liebe & pornographie

Veröffentlicht: Februar 21, 2008 in allgemein, erlebnisse, gender, kultur, liebe, reda, sex, single, stil, zürich

gestern hab ich mit einer guten freundin über pornographie gesprochen. und unsere auffassung davon ist grundsätzlich verschieden. männer denken bei filmen mit hohem taschentuchverbrauch einfach nicht an heulschnulzen….

es ging um einen bekannten, der von seiner freundin verlassen wurde, weil sie pornographie auf seinem rechner fand. nichts abartiges, klassiker mit sylvia saint, gina wild und briana banks (männer, jetzt ja nicht mit dem kopf nicken!). ich sagte ihr, ich kenne nur männer, die ab und zu pornographie konsumieren. und noch ein paar heuchler. sie meinte, dass ihr die übliche pornographie bei ihrem freund nichts ausmache, solange sie nicht beim aufstarten des computers mit aufpoppenden schmuddelbildern konfrontiert sei. frau nimmt es also in kauf.

versteht mich recht, es geht hier nicht darum, ob pornographie moralisch verwerflich ist, das ist mir scheissegal, solange weder bei der herstellung noch beim vertrieb druck ausgeübt wird. es gibt frauen, deren höchste bestätigung ist es, als sex-objekt betrachtet zu werden. vorstufen davon sind die ganzen miss-wahlen…..

von einer anderen freundin hab ich dann gehört, dass sie sich gerne mit ihrem freund einen „erotischen film“ anschaue.

hm. für die männer, mit denen ich darüber gesprochen habe, besteht der reiz an pornos vor allem darin, dass es völlig beziehungsfreie sexuelle stimulation ist. und für männer funktioniert optische stimulation erfahrungsgemäss einfach stärker.

aber der titel ist ja LIEBE & pornographie. meine erfahrung ist, dass in einer langjährigen beziehung die sexualität etwas einschläft, auch bei noch soviel kreativität. insofern denke ich, dass sex aus der konserve macnhmal sogar bereichernd wirken kann, da sie die libido anregt.

was mir als mann völlig femd ist, ist die konkurrenz, die viele frauen zu den billigen filmchen empfinden. es ist, als ob ihr partner fremdgehe. die meisten frauen haben nichts dagegen, wenn sich ihr partner ab und zu selbst befriedigt, nur mit seinen fantasien. denken sie denn, in seinen fantasien kommen keine anderen frauen vor? und meistens haben diese fantasien einen weit realeren bezug als die filmchen….

also, was meint ihr? comments herzlich willkommen (mann lernt ja nie aus)

briana banks

briana2.jpg

Kommentare
  1. canela sagt:

    was mich an pornos stört, wenn ich meinen kopf dazu einschalte, ist das frauen immer als das gezeigt werden, was viele nicht wirklich sind – willig und auf den saft wartend.

    wenn ich meinen kopf nicht einschalte und einen alleine oder mit meinem partner anschaue, dann geht es nur um reizerhöhung, mehr nicht.

    die meisten sind eh zu langatmig, männerfokussiert und machen mich als frau nur an, wenn er sich oral mit ihrer mumu (ich zitiere die dru in einem magazin nummer sowieso) befasst oder er so tut, als würde er sich wirklich mit ihrem körper auseinandersetzen. das sind die seltenen preziosen.

    göttin sei dank, kann man heute einen 45 minuten film per schnelllauf in 5 minuten sehen. nämlich genau das, was mann oder frau interessiert.

    frauen, die in konkurrenz mit pornos stehen, sind mir absolut unverständlich. da müsste ja jeder typ eine krise kriegen, wenn sie sich selbstbefriedigt und gerade einen gangbang im kopf durchführt. 😉

  2. redder sagt:

    lach. es gibt übrigens einige filme, die von frauen inszeniert wurden, also nicht ganz so männer fokussiert sind. 🙂
    zudem sind pornos meistens toal realitätsfrei. frauen sind willig und „auf den saft wartend“, männer riesig und immer potent. das chambre gehört ja wohl auch zu den fantasy-movies

    und ja, die szene, die du bescheibst, mag ich auch 😛

  3. canela sagt:

    ich wusste es, du bist ein weib 😉

  4. redder sagt:

    grins, wenn du wüsstest hehehe.

  5. Mme Lila sagt:

    „die meisten frauen haben nichts dagegen, wenn sich ihr partner ab und zu selbst befriedigt, nur mit seinen fantasien. denken sie denn, in seinen fantasien kommen keine anderen frauen vor?“

    Denken sie denn, in den Fantasien der Frauen kommen keine Männer vor ? 😉

  6. redder sagt:

    üärks, männer. 🙂
    im ernst, ich wollte nur den unterschied in der akzeptanz zwischen „hausgemachten“ und „eingekauften“ fantasien aufzeigen.

  7. jessica sagt:

    wie ist das jetzt eigentlich umgekehrt? ich mein, wenn sich deine frau jetze gerne ab und zu richtige prons anguckt, weil auch bei ihr die optische stimulation stärker/stark wirkt? (was heisst eigentlich „erfahrungsgemäss“? hast du diesbezüglich empirische studien veranlasst?) fühlt sich dann der mann aussen vor, oder nur so richtig verstanden?

    ich bin übrigens gegen diese „frauenerotikfilme-männerfickst(r)eifen-kategorisierung“, weil sie erfahrungsgemäss nicht „verhebt“.

    eigentlich am thema vorbei, trotzdem spannend 😀

  8. redder sagt:

    nein, ich benutze klischees um zu thematisieren 🙂 der rest ist verbale spielerei. und ja, ich kenn auch frauen, die auf die ganz banalen pornos stehen. auch wenn die männer darin schnurrbartträger sind (üärks)

  9. jessica sagt:

    ja, aufn schnurrbart kommt’s dann auch nicht an, odda?
    (du hast da auch so einen [rechts im profilbild]

  10. redder sagt:

    …hm,. als frau würde wohl der schnurrbart an empfindlichen stellen kratzen…. (siehe oben in den comments)

  11. zwingli sagt:

    Darum heisst der Schnurrbart ja in deutschen Landen auch so schön „Schenkelbürste“. Wogegen mich die hart aussehenden Haarverlängerungen auf Frau Banks‘ Kopf auch eher abtörnen. Und wegen der Frau, die den Typen wegen sowas verlässt: Die hat einfach einen Grund gesucht. „Jetzt ist genug!“ Wars aber schon lange vorher.

  12. Heinrich sagt:

    Einen guten Einblick in Männergedanken zur Pornographie bekommt man im Roman „Pornos machen traurig“ von Peter Redvoort.

    Heinrich

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