Archiv für Juni, 2008

gelassenheit

Veröffentlicht: Juni 26, 2008 in erlebnisse, medien, reda, sinn, spruch des tages, zürich

dieses postit auf meinem desktop rettet mir immer mal wieder den tag.

und gleich noch ein John

Veröffentlicht: Juni 25, 2008 in kultur, musik, reda, sex

der hat auch sex. jede menge 🙂

Big John

Veröffentlicht: Juni 25, 2008 in kultur, musik, sex

für a. und zur erinnerung. das stück hat sex (ich nicht :()

berührungslügen

Veröffentlicht: Juni 25, 2008 in gender, liebe, reda, sex, single, sinn

eine sehr gute freundin und ich kamen gestern abend irgendwie auf berührungen zu sprechen. und ich versuchte zu erklären, was berührungslügen sind.

dabei gehts darum, dass man zärtlichkeit und sex schon im ansatz verwursteln kann. also, jemand der sehr unsicher ist, will seine angebetete zum ersten mal berühren. um die unsicherheit zu überspielen, packt er zu: eine berührungslüge.

oder umgekehrt: ein mann, der beinahe platz vor geilheit, versucht, sich einfühlsam und zurückhaltend zu geben, um nicht als ficki-ficki-macho dazustehen.

nur, das spürt man doch. inneres empfinden und die berührung müssen kongruent sein, ehrlich. ich sage nicht, dass man sich nicht zurückhalten soll, aber dein gegenüber darf ruhig merken, dass es dich überwindung kostet, dich zurück zu halten. oder wenn du unsicher bist, dann sei einfach zögerlich. das kann sogar erotischer wirken, weils ehrlich ist, und deinem gegenüber die eigene unsicherheit erleichtert.

bei frauen ist das genauso. sich beim küssen wie verückt in jemanden zu verkrallen, nur weil das in irgendwelchen filmen als hocherotisch deklariert wird? nö. wenn du dich vergisst und halt mal kratzspuren hinterlässt, ok.

aber leute, spürt einfach mal in euch rein, nehmt euer gegenüber wahr. dann wisst ihr, wo und wie euer gegenüber berührt werden will und wie ihr euch dabei fühlt.

mein freundin meinte an dem abend, ich sollte vielleicht eine beziehungs und sexkolumne schreiben. was hiermit getan ist.

nackt schlafen

Veröffentlicht: Juni 23, 2008 in erlebnisse, geschichten, kultur, reda, stil, zürich

immer wieder mal kommen meine hippie-gene zum zug. die habe alle mit dem jahrgang ’69 mitbekommen:

zur zeit ist es einfach so heiss, dass ich wieder mal nackt schlafe, und auch nackt vor meinem laptop sitze. irgendwie erinnert mich das an meine zeit in südostasien, wo ich in meinem bungalow immer nackt war. nur, da hatte ich keine nachbarn.

bis vor ein paar monaten lebte in der wohnung gegenüber eine dame in meinem alter, die ihr leben in der wohnung auch meist nackt verbrachte. so winkten wir uns am morgen mit den kaffeetassen zu und grinsten. jetzt lebt in dieser wohnung ein junges pärchen. die winken nicht mit den kaffeetassen. er lässt sogar die rolläden runter, wenn ich zuhause bin. sie schielt naturlich durch die ritzen, ohne zu ahnen, dass die lampe im raum ihre konturen beim gucken zeigt.

ach ja, meine fenster gehen bis zum boden 😀

naja, deren problem. mir ist es einfach zu heiss, um mir noch was anzuziehen, und ohne licht seh ich einfach nix……

hier wär ein bild, ist aber leider nicht jugendfrei

ich lieb dich….

Veröffentlicht: Juni 23, 2008 in kultur, liebe, musik, reda, single, stil

..überhaupt nicht mehr.

wettervorhersage

Veröffentlicht: Juni 23, 2008 in erlebnisse, geschichten, medien, reda, zürich

ich dachte immer, politiker seien die grössten lügner, aber dem ist nicht so:

drei wetterfrösche von drei verschiedenen meteo-dings-büros haben am freitag behauptet, dass es ab sonntagabend wieder kalt und stürmisch wird. die folge: ich sitze total verschwitzt und viel zu warm angezogen an einem treffen mit für mich wichtigen leuten. tz.

so, liebe wetterfrösche, in zukunft frage ich wieder irgendein orakel. solange ihr die zukunft nicht besser vorhersagen könnt als mike shiva, solltet ihr auch kein geld für eure behauptungen bekommen!

zürich, die sonne scheint:

travellin‘ redder

Veröffentlicht: Juni 22, 2008 in erlebnisse, geschichten, kultur, musik, reda, reise, Satire, zürich

nachdem ich mit meinen freunde 1 1/1 stunden darüber diskutiert habe, wohin, machten wir uns auf den weg zum grillen. und zwar irgendwo in die provinz.

eigentlich dachte ich, unser stadtfluss führe aus der stadt und dann in einem grossen bogen wieder in den see um wieder durch die stadt zu fliessen. wohin sollte er sonst führen? aber heute wurde ich eines besseren belehrt.

wir folgten unserem fluss, der offenbar immer weiter fliesst, bis in gegenden mit gras und bäumen und sonem zeug. meine besten freunde erklärten mir, dass der fluss dann immer weiter fliesst und irgendwo dann mal ins meer fliesst. aber ich glaub auch nicht jeden scheiss. ins meer! pft.

weiter erklärten sie mir, dass wir zum Kloster Fahr fuhren, weil da keine euro-fans und keine sonstigen störenfriede rumhängen. ich googelte schnell mit meinem handy nach Kloster Fahr und fand bei wikipedia:

„… Das Kloster Fahr wurde vor einigen hundert jahren oder so von einer gang spiritueller freaks gegründet, um die stadt zürich vor den anbrandenden horden der sarazenen oder habsburger oder scientologen oder so zu schützen. na, ungläubige eben.

die mönche trugen baggy-kutten und laut überlieferung fingen alle ihre gebete mit „mann, ey, etz hör ma zu…“ an. sie standen gott wirklich nahe. in ihrem unerschütterlichen glauben hielten sie die horden auf, luden sie auf selbstgebrautes bier und grass aus ihrem klostergärtchen ein. danach langweilten sie die so festgesetzten solange mit ihrem bekifften gewäsch, bis die horden wieder zurück in ihre heimat wankten. noch heute versuchen die mönche, die stadt vor anbrandenden provinzlern zu schützen, leider mit mässigem erfolg.“

es geht nix über bildung.

naja, wir fanden ein plätzchen, dass noch nicht vom flüchtlingsstrom der stadtzürcher besetzt war und wollten mit grillieren (für deutsche: grillen) beginnen.

dann wurden wir von einer kleiner gruppe fremder angesprochen. ich war froh, dass ich nicht alleine war. mein bester freund übernahm die kommunikation. er ist sprachbegabt und mutig wie ein löwe.

und siehe da. die leute waren freundlich und witzig. viel freundlicher und witziger, als die meisten leuten, mit denen ich in der stadt zu tun habe. sie erzählten uns von ihrer heimat ( irgendwo weiter unter am flusslauf) und teilten ihr holz mit uns. wir zeigten ihnen dafür kohle, die man in säcken kaufen kann, feuerzeuge und andere wunder der zivilisation.

es war ein wunderbarer nachmittag.

die mönche von kloster fahr:

essenskoordination

Veröffentlicht: Juni 22, 2008 in erlebnisse, geschichten, kultur, reda, stil, zürich

sie: ich muss was essen, ich bin glaub schon richtig übelgelaunt.

er: ja

ich: wohin?

sie: was „ja“?  willst du damit sagen, ich bin übel gelaunt und geh dir auf die nerven? hä?

er: nein, „ja, gehen wir was essen“.

ich: ja, wohin?

sie: aber nicht in die bäcki, zu den plärrenden kids

er: ins kobal, indisch?

sie: nein, da war ich vorgestern. gehen wir an den fluss?

er: zu den ganzen szenis? nein. ausserdem ist dort die küche auch nicht mehr so gut.

sie: wo willst den du hin? „blick zu mir“

ich: ähm, hooters?

beide blicken mich an: „…“

sie (zu ihm): du willst sicher fleisch, sonst könnten wir ins tibits

er: jaja, und ich ess salat und tofuburger, tz

ich: ähm

beide blicken zu mir

ich: vergesst es

sie: wir könnten ins tres kilos gehen

er: ja, da gibts leckere tapas

sie: ja, aber da müssen wir um den halben see.

ich: also…..

beide: nein, wir gehen nicht ins hooters!

er: wir haben noch lammnierstück zu hause

sie: …ja und salat

beide: kommst du mit, wir haben genug.

ich: nein, ich hol mir einen riesigen rindfleischburger und eine cola

beide: im hooters

ich: ja, und dann leg ich mich in die bäcki um zu verdauen.

das hooters:

die teutschen

Veröffentlicht: Juni 20, 2008 in böse, erlebnisse, kultur, medien, Politik, reda, Satire, stil, zürich

wieder mal steht die frage im raum, wieso wir schweizer die deutschen nicht mögen. für die deutschen ein rätsel. sie denken, wir mögen sie vielleicht nicht, weil sie bei jedem überregionalen gemetzel (weltkriege, deutsches kaiserreich etc) ganz vorne mit dabei waren. aber nein, vielleicht mag der rest der welt die deutschen nicht, weil sie mal nazis waren, wir haben ja nicht shclecht daran verdient. WIR mögen die deutschen nicht, weil sie uns nicht respektieren.

die deutschen finden uns putzig. selbst nachdem wir ihnen im zweiten weltkrieg die kohle aus der tasche gezogen und nach kriegsende eine lange nase gedreht haben, fanden sie uns noch immer süss.

jetzt an der euro 08, wir tragen t-shirt mit „mögen alle gewinnen, nur nicht die deutschen“, würden sie uns am liebsten knuddeln. wir wollen ernstgenommen werden, gerade von einer nation, der wir auf jeder ebene, ausser dem fussball, etwas voraus haben. wir wollen als erwachsene wahr genommen werden.

selbst als unsere SVP das rassistische schafsplakat veröffentlichte, hat der spiegel das zwar wahrgenommen. aber immer mit dem unterton „selbst schweizer rassisten sind irgendwie putzig“

aber nein. wenn die deutschen könnten, würden sie die ganze schweiz in kurze hosen stecken, an der hand hinter sich herschleifen, die haare bürsten und mit löffelchen füttern. und dann immer mal wieder die hände zusammenschlagen und kreischen „sind sie nicht putzig? und sie reden so süss!“

es gibt eine studie, dass in der schweiz überdurchschnittlich viele deutsche an unfällen sterben, bei steinschlägen, autounfällen und bei blitzschlägen. aber eigentlich ist es ein wunder, dass nicht mehr deutsche zu schaden kommen.

so sehen uns die deutschen: