Archiv für Juli, 2008


post coitum omne animale triste (nach dem koitus sind die tiere traurig) stimmt eigentlich so nicht, sorry aristoteles (oder wer immer das auch gesagt hat).

nach dem sex ist das eine lebewesen (mann) meist erschöpft, aber zufrieden, während das andere lebewesen (frau) meist aufgedreht ist. was irgendwie ungeheuer blöd eingerichtet ist von der natur. nach zwanzig minuten, wenn lebewesen eins langsam wieder denken und sprechen kann (grunz), ist lebewesen zwei langsam müde. was mich darüber nachdenken lässt, ob lebewesen eins und zwei eigentlich zusammenpassen. oder wieso gott einen so ausgesprochen fiesen humor hat.

depression (druckabfall) ist übrigens ein echt treffendes wort dafür, wie sich lebewesen eins nach dem sex fühlt.

erschöpfung mit einer prise ekstase:

bitter

Veröffentlicht: Juli 21, 2008 in erlebnisse, klugscheiss, reda, sinn, zürich

irgendwie verliere ich manchmal die geduld. ich verstehe einfach nicht, wieso dass viele menschen in meiner umgebung so bitter sind. natürlich können sie meist 1001 gute gründe dafür angeben. aber mal ehrlich, wenn das ausreichen würde, hätte ich selbst alles recht der welt, bitter zu sein. ist ja nicht so, dass ich nicht genug vom leben in die schnauze gekriegt habe…

aber was mach ich? ich renn herum, klopfe da auf eine schulter, erzähle dort eine nette geschichte, versuche hin und wieder ein lächeln auf die lippen meiner umgebung zu zaubern. ich weiss, das ist mein eigenes problem. trotzdem verstehe ich manchmal nicht, wieso die menschen die guten dinge in ihrem leben nicht sehen können. irgendwie undankbar.

aber heute hab ich wieder mal jemanden getroffen, der mich beeidruckt hat. eine frau, deren partner gerade eine schwere krise durchmacht. und sie kann sowohl verantwortung für sich selbst übernehmen, für ihren partner da sein und trotzdem noch da und dort ein gutes gefühl hinzaubern.

respekt.

nix zu essen

Veröffentlicht: Juli 21, 2008 in erlebnisse, kultur, reda, single, zürich

wiedermal notstand zuhause. nix zu essen in der ganzen hütte! meine armen lebensmittel-motten sind am verhungern.

nicht mal toilletten-papier können sie fressen. es ist zeit, wieder mal einzukaufen. definitiv!


meine damen, bitte mal weghören(lesen)

wenn ich als teenager am see mal ein mädchen kennengelernt hab, konnte ich drauf wetten, dass ihre doofe beste freundin nicht weit war. irgendwann nahm ich dann meist einen freund mit, damit ich, im fall, dass ich jemanden kennenlerne, eine geheimwaffe gegen die doofe beste freundin hatte.

auch ich musste schon als geheimwaffe gegen die doofe beste freundin herhalten. es kam nicht drauf an, welche hübscher war. die, die ich mochte war ok, die andere war zickig.

das gemeine daran. ich musste mich immer um die freundschaft der doofen besten freundin bemühen. wenn die doofe beste freundin mich nicht akzeptierte, konnte ich die ganze geschichte vergessen. ich musste also charmant zu meinem neuen schwarm und witzig kumpelhaft und ein ganz klein wenig flirtend mit ihrer doofen besten freundin sein. nur gerade soviel, dass meine neue flamme nicht eifersüchtig wurde, die doofe beste freundin sich aber nicht aussen vor fühlte.

das paradox: nachdem die beziehung erlahmt oder beendet war, hab ich herausgefunden, dass die doofe beste freundin oft gar nicht so doof war. meist konnten wir uns recht gut unterhalten, fanden dieselben sachen witzig und verstanden uns meist noch jahre später gut.

zweimal geschah es sogar, dass ich m ich nach einer weile in die doofe beste freundin verliebte. natürlich erst, als die erste geschichte vorüber war.

und heute? heute ist da meist eine beste freundin aus der schulzeit, die sie zwar nicht so oft trifft. wenn sie sie trifft, endet das meistens in einem alkoholrausch, jeder menge kleinmädchengekicher und dem austausch intimer details ihrer partner (beim sex macht er erst immer so, und danach gibt er dieses geräusch von sich, zum totlachen sag ich dir). um nachher seelisch und geistig gereinigt wieder in die beziehung zurück zu können. naja, notwendige übel eben.

die doofe beste freundin


liebe, sex & ambivalenz:

ich erwarte, wenn jemand mich liebt, dann nicht trotz meiner persönlichkeit und macken, sondern gerade deswegen. bei mir ist das meistens so, ich verliebe mich in all die kleinen unzulänglichkeiten, die einem menschen identität und verletzlichkeit geben.

und, ich kämpfe nicht. wenn ich beginne, um eine frau zu kämpfen, erwische ich mich dabei, dinge zu sagen und zu versprechen, die ich weder bieten noh einhalten kann. ich gebe dann vor, die person zu sein, die ich gerne wär, und nicht die, die ich in wirklichkeit bin. dann bin ich drei wochen später bereits am rechtfertigen. das sind denkbar schlechte vorraussetzungen für eine beziehung.

dann vielleicht noch ein paar worte zu untreue und misstrauen:

die männer, die ich kenne, wollen, während sie verliebt sind keine andere. ist aber erst mal der hormonrausch des verliebtseins vorüber, sind die sexuellen signale des anderen geschlechts für sie wieder sichtbar. ist das ein grund, ihnen zu misstrauen? nein. weil bei frauen läufts nicht anders, es ist nur weniger offensichtlich.

die fünf kategorien:

– die heuchler: männer, die sagen, andere frauen interressieren sie nicht und es selber auch noch glauben. die augen verraten sie.

– die interpreten: männer die sagen, sie sehen sich gerne mal eine schöne frau an, was aber nicht heisst, dass sie auch sexuell an ihr interessiert sind. (blabla)

– die konsequenten: männer, die sagen, dass sie auch andere frauen geil finden, aber deswegen nicht gleich mit ihnen ins bett hüpfen. und das dann auch nicht machen

– die inkonsequenten: männer, die sagen, klar finden sie andere frauen attraktiv, gehen deswegen aber nicht mit ihnen ins bett. tuns dann aber doch und fühlen sich danach erst noch scheisse.

– die unverbindlichen: männer, die von vornherein sagen, dass ihnen andere frauen gefallen, und dass sie schwierigkeiten mit dem treusein haben. und danach auch immer darauf hinweisen: ich habs dir doch gesagt!

so, genug geklugscheisst

„ich find sie hübsch, an sex hab ich dabei üüüüüberhaupt nicht gedacht!“:

fertig daily blogging

Veröffentlicht: Juli 19, 2008 in kultur, medien, web 2punkt0 (update folgt), zürich
Schlagwörter:

kurz an alle, die unsterblichen ruhm auf die schnelle wollten:

die rubrik „daily blogging“ im „blick am abend“ ist eingestellt. was nicht weiter erstaunlich ist, da’s ja auch niemand gelesen hat.

lasst also eure check-hefte stecken, nehmt eure töchter und schwestern wieder mit, ich kann nix mehr für euch tun.

aber vielleicht werden wir online bald mit einer überraschung aufwarten. versprechen kann ich nix, erzählen darf ich nix 🙂

ehrlichkeit, bloggen & anonymität

Veröffentlicht: Juli 18, 2008 in erlebnisse, medien, reda, sinn, stil, zürich

manchmal beneide ich anonyme blogger, oder tech-blogger. die müssen sich nie gedanken darüber machen, ob sie mit ihren posts jemanden verletzen (höchstens urheberrechte)

ich bin in den letzten monaten oft in der situation, dass ich über dinge, die mich beschäftigen, nicht schreiben kann, ohne die privatsphäre oder die gefühle anderer zu verletzen.

der sinn dieses blog ist, neben der ganzen narzistischen selbstdarstellung, auch, ein wenig psychohygiene zu betreiben. eben ein tagebuch im eigentlichen sinne.

natürlich habe ich noch mein kleines, ledergebndenes buch des wahnsinns. da schreibe ich all die kranken und richtig doofen dinge rein, die mir jeden tag durch den kopf gehen. das hilft insofern, dass es mich meist nicht mehr so beschäftigt, wenns mal niedergeschrieben ist. aber diese bücher müssen irgendwann als sondermüll verbrannt werden.

zurück zum bloggen. ich muss manchmal dinge zeitversetzt bloggen, damit, selbst anonymisiert, keine rückschlüsse auf die gemeinte person gezogen werden können. und ratet mal was geschieht? die leute in meinem leben fühlen sich trotzdem betroffen, weil sie sich in geschichten, die von ganz anderen menschen handeln, wiedererkennen.

in zukunft werde ich wohl nicht mehr wo rücksichtsvoll sein, sondern einfach wieder frei von der leber schreiben.

meine tagebücher (und ein beispiel von urheberrechtsverletzung ):

luzifer, ich und die jungs

Veröffentlicht: Juli 17, 2008 in geschichten, klugscheiss, kultur, reda, sinn

wir sitzen am see. mohammed, buddha und ich trinken fruchtsaft, nur luzifer und jesus trinken wein. (jesus wollte uns nochmal seinen alten trick zeigen, redbull in wein verwandeln).

buddha: yo, jesus, ich finde ihr überschätzt den tod ungeheuer

jesus: ja, und ihr denkt, transzendenz rockt, na? pfft.

mohammed: genau

jesus und buddha gemeinsam: ach halt die klappe, mo!

buddha: mo, deine leute vergöttern die wahrheit. dabei hat sogar der christ hier begriffen, dass es nicht „eine wahrheit“ gibt.

jesus: ja, meine groupies haben inzwischen etwa zweitausend sekten gegründet, die „die wahrheit“ für sich beanspruchen. wenigstens schlagen sie sich nicht mehr ALLE gegenseitig tot deswegen.

mohammed: naja, aber irgendwo muss man sich doch orientieren.

luzifer lacht leise auf

buddha: was hast du zu lachen, lu? du bist ja noch nicht mal ein mensch!

jesus und mohammed: genau, du hälst dich raus, engel, pfft. *singen* Luhu ist kein mehensch, ääätsch

luzifer: ach kommt, ohne mich wärt ihr auch keine menschen. hei, ich bins, luzifer, der lichtbringer, prometheus, der euch das feuer der erkenntnis brachte. ich, die schlange, die euch den apfel des denken ins maul stopfte. ohne mich würdet ihr immer noch auf den bäumen hocken und in der nase grübeln.

mohammed und jesus: ja, aber du bist böse!

luzifer: nein, ich bin nicht böse, ich bin gefährlich.

jesus: das ist dasselbe

luzifer: nein. ich gab euch die fähigkeit zu denken. für euch selber zu entscheiden. aber was macht ihr? ihr gebt eurem ego nach und stellt gleich regeln für alle auf. nur weil etwas für euch funktioniert, heisst das nicht, dass alle andern nun nicht mehr denken müssen.

du, buddha, verleugnest das menschsein. du denkst, wahrhaft erhaben ist der, der über seine triebe und begierden, über sein fleisch hinauswächst. du idiot, wieso denkst du wohl, seid ihr als menschen zur welt gekommen?

du, jesus, bist deinem stolz zum opfer gefallen. ich meine, hä? sich ans kreuz schlagen lassen, obwohl du vorher wusstest, dass das kommen würde? das weist für mich klar auf eine narzisstiche persönlichkeits-störung hin. und dann das ganze theater, obwohl du wusstest, dass du zurückkommen kannst.

und du, mo, solltest echt mal in einen anger-management-kurs. noch bevor du deine religion fertig gegründet hast, schreist du schon rechthaberisch herum und fuchtelst mit dem schwert.

da waren mir die juden damals noch lieber. die fragten nicht: „was ist richtig?“ die fragten: „was funktioniert?“ und dann verpackten sie es in religiöses klimbim und verkauften es dem eigenen volk als gebote.

es ist zeit, dass ihr euer zeugs einpackt und die menschen wieder selber denken und entscheiden lasst.

ich (als vertreter der menschheit): ähm, also….

alle miteinander: sei du ruhig, wenn wir uns unterhalten!

denken

Veröffentlicht: Juli 17, 2008 in klugscheiss, kultur, reda, sinn, spruch des tages, stil

„..denken ist was für leute, die sich anders nicht im leben zurecht finden.“

zitat Reda

dümmste frage

Veröffentlicht: Juli 16, 2008 in erlebnisse, klugscheiss, kultur, medien, musik, reda, stil, zürich

interview mit band

ich frage die ganze zeit so kuule sachen wie: message? groove? flow? athmosphärisch? entwicklung?

dann: „und eine letzte frage noch. Was ist die dümmste frage, die euch je gestellt wurde?

band: hm, naja, bis vor zwei sekunden hätt ich ne antwort gehabt, aber jetzt glaub ich, dass du mit deiner frage gerade alle dämlichen fragen getoppt hast.“

ich hab schon bessere vorlagen gegeben, um mich lächerlich zu machen, aber diese rangiert unter den ersten zehn……

der journalist: