bushido, roche und andere literatInnen

Veröffentlicht: September 30, 2008 in böse, geschichten, kultur, medien, Satire, terror
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als durchschnittlich gebildeter mensch ist man ja versucht, sämtliche deutschen möchtegern-böseböse-rapper in einen topf zu schmeissen (den deckel drauf und einige knallfrösche rein), aber jetzt hats bishido in eine ganz eigene klasse von idioten geschafft.

in seinem neuen buch „auf die harte tour“  wird er sätze los wie: „mami, das sind alles schlampen (die frauen)“ und mami antwortet: „ich weiss, mein bub.“ nur schon dafür müsste er eigentlich ausgepeitscht werden. nicht wegen seiner ansicht, sondern wegen des unsäglichen klischees, dass er ohne eine spur von ironie los wird. aber in echt, bushido kann nicht schreiben, im wörtlichen sinn, und so musste sein manager sanft bushidos hand in seine nehmen und den stift führen….

nachdem uns schon unsere liebe charlotte (cock)roche mit literarischen grossaufnahmen ihrer feuchtgebiete gelangweilt hat, kommen wir nun in den genuss einer duchwegs banalen aufzählung von prostituierten-beischlaf aus der sicht eines pubertären dreissigjährigen.

will wirklich jemand (ausser der steuerbehörde und dem gesundheitsamt) wissen, wieviel der depp verdient und wo er sein ding schon überall reingehalten hat? offenbar schon. mit hilfe der boulevardpresse wird sein machwerk wohl die lesegewohnheit unseres nachwuchses verändern. nun werden die kleinen sich ihre zeit mit geschriebener poesie von bushidos gnaden die zeit verteiben, anstatt wie früher anständige pornos aus dem net runterzuladen.  beängstigend.

natürlich hab ich wieder mal ne gute idee: wenn man roches und bushidos bücher nimmt und damit die alten kohlekraftwerke im osten europas beheizt, würde man zwar nicht viel für die umwelt tun, aber die kultrelle hygiene einer ganzen generation, und in bushidos fall, die sprachgewohnheiten der schwer gefährdeten homeys, wären vorerst gerettet.

ich  hätte nie gedacht, dass ich mal zum bücherverbrennen aufrufen würde, aber man soll eben niemals nie sagen….

Kommentare
  1. ell-a sagt:

    ROOOAAARRR!
    gut gebrüllt 🙂 obwohl ich mir nicht so sicher bin, dass bishidos (gefällt mir, der schreibfehler – oder war es absicht?) einfluss auf die jugend so gross ist, wie du befürchtest. aber vielleicht bin ich diesbezüglich auch einfach zu unwissend…

  2. thearcadier sagt:

    Mich tröstet die Tatsache, dass Bushido von Helmut Schmidt auf den 2ten Rang der Spiegelbestsellerliste verdrängt wurde. Alles andere wäre wirklich furchtbar gewesen…

  3. deutscherhiphop sagt:

    herrlich, dem kann man kaum was hinzufügen. obwohl ich schon glaube das seine biographie voll und zielgruppengerecht geschrieben wurde.
    naja nicht ganz, der nicht unerhebliche anteil der analphabeten blieb zunächst gänzlich unberücksichtigt. jetzt gibt es für sie von seiten bushidos entwarnung: den ganzen unsinn jetzt als hörbuch und film: http://deutscherhiphop.wordpress.com/2008/09/25/bushido-film-geplant/
    :))

  4. Für mich sind Buchverbrennungen indiskutabel – man sollte sie einstampfen und dem Papierrecycling zuführen.

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