Archiv für März, 2008

spruch des tages

Veröffentlicht: März 15, 2008 in reda, sinn, spruch des tages

„..besser als über die dunkelheit zu klagen, ist es, das licht anzudrehen.“

frei nach kun fu tsius

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wieder mal heute im tram (habsch schon gesagt, das ich trams liebe?)

sie: freitag kommen sebastien und silva. ich mach einfach wieder dieses curry. ich hoff, sie bringen die kinder nicht mit.

er: hm? welche kinder?

sie: naja, die kleinen, wie heissen sie noch?

er: stefan und silvia haben keine kinder.

sie: welcher stefan?

er: na, die kommen doch diesen freitag. DU hast sie doch eingeladen, vorgestern an der vernissage… hast du mir doch vorhin lang und breit erklärt.

sie: neeeeein. ich kann silvia nicht ausstehen. die ist so oberflächlich, eine richtige kuh..

er: ja, drum versteh ich auch nicht, wieso du sie eingeladen hast. er ist ein arsch. ein BMW-fahrer-arsch.

sie: du hörst mir auch niiie richtig zu. ich hab sebastien und silva eingeladen.

er: die kenn ich nicht.

sie: tust du doch. er ist dieser musikmensch, wir haben sie das erste mal auf xenias party getroffen.

er: der schönling? wieso lädst du diesen schönling ein?

sie: er ist gar nicht so schön. und schliesslich haben wir uns letztes mal blendend unterhalten.

er: ja. er musste vor dem nachhause gehen noch die augen aus deinem ausschnitt holen. pfft.

sie: er war halt aufmerksam. und überhaupt, so wie du um xenia herumgeschlichen bist, hätte man denken können…

er: (fällt ihr ins wort) wer ist den diese silva?

sie: seine frau. die kleine. man fragt sich schon, wie ein mann wie er und ein persönchen wie sie…. wahrscheinlich ists, weil sie schwanger wurde…

er: was heisst das, ein mann wie er? er ist musiker! tz. ein musiklehrer, wenn ich mich richtig erinnere. und nur weil er aussieht wie george clooney, macht ihn das noch lange nicht zu (er imitiert ihre stimme) „..einem mann wie ER“

sie: du bist doch nur eifersüchtig. als ich dich kennenlernte, hast du auch noch gitarre gespielt.

er: ja, und jetzt verdiene ich genug, damit wir uns anständigen urlaub leisten können, und er gibt saxophon-unterricht für ein trinkgeld

sie: das macht er doch nur, bis zu seinem durchbruch, das hat er mir selbst gesagt.

schweigen

er: ausserdem kann ich freitag sowieso nicht, ich hab ein tennismatch. schon vor wochen abgemacht.

sie: in deinem club spielt doch auch xenia…..

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alberto venzago für VBZ

ton-dings

Veröffentlicht: März 13, 2008 in kultur, musik, stöckchen, stil

ich hab von ihr ein sound-dingens zugeworfen gekriegt. soll meine klanglichen welten diesertags offenbaren. aber musik ist immer so schwer zu beschreiben, deshalb zeig ichs euch:

inzwischen soll worschätzli uns ihre klangwelten eröffnen. und bei musik ist gabriel natürlich immer eine der ersten adressen.

zuviel?

Veröffentlicht: März 13, 2008 in erlebnisse, kultur, reda, Satire, sex, sinn, stil, Uncategorized, zürich

…ich will doch gar nicht soviel!

ich will einen kleinen bungalow, mit strand und einem annehmbaren badezimmer. ich will schreiben. ich will das ganze jahr sonne, bis auf zwei wochen, da will ich schnee. ich will meine tage mit schreiben, guten gesprächen und ein bischen sex verbringen. ich will zwei oder drei groupies, die an meinen lippen hängen und mich für einen unglaublichen literaten halten, für einen nächsten hemmingway…

ich will auch nicht viel geld, aber genug, um noch jemand anderem zu helfen, dems nicht so gut geht, und mich gut dabei fühlen. ich will wechselnde gesellschaft, aber immer gleich intelligent. gerade so intellgent, dass ich mich überlegen fühlen kann.

ich will guten kaffee, ohne gleich nestle unterstützen zu müssen. ich will zwei gleiche socken, wenn ich meine wäsche aus der maschine hole.

ist denn das zuviel verlangt?

(und natürlich muss das ganze in zürich stattfinden)

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unfaire empfindungen

Veröffentlicht: März 12, 2008 in erlebnisse, reda, Satire, Uncategorized, zürich

..irgendwie ist es unfair. aber ich empfinde zur zeit ungeheure aufbruchstimmung, bin gut gelaunt und könnte die welt umarmen. wahrscheinlich ein gendefekt, ich weiss, aber es ist nun mal so.

normalerweise kann ich mich auch so geben, wie ich bin, aber zur zeit hab ich oft mit menschen zu tun, die von unsicherheiten, existenzängsten und überhaupt von unnetten gefühlen geplagt werden. da ist es doch beinahe obszön, so gut gelaunt durch die gegend zu hüpfen. das ist in etwa so, wie rumzuknutschen, wenn jemand mit liebeskummer im zimmer ist.

also nehm ich mich zurück, seufze ab und an tief. versuche nicht wie ein idiot zu grinsen, wenn ich an meinen urlaub denke oder mich an nette begebenheiten aus der letzten nacht errinnere. bin ich nicht rücksichtsvoll?

so verhalt ich mich:

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so fühl ich mich:

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wortwahn

Veröffentlicht: März 11, 2008 in reda, stöckchen

ich habe von ihr demütig den auftrag gefasst, in einen wortwahn zu verfallen.

aber, leider ist das so bei mir mit worten: ich habe pro tag nur eine gewisse anzahl an ausdrücken zur verfügung, egal ob gesprochen oder geschrieben. und da ich zur zeit als schreiberling arbeite (als copy/paster) bleiben mir abends oft nur noch ein paar übriggebliebene worte. solche, die man tagsüber nicht gebraucht hat. so da wären:

– ziegenzwillinge (äusserst selten benötigt)

– furzgesicht (äusserst gefährlich im gebrauch)

– hexagon (?)

– gesundheitsfürsorge (ist leider inflationär und bald auch mehr im einsatz)

– kunstkritiker (das wort alleine ist schon gesundheitsschädigend und mit vorsicht einzusetzen)

– rechtschreibung (vollkommen überbewertet)

– schatzi (zu klebrig)

– zwischenbodenheizung (wüsste ich nicht, wo zu gebrauchen)

und abends sind auch immer noch eine oder zwei „üüüäärks“ und „pfffft“ übrig…

nun infiziere ich noch ihn  und sie mit wortwahn

zürich für fortgeschrittene II

Veröffentlicht: März 11, 2008 in kultur, reda, Satire, stil, zürich

ok, ihr habts bis hierher geschafft, nachdem ihr die anfängerkurse und das szeni-bootcamp hinter euch gebracht habt. jetzt gilts ernst. jetzt gehts um freizeit und familie!

freizeit

männer: ihr macht zen-meditation, weil, yoga habt ihr ausprobiert, aber das widerspricht irgendwie eurem inneren spirit. nicht vergessen: INNERER SPIRIT. ihr spielt fussball, aber nur in jeans und nur so mit freunden zum spass, weil ehrgeiz ist pfui. und ihr spielt tischfussball, aber kein billard. tischfussball ja, billard pfui.

frauen: ihr macht yoga. ihr habt pilates ausprobiert, aber das ist irgendwie für hausfrauen und so, und ihr habt ja projekte. ihr macht nicht irgendwo yoga. ihr macht yoga im industriequartier, bei eleonora, die macht so „schlampenyoga“ und da passt ihr mit euren, in ein handtuch gewickelten, dreadlocks besser hin, weil, da ist alles son bisschen locker. irgendwie. natürlich macht ihr auch etwas für die figur, aber heimlich, weil ihr seid zu kuul. und ihr bastelt eigene möbel. ihr könnt mit handwerkszeug umgehen. es MÜSSEN irgendwo eine bohrmaschine und ein oder zwei zangen rumliegen.

familie: als erstes sagt ihr euch von euren bekannten und verwandten in der provinz los. verstosst sie.

nun, ihr heiratet. natürlich heiratet ihr nicht irgendwen. ihr heiratet jemanden, der zu eurem outfit passt. ihr heiratet jemanden, der ein projekt hat. nicht in derselben sparte: seid ihr schreiberlinge, lasst euch mit malern oder musikern ein und umgekehrt.

kinder: euer partner muss im falle von nachwuchs auch an einem dreirädrigen szene-kinderwagen gut aussehen. testet das erst in den einschlägigen läden.  bevor ihr überhaupt an beischlaf denkt, überlegt euch, was eure kinder anziehen sollen. was immer geht sind baggypants mit kapuzenjäckchen, egal ob mädchen oder junge. ihr kauft freitagtaschen in passenden grössen für die ersten wachstumsphasen. wenn ihr soweit ausgerüstet seid, überlegt euch, wie eure kinder heissen sollen. es müssen doppelnamen mit retro-aspekt sein. beispiel: anna-sophia, anna-lena, lena-sophia, oder für jungen gehen auch einzelnamen: sven, finn, max, johannes, oder besser: sven-finn, max-johannes.

so, nun seid ihr bereit für einen nachmittag in der bäckeranlage. und vergesst nicht: DREI küsschen, trinken tut ihr „nuttendiesel“, nicht den blauen prosecco, oder wenn ohne alkohol: gazosa. NICHTS anderes. und bei kaffee: lasst euch nicht mit einem macchiato erwischen. ihr trinkt cafe creme.

so, weiter kann ich euch nicht helfen, jetzt seid ihr auf euch selber gestellt.

sven spielt mit anne-sophie in der bäcki:

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zürich für fortgeschrittene

Veröffentlicht: März 10, 2008 in allgemein, erlebnisse, kultur, reda, Satire, zürich

so, alle, die bereits die kurse „zürich für anfänger“ I und II absolviert haben, dürfen am szeni-bootcamp teilnehmen.

setzt euch dahin, in eine reihe!

NEIN, erster fehler. ihr seid jetzt ZÜRCHER. ihr setzt euch NIE dahin, wo man euch sagt. ihr lümmelt euch irgendwohin, am besten lehnt ihr euch an die wand, die arme vor dem körper verschränkt, die füsse übereinanderelegt, mit einem leicht skeptischen lächeln auf den lippen.

gut. wir fangen mit geographie an: was liegt gleich ausserhalb zürichs? du da!

NEIN. ausserhalb zürich liegt BERLIN. berlin ist gut. nicht so gut wie zürich, aber beinahe. wie die grosse schwester, die zwar kuul ist, aber eben nie so gut aussieht wie zürich. merkt euch, berlin ist ok.

weiter: london. wie finden wir london? nein london ist nicht geil. tz. WIR kennen leute in london, weil wir da PROJEKTE hatten, kreative Projekte. und da gibts ein oder zwei orte, (die nur die einheimischen londoner-szenis kennen) die ganz ok sind. wir gehen mal für ein wochenende nach london, um zu shoppen, aber wir finden den londoner stress UNAUSTEHLICH. die sind viel zu humorlos. in england mögen wir brighton, weil das die schwule hauptstadt des UK ist. und wales, weil die da so ein geiles enlish reden.

so, jetzt zu übersee: die amis. wir hassen die amis nicht, denn wir wissen, dass die bereits dem untergang geweiht sind. wir haben mitleid mit den amis, wie man mitleid mit krebskranken kindern hat. wenn wir unbedingt über den teich müssen, gehen wir nicht in die „USA“. Wir gehen in „Die Staaten“. was ist pfui in Den Staaten? du da! jaaa, richtig. Los Angeles ist pfui. aber san francisco (wir sagen Friscou) ist ok. fast schon europäisch. wir können auch die ruinen von new orleans besuchen. und new york ist das london Der Staaten.

noch schnell asien, dann ist genug für heute: bangkok? naja, da muss man halt durch, wenn man nach vietnam geht. bangkok=pfff, vietnam= ok. aber wir mögen hongkong. hongkong ist das berlin asiens. und jetzt kommts! shanghai ist das ZÜRICH asiens. früher wars tokio, aber das ist inzwischen zu trendy.

so, ihr habt den ersten intensivkurs überstanden. einige von euch müssen noch an ihrem gelangweilten gesichtsausdruck arbeiten. nächstes mal bringt ihr eure freitagtaschen zur inspektion mit…

bis bald

>>>zürich für fortgeschrittene II

das ist amerika:

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bang bang

Veröffentlicht: März 9, 2008 in kultur, liebe, musik, reda, single, stil

..nur so zu erinnerung mal wieder…

tageszeit abhängig

Veröffentlicht: März 9, 2008 in erlebnisse, reda, sinn, spruch des tages, zürich

…wieso erscheinen einem entscheidungen und ideen, die abends nach zehn uhr noch verführerisch und plausibel aussahen, geradezu genial anmuteten, am nächsten morgen vor zehn uhr immer unheilsschwanger und total hirnrissig?

und dabei trink ich doch schon lange keinen alkohol mehr……..