schon vorkommen, das man die alten in die wäsche schmeisst, um dann um sechs uhr morgens triefend vor dem leeren handtuchhalter zu stehen und die welt zu verfluchen. besonders wenn man dann badezimmer, flur und schlafzimmer volltropft und sich dabei auch noch den arsch abfriert.

freiheit

Veröffentlicht: Januar 15, 2008 in reda

ähm, ja.

freiheit beginnt wohl dort, wo man die realität nutzt, anstatt sich zu wünschen, wie alles sein sollte.

in diesem sinne 🙂

liebe, sex & ambivalenz II

Veröffentlicht: Januar 15, 2008 in liebe, reda, sex, single

nun bin ich beinahe 39 geworden, und habe inzwischen ein wenig ahnung von menschen. aber ich hab einfach nicht mehr soviel geduld, und das scheint gut für mich zu sein. vorallem bei frauen.

nur mal als beispiel: die meisten frauen erzählen mir davon, wie sehr sie es schätzen würden, wenn die männer mehr kommunizieren würden. aaaaaber, die männer, die wirklich kommunizieren, sich mitteilen und einfach sagen, was ist, finden sie nicht spannend.

sie wollen offenbar, dass die typen, die kaum der sprache fähig sind, auf die sie sonst so abfahren, mehr kommunizieren. und wenn so ein armer macho dann endlich gelernt hat, über sich zu sprechen, ist er nicht mehr interessant.

ausserdem bin ich wirklich zu alt für diese ganzen balzrituale. ich sag, was ich mir vorstellen kann, zu was ich bereit bin, ohne doppelten boden und herumgesabbere, und? frau ist total überfordert, fühlt sich nicht umworben. nicht dass ich nicht romantisch bin, aber ich mag weder macht-, noch versteckspiele. ist mir einach zu doof. ich bin doch nicht mehr in der pubertät.

ich geb mein herz, und wenns nicht ankommt, nehm ichs halt wieder mit.

ach ja, dies ist nicht pesönlich gemeint. es wiederspiegelt meine erfahrungen mit verschiedenen frauen, die erfahrungen meiner freunde und auch das verhalten von wirklich guten freundinnen. und es ist nicht wertend gemeint. menschen sind einfach kompliziert, und offenbar wollen sie nie das, was sie haben, und schon gar nicht etwas, das (gott behüte) funktionieren könnte…

hm, das hört sich jetzt aber ziemlich bitter an. ich fühl mich aber gar nicht bitter. ich beobachte nur. man(n) kann nämlich auch die ganzen spiele genau nach den regeln spielen, wenn man sichs bewusst ist. nur hab ich keinen bock auf so ausgefeilte manipulation.

also? fazit? keine ahnung.

liebe, sex & ambivalenz

Veröffentlicht: Januar 13, 2008 in liebe, reda, sex, single

…da ist man nun wieder single und ist auch nicht zufrieden. für eine beziehung bin ich wohl einfach zu egoistisch (meine ex meinte, ich würde wohl nie jemanden so lieben wie mich selbst), aber um den ganzen single-scheiss mitzumachen, bin ich einfach zu alt. verdammte balztänze, ich will klare verhältnisse.

meine andere ex meinte, ich benutze gefühle, wie andere leute die sauna. freitags rein, mich öffnen, all meine zärtlichkeit und zuneigung ausschwitzen und sonntags, wenn ich die tür hinter mir schliesse, sei ich wieder im alltag. so ganz unrecht hat sie nicht.

und one night stand? die hölle. mit jemandem ins bett zu gehen, den man nicht kennt, und von der man nicht mal weiss, ob man sie mag? warum sollte ich mir das antun? sex ohne emotionalen bezug ist wie altes brot. es stillt den hunger, aber schmecken tuts nicht. was bleibt sind gepflegte affairen, bis ich mich wieder verliebe.

naja, und dann das verlieben. so eine scheiss-erfindung. man verliebt sich nie in die andere person, sondern immer nur in die eigene vorstellung der anderen person…. ja, darin bin ich weltmeister.

also, wenn jemand einen vorschlag hat, wie ich sex, liebe und austausch in mein leben bringe, ohne gleich mein ganzes leben umzustellen, oder, gott bewahre, zu teilen, ich bin ganz ohr!

früher war alles besser, sag ich euch!

kennedy_hochzeit.jpg

annie ist schön

Veröffentlicht: Januar 13, 2008 in kultur, musik, reda

media intern

Veröffentlicht: Januar 11, 2008 in medien, reda, Satire, zürich

constantin lehrt die neulinge, wie man im SMD recherchiert 🙂

(medien sind eine pyramide, jeder artikel steht auf den schultern von zwei andern)

winki ist paranoid

Veröffentlicht: Januar 11, 2008 in Politik, reda, terror

der blog von winkelried.info hats wieder mal bis zu mir geschafft. nun hatten wir doch einige zeit ruhe…

winki fühlt sich vom „linken machwerk“ slug.ch verfolgt. slug ist ein blog-feeder, der die meiste zeit automatisch läuft und vielleicht alle zwei wochen mal von den betreibern überprüft wird. und es gab eine technische panne, so dass einige der feeds nicht erschienen.

nun haben die sluger aber nicht mit winki gerechnet. offenbar merkt er die drei besuche, die von slug auf seinen blog geklickt haben. sie fehlen bitterlich.

also, in die trompeten geblasen und leute niedergemacht. niederträchtige lügen verbreitet und all das, was winki halt bestens kann.

als einziger der betroffenen blogger.

winki, es gibt keine monster im dunkeln. das rumpeln, das du hörst des nachts, sind deine drei hirnzellen, die durch die leere deines schädels holpern.

keine angst, den bösen, bösen slugern gehts am arsch vorbei, wer auf deinen blog geht, gell.