madonna: oberarme wie ein schmied

Veröffentlicht: August 31, 2008 in böse, erlebnisse, kultur, medien, musik, reda, Satire, sex, stil, terror, zürich
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ich war am madonna-konzert! ich war dabei! und ich hab leute gesehen, die leute getroffen hatten, die schwören, sie hätten madonna mit dem opernglas gesehen. sie war da, auf der bühne, glaub ich.

ich hab ungeheuer scharfe bilder vom seichgelben rivella-stand, sechzig hinterköpfen und einer halben grossleinwand.

naja, die show war superprofessionell, bis ins letzte detail. das ganze konzert hatte in etwa soviel sexappeal wie papa schlumpf und soviel rock’n’roll wie die kastelruter domspatzen. selbst die tänzer in ihren kostümen (eine mischung aus SM-fantasie und science-fiction) brachten da keine erotik oder wenigstens atmosphäre rein.

es war einfach zu plastic, zu organisiert. keine spontane aktion auf der bühne, keine seele. da halfen die wirren kabbalabotschaften beim letzten stück auch nicht mehr.

was mir gefallen hat?

das stück „vogue“, ein intermezzo von eurythmics und der balkan-pop gegen ende  der show. aber dafür hätt ich nie 150 eier ausgegeben. (ich hatte gratis-tickets..)

später, an marc’s mad sommergrill kam dann die diskussion auf, ob man mit 50 um jeden preis so aussehen muss wie mit 20.  ich hab in den letzten tagen einige frauen getroffen, die sagten, sie würden viel geben, um mit 50 noch so auszusehen wie madonna.

ich weiss nicht recht. ich glaub, ich will dann keine freundin, die mit fünfzig oberarme wie ein schmied und einen hintern aus stahl hat. vorallem will ich keine, die eine hälfte des tages stereoide fressend im fitnesscenter hockt und bei der ich die stimmung raten muss, weil botox die mimik umgebracht hat.

ach ja, gestern ging dann auch noch meiner persönliche öko-bilanz den bach runter. die idee, anstelle einer vorband mit 10 militärkampffliegern 10 tonnen treibstoff über dübendorf in die luft zu brennen, war grandios. die flugschau wär nur noch durch eine „live-robbenbaby-abschlachten“-show zu schlagen…

die waren auch da, die ganze familie:

Kommentare
  1. falki sagt:

    tja, dann ging es dir nicht besser als uns. – ein kleiner trost ist immerhin ein kleiner trost…

  2. […] er war übrigens auch dort… […]

  3. Paddy sagt:

    Komisch, an ein Konzert gehen, das mit Hilfe von Dutzenden Sattelschleppern, Kranen und Hubstapler überhaupt stattfinden kann, und sich dann über ein paar Militärjets aufregen?

  4. sittenpolizei sagt:

    die sittenpolizei war auch da und hatte erst die befürchtung, dass sie lasch geworden ist. doch nun lese und höre nicht nur hier, dass es vielen so ergangen ist wie uns: too perfect – too plastic. ich bin erst bei la isla bonita untermalt mit balkanbeats wach geworden. die bühne war wirklich zu klein, von den screens erst gar nicht zu reden – ich habe vorsichtshalber meine lesebrille mitgenommen um von der tribüne was zu sehen – meine vorahnung wurde bestätigt. nun kommt aber auch die frage auf, ob das publikum zu lasch war – ich weiss nicht, mein erster impuls war zu denken, dass das CH publikum zu lasch war – anderseits, auch ich bin erst im letzten drittel der show in die gänge gekommen….

    nun ja, wenigstens ist es jetzt endgültig klar: die girlie-zeiten beim anblick der sehnigen und maskenhaften madonna sind auch für mich nun endgültig vorbei 🙂 🙂

  5. cosmicpoetryclub sagt:

    Schöner Bericht! Gern gelesen. Ich war an dem Abend bei Iggy Pop, der ist nochmal ein paar Jahre älter als Madonna, sieht nicht mehr taufrisch aus, hat Falten , ist aber trotzdem verdammt sexy und göttlich anzusehen: Altern ist kein Verbrechen 😉

  6. markud sagt:

    hallo hallo,ich habe diesen bericht gelesen.da steht kastelruther domspatzen die heißen aber nur spatzen.ich bin fast der nachbar vom schlagzeuger und walter ist méin onkel.aber sexy sind sie wirklich nicht madonan aber auch nichtö.

  7. mäsi sagt:

    schön war ich dieses mal gescheiter. war am rolling stones konzert, in etwa gleich abgegangen, zu gross, zu durchorganisiert, zu lngweilig, keine möglichkeit ein bisschen näher an die bühne zu kommen, da dafür ein bändel nötig war, den es etwa bis zwei stunden vor beginnn gegeben haben soll, genau gleich überflüssige flugshow, was im übrigen auch fürs militär gilt, strohdummer speaker, der nach ende der show etwa alle zwei minuten ins mik geschriehen hat, man(n) resp. frau soll doch noch ein bisschen bleiben um ein bier zu trinken und ja nicht auf den zug gehen, da dass alle anderen auch machen würden, was schlussentlich überhaupt nichts gebracht hat, weil alle der ätzenden stimme entfliehen wollten, was zu einem riesen stau vor dem bahnhof geführt hat, welchem ich wenigstens entfliehen konnte, da ich glücklicherweise die rs in dübendorf besucht hatte und jeden weg da kenne, was mich dazu bringt, wenigstens einen sinn hinter diesen vergeudeten 15 wochen in meinem leben zu sehen, was ja wirklich nicht zu verachten ist! 😉

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