hurst, kunst, onanie & dada

Veröffentlicht: September 19, 2008 in böse, bildung, kultur, medien, reda, stil, zürich
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einer der grössten künstler, den ich kenne, ist damien hurst. er hat die kunst, aus scheisse gold zu machen, vollendet. ihr wisst, künstler gehen mir sowieso auf den sack. leute, die denken, was sie denken sei irgendwie wichtig. kunst ohne die geringste ironie.

künstler sind in den meisten fällen egomane narzisten die sich von elitären exzentrikern aushalten lassen. klar gibt es kunst, die die leute wirklich erreicht. im zeitalter der freien information (web) kann sich jeder alles herunterladen. der geldwert der kunst sinkt mit der verfügbarkeit, wie bei allem.

nun kommen mir die weichgespülten schöngeister und erzählen mir, kunst schaffe kultur. nein, ihr deppen, arbeit schafft kultur, verantwortung schafft kultur. kunst schafft einzig und allein dann kultur, wenn sie es schafft, der gesellschaft einen spiegel vorzuhalten.

so ist der verkauf der stadt an promis (cabaret voltaire) eine vorausgehende satire auf das was die letzten tage in london geschehen ist.

nicht alle künstler sind idioten. aber die künstler, die ich kenne, halten sich selber meist für so ungeheuer wichtig, dass man ihnen ihre machwerke um den kopf hauen möchte.

ich darf das sagen, war ich doch selbst mal einer von denen….

bei meinem letzten essay zum thema bekam ich wütende briefe, dass kunst nicht elitär sei, sondern hunderte von menschen erreiche. nein, schrieb ich zurück, WERBUNG ereicht die massen, kunst interessiert nur eine kleine elite, die ncht fernsehen mag.

die kunstszene ist wohl in erster linie selbstbefriedigung, die starren strukturen, die künstlichen  hypes, all das dient wohl den egos und den geldbeuteln. kunst ist industrialisierte onanie…

ich hab heute einen blick auf ein mail von einem vertreter der musikindustrie gelesen, wo er sich drin drüber beschwert, dass blogs auf seiten verlinken, die gratis musikdownloads anbieten. in der schweiz durchaus legal. er meinte, wir nehmen den künstlern geld weg. erstens nehmen wir, wenn schon, den musikmultis geld weg, und zweitens könne madonna und die stones gut was von ihrem reichtum an ärmere künstler abgeben. wenn die industrie nicht mit der zeit schritthalten kann, ist das nicht das problem der musikkonsumenten…

Kommentare
  1. […] natürlich ist das programm beinahe schon so elitär wie das schauspielhaus. eben einfach eine eine ungeheuer lääässe etnische art. es geht um kunst und lebensgefühl und andersein und ungeheuer berührt sein. ich erspar euch jetzt meine persönliche meinung zu organisierter kunst. […]

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