Archiv für Juli, 2008

der letzte tag

Veröffentlicht: Juli 31, 2008 in erlebnisse, reda, zürich

zürich ist leer, alle sind in mallorca, auf den seichellen oder in den bergen. seufz. der see gehört mir, der fluss gehört mir und die strassen sind nicht mit idioten in riesigen, gefährlichen autos gefüllt. nur da und dort eine gruppe netter japaner. es ist sommer in der stadt. urlaubszeit. und ich muss

und ich hab urlaub, ab ca 16.00. nur noch einen tag arbeiten. danach gehts jeden morgen um neun ins pier wescht, eine runde im fluss schwimmen, gute texte schreiben, glace essen, leute beobachten. dinge, die ich diesen sommer einfach noch nicht tun konnte.

aber mein blog wird keine sommerpause machen, im gegenteil. ich hoffe, wieder ein ausgeglicheneres leben zu haben und so meinen senf zu den unterschiedlichten themen abgeben zu können.

yupppppiiiiiieeeee 🙂

pjur, der einkaufstipp am mittwoch

Veröffentlicht: Juli 30, 2008 in erlebnisse, gender, liebe, reda, sex

es gibt dinge, für die es sich lohnt, geld auszugeben. zur zeit kann ich mir nur noch salat ohne dressing zu mittag leisten, weil ich mir flaschenweise von der unglaublichen flüssigkeit „pjur“ gekauft habe.

„pjur“ ist ein kleines stück des silikon-booms, ein nicht wasserlösliches, ungeheuer angenehmes, geruch- und geschmackfreies gleitmittel aus silikon! und natürlich braucht man das, wenn man frisch verliebt ist!man kriegts in der condomeria und im sexshop ihrer wahl.

wir bauen ein kleines silikon-valley:

wir nehmen pjur und schmieren es in

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXX

XXXXXXXXXXXXXX

XXXXXXXXXX

XxXXXXXXXXXxXXXXXXXXXX!

(die wordpress-zensur befand es für notwendig, diesen teil des textes zu schreddern) 🙂


es ist heiss, alle sind im urlaub und ich hab mir eine sommerliche hitzeblödheit eingefangen. lange inkubationszeit, aber ungeheuer schleppend.

symptome:

– durchwegs mindestens drei minuten, um im gehörten oder gelesenen einen sinn zu erkennen.

– der langsam erkannte sinn löst sich schon nach wenigen sekunden wieder auf.

– das schwindelgefühl, schon aufgestanden zu sein und dinge erledigt zu haben, während man immer noch im stuhl hängt und auf den bildschirm glotzt

– trotz schweineteurem parfum und deo schon nach sekunden wieder klatschnass geschwitzt zu sein.

– antisoziales verhalten: jeden hassen, der schnell oder laut oder überhaupt mit einem spricht.

ja, so siehts aus. und helfen tut nur urlaub.

downunder

Veröffentlicht: Juli 28, 2008 in erlebnisse, geschichten, kultur, musik, reda

wenn wir gerade bei erinnerungen sind…..

back to the kindheit

Veröffentlicht: Juli 28, 2008 in erlebnisse, geschichten, reda, reise, sinn, stil, zürich

es gibt so seltene und wertvolle augenblicke, die zeitreisen zurück in die kindheit ermöglichen.

zum beispiel wenn man sich in der badi klatschnass und mit blauen lippen auf den heissen asphalt legt, das kinn auf die handrücken gestützt, während die sonne zwischen den tropfen in den wimpern glitzert und das geschrei der leute wie von fern an die ohren braust.

oder wenn man im winter den gehsteig entlangläuft und versucht, die grösste schneeflocke mit der zunge zu fangen, jedemal überrascht, wie stark die kälte im mund kitzelt.

wenn man(n) im herbst am frühen abend die 1. millionste wiederholung von „ein colt für alle fälle“ anschaut, während die dämmerung die lichter in den nachbarswohnungen gemütlich erscheinen lässt.

und ein weiterer, seltener glücksmoment war, wenn man in der sommerhitze, kurz vor einem gewitter, in einen laden geht und seine lieblingsglace (eiscrem) kauft, herauskommt und nicht warten kann. man setzt sich auf die treppe vor dem eingang und reisst die verpackung. selig knabbert man an seinem eis, die ganze welt muss um dich herum, aber niemand sagt etwas, weil dein seeliger gesichtsausdruck ansteckend ist.

so sass ich heute mit meinem eisgekühlten cappuchino allen im weg, die im coop einkaufen wollten, und ich kriegte von allen ein winziges lächeln geschenkt. es funktioniert also auch mit vierzig noch….

keine ahnung, wie ich den damals kuul fand, aber wieso ich heather kuul fand, weiss ich noch genau:


letzte woche hatte ich wiedermal einen anfall von prinzipien. ihr wisst schon, grundsätzliche entscheidungen zum thema beziehungen, mit jeder menge guter gründe und ganz klugen formulierungen, wieso ich eigentlich doch single bleiben muss, und dass das am gesündesten für mich wär.

ich hab meine besten freunde lange damit gelangweilt und über prinzipien laveriert. mein bester freund sagte nur: hm.

er kennt mich wohl ziemlich gut. meine beste freundin löcherte mich mit eintausend fragen, griff meine argumentation an und prüfte, ob ich mir sicher bin.

nun, eine woche später. ich treff meine freunde am see, bin etwas übermüdet. nach dem ersten kaffee muss ich ihnen natürlich ausführlich erklären, mit vielen klugen worten und stringent argumentiert, wieso jetzt doch alles ganz anders ist als letzte woche. wieso es gar nicht anders habe kommen dürfen. und wieso ich innerhalb einer woche zwei 180° entgegengesetzte richtungen vertreten kann und doch meinen prinzipien nicht untreu werde.

ich weiss jetzt nicht mehr, wie ichs genau erklärt hab, aber für mich hörte es durchaus überzeugend an. meine beste freundin blieb skeptisch. mein bester freund meinte nach einem kurzen augenblick des überlegens: hm

ich bin ein weltmeister darin, zu tun, was ich tun will, und dann eine million gute gründe und überzeugende argumente dafür zu finden, dass ich gar nicht anders habe handeln können.

aber was solls, ich bin glücklich, und ich glaub, meine neue partnerin auch.

ich bin nicht prinzipenlos. prinzipien sind eine kuule sache. meine prinzipien sind einfach flexibel oder besser gesagt, lassen sie breite möglichkeiten an interpretation zu.

das schmale gleichgewicht zwischen flexibilität, wahnsinn und geradlinigkeit:

Obamania?

Veröffentlicht: Juli 25, 2008 in medien, Politik, reda, terror, wahlen

perfekt inszeniertes polit-theater. alle wünschen sich, dass barack obama der ersehnte messias ist. das, was in den USA als „die linke“ gilt, jubelt. er ist jung, schwarz, charmant. wenn er jetzt noch eine frau wär, gäbs einen universellen orgasmus bei den liberalen kräften.

in berlin hat er sich nach guter alter J.F.K. manier bereits als retter der welt feiern lassen, hat schnell in 27 minuten lösungen für alle schwierigkeiten der welt präsentiert (wovon die meisten irgendwie mit amerikanischen truppen irgendwo zu tun haben, die schwierigkeiten genauso wie obamas lösungen).

aber, hei, der kerl ist nicht kennedy. und schon kennedy wurde masslos überschätzt (jetzt komme ich in die hölle, ich hab schlecht über J.F.K. geschrieben!).

obama ist sicher besser als bush oder mccain. nur, das kleinere übel ist noch lange keine gute lösung. es ist eben das kleinere übel. solange die amis keinen weg finden, ihre demokratie zu erneuern, werden dort immer zweifelhafte kräfte an der maht sein. egal aus welcher ecke.

aber vergesst nicht: der kerl ist ein AMERIKANISCHER POLITIKER!!!!

wenn der teufel depressionen hat und an seinen leistungen zweifelt, wirft er einen blick ins weisse haus, dann gehts ihm wieder gut…

bestens gemachte propaganda, ich mag den song, aber ich weiss, dass ich hier manipuliert werde: