liebe, sex und ambivalenz VIII

Veröffentlicht: Juli 19, 2008 in erlebnisse, gender, klugscheiss, liebe, reda, sex, single, sinn, zürich

liebe, sex & ambivalenz:

ich erwarte, wenn jemand mich liebt, dann nicht trotz meiner persönlichkeit und macken, sondern gerade deswegen. bei mir ist das meistens so, ich verliebe mich in all die kleinen unzulänglichkeiten, die einem menschen identität und verletzlichkeit geben.

und, ich kämpfe nicht. wenn ich beginne, um eine frau zu kämpfen, erwische ich mich dabei, dinge zu sagen und zu versprechen, die ich weder bieten noh einhalten kann. ich gebe dann vor, die person zu sein, die ich gerne wär, und nicht die, die ich in wirklichkeit bin. dann bin ich drei wochen später bereits am rechtfertigen. das sind denkbar schlechte vorraussetzungen für eine beziehung.

dann vielleicht noch ein paar worte zu untreue und misstrauen:

die männer, die ich kenne, wollen, während sie verliebt sind keine andere. ist aber erst mal der hormonrausch des verliebtseins vorüber, sind die sexuellen signale des anderen geschlechts für sie wieder sichtbar. ist das ein grund, ihnen zu misstrauen? nein. weil bei frauen läufts nicht anders, es ist nur weniger offensichtlich.

die fünf kategorien:

– die heuchler: männer, die sagen, andere frauen interressieren sie nicht und es selber auch noch glauben. die augen verraten sie.

– die interpreten: männer die sagen, sie sehen sich gerne mal eine schöne frau an, was aber nicht heisst, dass sie auch sexuell an ihr interessiert sind. (blabla)

– die konsequenten: männer, die sagen, dass sie auch andere frauen geil finden, aber deswegen nicht gleich mit ihnen ins bett hüpfen. und das dann auch nicht machen

– die inkonsequenten: männer, die sagen, klar finden sie andere frauen attraktiv, gehen deswegen aber nicht mit ihnen ins bett. tuns dann aber doch und fühlen sich danach erst noch scheisse.

– die unverbindlichen: männer, die von vornherein sagen, dass ihnen andere frauen gefallen, und dass sie schwierigkeiten mit dem treusein haben. und danach auch immer darauf hinweisen: ich habs dir doch gesagt!

so, genug geklugscheisst

„ich find sie hübsch, an sex hab ich dabei üüüüüberhaupt nicht gedacht!“:

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Kommentare
  1. Nele sagt:

    Redder, wenn dir freundliche, herzliche und liebenswürdige Wünsche und Gedanken helfen können, dann nimm meine an.

  2. canela sagt:

    diese kategorien gelten auch für frauen, oder? polygamie ist natur, monogamie ist eine absichtserklärung. es ist kein pakt fürs leben. wie man sich selber ändert, ändern auch die absichten und einstellungen.

    verliebtsein ist ein überstülpen der eigenen wünsche. meist nicht das erkennen, der unzulänglichkeiten des anderen.

    nun auch genug kluggeschissen….

    sie ist hübsch, aber ich dachte auch nicht an sex bei ihr. das arme kind hat sicher rückenschmerzen….

  3. Ich denke auch nicht an Sex bei ihr.
    Und das liegt nicht daran dass ich Kostverächter wäre.
    Die Oberweite ist definitiv faszinierend, aber faszinierend sind Gottesanbeterinnen auch 🙂
    Aber in einem anderen Punkt sind wir uns einig. Ich verliebe mich auch in die Besonderheiten meiner Partnerin. Das müssen keine definitiv positiven sein, sondern können auch innere oder Äußere Narben oder Asymmetrien sein.
    Etwas was sie von anderen unterscheidet. Z.B. dass sie ihre Falten im Gesicht mit Stolz trägt.

  4. redder sagt:

    hei, das ist nur ein symbolbild. wahlweise kann jeder das einfügen, was ihm neben seiner angebeteten sonst noch gefällt. 🙂

  5. Gegen Untreue muss man einem Mann so viel Sex bieten, dass er gar nicht könnte, auch wenn er wollte.
    Gegen das Angucken anderer Frauen kann man nur eines tun, besser aussehen.
    Gegen das männliche Phänomen „Anfassen ist wie Angucken nur mit den Händen“ kann man jedoch nichts tun. Ausser sich stets besser anfühlen als die andere Frau.

    Und zu guter Letzt hat es dennoch fast jede Frau mit 30ig einmal erlebt, dass ihr ein Mann fremd ging. Vielleicht ist es einfach so und wäre da nicht die Angst, von Krankheiten, die er heimbringen könnte, würde ich es wohl am liebsten einfach gar nicht wissen wollen.

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