geile statussymbole

Veröffentlicht: Februar 2, 2008 in erlebnisse, kultur, reda, Satire, sex, single, stil, zürich

mit statussymbolen ist es so eine sache, je nach szene oder kulturellem hintergund werden sie anders gedeutet. und sie geben den status an, ncht nur im positiven.

meine klassischen statussymbole werden nur in zürich richtig verstanden, und auch da nicht von allen…

meine freitagtasche:

freitagtaschen an sich vermitteln keine botschaft, ALTE freitagtaschen vermittlen jedoch die botschaft: „ich hab schon eine gehabt, als du noch keine ahnung hattest, ich bin viiiel kuuler als du, du nase„. kommentar meiner mutter: „chasch de alt sack nödemal wegschmeisse?“

Laptop:

da wirds komplizierter. ein mac vermittelt: „ich bin kreativ. ich wär auch ein schöngeist, wenn ich wüsste, was das genau ist„.

leute, die mit computern arbeiten, ich meine RICHTIG arbeiten, nicht ein bisschen rumdesignen, haben meist etwas mitgenommene wegwerfkisten, mit hoher leistung und ein oder zwei Stickern dran (die zahl 42 oder der spruch „bringt mich zu eurem anführer“ machen sich nicht schlecht).

businessleute haben immer ganz kleine laptops, ungeheuer teuer und dauernd kaputt. aber was solls, mehr als emails abrufen müssen sie nicht können. mehr wäre überforderung…

uhren:

das ultimative statussymbol ist keine uhr. wenn du keine uhr trägst, symbolisierst du der welt, das leben läuft zu deinen bedingungen.

trägst du eine billiguhr, etwa eine swatch, sagt das aus: ich halt mich an regeln, schätze sie aber nicht besonders.

trägst du eine unheimlich teure uhr, ist die botschaft: ich bin wichtig, ich kann mir dinge leisten und ich hab leider den zwang, das auch allen zu zeigen (und: meine ist teuerer als deine). klarer fall von entwicklungsbedürftigem selbstwertgefühl…

handy:

das iPhone ist ein maistream-statussymbol. die sichere nummer. jeder findets geil, auch wenns total unpraktisch ist.

PALs oder smartphones gehen in die gleiche kategorie wie teure uhren, nur sind sie praktischer.  leute (wie ich), die im tram auf ihrem smartphone im internet surfen, bedürfen ganz bestimmt einer therapie.

das ultimative handy-statussymbol ist ein alter nokia-knochen. aussage: ich bin auch ohne technischen schnickschnack gefragt.

fahrzeuge:

SUVs sind ganz klar keine status-symbole mehr. „ich hab ein grosses auto“ heisst entweder: „ich hab angst, oder ich hab einen kleinen schw***“.

ein sportwagen oder ein motorrad meldet: ich werde langsam alt.

wie immer ist weniger mehr. kein auto zu haben heisst in etwa: „ich verlass die stadt nur mit dem flugzeug“ oder „ich kann mir ein taxi leisten“.  zudem zeigt man grüne gesinnung… in zürich ist ein fahrrad das ultimaitve statussymbol.

nun nur noch etwas kleines: bettwäsche.

ich hatte nicht gewusst, dass bettwäsche ein statussymbol ist. bettwäsche war für mich dazu da, damit die matratze nicht schmutzig wird.

satin verkündet: ich bin sinnlich, ich hätte auch gern sex.

baumwolle mit buntem muster (wie ich sie hab) heisst: ich hab sex, trotz meiner scheusslichen bettwäsche.

weisses leinen, gestärkt: ich hab sex, wenn ich verheiratet bin.

rüschentagesdecke: ich leg ein handtuch aufs bett beim sex.

soviel zum verständnis eurer umwelt

bald mehr

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Kommentare
  1. Pfui, Statussymbol Blackberry hast du vergessen! Dieser symbolisiert: Ich bin wichtig und weiss immer, wann wichtige Termine im letzten Moment abgesagt werden… Doch ein BB-Benutzer muss auch freche Sprüche à la „Du bist ja so was von wichtig!“ einstecken können, aber das wird er eh für puren Neid halten… 😉

  2. zwingli sagt:

    Welches Velo ist aber auch wichtig, das sortiert ungemein. Und Wein. Und Brillen. Und Duftkerzen und Kosmetika. Bei deinen Eroberungen studierst du doch amigs bestimmt auch gerne das Spiegelschränkli.

    Bei facts.ch ham sie mich übrigens gelöscht.

  3. redder sagt:

    facts.ch? kann man das essen? wer sein produkt mit einem „2.0“ versieht, hat wohl keine lange überlebens-chance. warum haben sie dich gelöscht? hast wieder die revolution ausgerufen oder bist der oligarchie auf die füsse getreten?

  4. Zwingli sagt:

    ich hab geschrieben, dass kein hund an diese und andere blöggel-kisten urinieren würde – wenn er sie denn fände, im Jahr der Blinden Sau (chinesisches Sternzeichen).

    Ich hab mich wirklich im ton vergriffen, klar, aber ich bin um die sperrung genauso froh wie damals bei den stämmen – plötzlich hat mein tag wieder viel mehr stunden

  5. redder sagt:

    grins, ich hatte schon immer freunde, die überall rausflogen 🙂 willkommen im club

  6. Zwingli sagt:

    ist doch wahr, diese arbeitsbeschaffungsmassnahme ist eh nur brosamen vom tische des herrn. aber die glauben da, mit ihren tausend mitgliedern irgendwas tolles anschieben zu können, das dereinst weltweite beachtung finden wird; aber wer sich beteiligt ist meistens nur irgendein wahnsinniger vom nebelspalter, zwei drei unterbeschäftigte PR-vögel und querulanten, die auf jedem vernünftigen planeten bestenfalls leserbriefe schreiben würden, neh?

  7. redder sagt:

    grins, ja, und auch aus diesem verein noch rausgeschmissen zu werden, ist schon hohe kunst 😀

  8. zwingli sagt:

    genau, in erweiterung des alten marx-klassikers „ich möchte in keinem club sein, der mich als mitglied akzeptiert“ heisst es neu: „der club von clubs, die mich rausgeschmissen haben, wird täglich weniger exklusiv“

  9. redder sagt:

    oder wie ice-t so treffend bemerkte: “ wenn m******f******* mir hier keine verf****** f****drogen verkaufen, kauf ich halt den m*******f****** s*****club“
    ich liebe ice-t zitate

  10. redder sagt:

    ausserdem: mir war facts 1.3 zu kompliziert. ich nie ganz herausgefunden, wo wer was schrieb und wieso. aber wer bin ich schon?

  11. zwingli sagt:

    viel zu kompliziert. dass ich deswegen ständig rummoserte, haben die vögel dementsprechend auch nicht vertragen, denn ich legte den finger auf eine wunde der nässenden sorte. das projekt hat schlicht keine stossrichtung

  12. […] Ich kenne 2/3 meiner “Freunde” auf Netlog eh nicht, ich könnte von 199 bestimmt 150 abzählen, die ich kaum oder gar nicht kenne. Also “brauche” ich noch viel mehr neue Freunde, damit die Zahl über hundert hinaus kommt. Vielleicht ist das ja eine Art Statussymbol […]

  13. Dani sagt:

    äääh… also, ich muss da schon was einwerfen. ich habe einen Mac eben genau WEIL ich arbeiten will und mich eben nicht die ganze Zeit am Computer rumnerven möchte. Aber das darf jeder für sich entscheiden.

  14. redder sagt:

    SCTp programme und java-operator tools im einsatz? oder einfach etwas text und design? hehe 😀

  15. paradalis sagt:

    ihr seid mir hier alle viel zu technisch.
    und- ich hätte gern mal wieder einen handgeschriebenen brief. so einen, an dem viele fingerabdrücke kleben. und die spucke des absenders.

    🙂

  16. […] Ich kenne 2/3 meiner “Freunde” auf Netlog eh nicht, ich könnte von 199 bestimmt 150 abzählen, die ich kaum oder gar nicht kenne. Also “brauche” ich noch viel mehr neue Freunde, damit die Zahl über hundert hinaus kommt. Vielleicht ist das ja eine Art Statussymbol […]

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