Archiv für September, 2008

geilster züri song: hippie-kacke

Veröffentlicht: September 25, 2008 in kultur, medien, musik, reda, zürich
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geilster song für zürich:

hippie-kacke

punkte auf der karma-liste

Veröffentlicht: September 24, 2008 in erlebnisse, geschichten, leben, medien, reda, sinn, stil, terror, zürich
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heute war wieder einer jener tage, an denen ich vermute, dass ich in einem früheren leben ein blutrünstiger barbar war und jetzt mein karma aufarbeiten muss. aber ich bin erfolgreich..

karma-liste 24.09.2008

niemanden erwürgt, der unsere redaktionskamera ohne speicherchip zurückgibt: 4 punkte auf der karma-liste

mein hot-sandwich runtergewürgt, obwohl es aussen zu heiss und innen noch gefroren war: 3 punkte auf der karma-liste

die letzte cola zero an mir vorbeiziehen sehen und danach das hotsandwich mit cola light runtergespühlt: 3 punkte auf der karma-liste

idiotische fachleute einer anderen firma nicht als dilettanten geoutet und am telefon freundlich geblieben: 5 punkte auf der karma-liste

tram unmittelbar vor der nase abfahren lassen, ohne den fahrer lauthals zu beschimpfen, weil er zwar gewartet aber die tür nicht mehr geöffnet hat: 9 punkte auf der karma-liste

suboptimale marketingphrasen von PR-fuzzis angehört, ohne am telefon zu schnarchen: 2 punkte auf der karma-liste

34 punkte heute. wenn das so weitergeht, kann ich nächste woche im nirvana anklopfen und werde auch freundlich hereingebeten…

der anti-offroadersong

Veröffentlicht: September 24, 2008 in kultur, musik, reda, zürich
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von queen 🙂

gorillaz

Veröffentlicht: September 22, 2008 in kultur, medien, musik, reda, stil

gorillaz bald mit neuem album. hier nochmals ein älteres highlight:

die Google-Sekte

Veröffentlicht: September 22, 2008 in böse, medien, reda, zürich
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ich hab heute eines meiner geburtstagsgeschenke angezogen: ein google-tshirt.

und ab da war alles anders. leute rempelten mich an, andere geben mir die hand mit geheimen fingerzeichen.

im vorbeigehen wispern mir wildfremde menschen zu:

„its the file behind the file!“

oder

„everything is information. information is everything!“

oder

„god is a binary power and we got the code!“

ich seh die welt mit anderen augen: google ist eine religiöse gemeinschaft. sie streben nach der weltherrschaft (nö, eigentlich habens sie sie schon, sie müssen sie nur mit Microsoft teilen). 

sie bieten einfach bessere produkte (suchmaschinen und browser) und sie wissen alles über jeden.

nur einer alleine kann sich den google-mächten wiedersetzen: !

er surft noch auf firefox

journalisten-tratsch

Veröffentlicht: September 22, 2008 in erlebnisse, geschichten, kultur, medien, reda, Satire, zürich
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vier journis unterhalten sich beim sonntagnachmittags-kränzchen über die aktuelle politkrise:

journi 1: „blablabla <Zitat NZZ>“

journi 2 (kopfschüttelnd), „BLABLA <Zitat Sonntag, Zitat FAZ>“

zustimmendes gemurmel

journi 4: „<Zitat Tagi>!“

journi 3: „<Zitat blick>? bla! blabla!“

allgemeines schmunzeln

journi 1: bla <Zitat Weltwoche> blablabla <Zitat Süddeutsche>….“

journi 2: resümiert: <gesammelte Zitate presse woche 37> bla!“

dieser post ist meiner lieben freundin und kollegin I. aus Z. gewidmet 🙂

heeeeiissssi marroni!!!

Veröffentlicht: September 21, 2008 in erlebnisse, geschichten, kultur, reda, zürich
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in den letzten tagen hatte ich immer das gefühl, dass irgendwas fehlt. ich schob die hände in die taschen, um schnell schlüssel, handy, zigis und feuerzeug zu kontrollieren, alles vorhanden. dann einen blick an meine seite, aber auch meine freundin war anwesend. ratlos schob ich das gefühl beiseite.

bis heute. heute hab ich den ersten marronistand in der stadt gesehen. und endlich ist wieder alles, wie es sein soll. der herbst ist da, jetzt können die bäume endlich aufatmen und ihre blätter fallen lassen, eltern können ihren kindern selten doofe ohrenschützende kappen über die rübe ziehen, damen dürfen ihre kunstkaninchenfellkragen an die mäntel montieren, ganze völker können jetzt die bunten wälder auf dem weg vom üezgi herunter bewundern, denn jetzt sind die marronis in der stadt.

innercity am samstag nachmittag

Veröffentlicht: September 20, 2008 in böse, erlebnisse, geschichten, kultur, reda, Satire, stil, terror, zürich
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auf meinen vorschlag hin sind meine freundin und ich heute nachmittag an die bahnhofstrasse, was an sich schon hirnrissig ist. aaaber, wir mussten einen warmen mantel haben. also erst mal H&M.

ich weiss einfach nicht, woher all die wassergestofften, bauchnabelgepiercten teenagerinnen mit ihren pseudo-irokesigen, hormongesteuerten begleitern kommen. aber samstag nachimttag sind sie alle im H&M. ich hege ernste zweifel an der zukunft der menschheit, wenn ich diese barbarischen horden im einkaufsrausch sehe. aber es kommt noch schlimmer!

im H&M nicht fündig geworden spazierten wir weiter und erstanden im bambus an der löwenstrasse eine echt kuule marinejacke. im bambus arbeiten wirklich witzige frauen mit schrillen stimmen und irgendwie kuulem stil. wieder auf der strasse waren wir von neuem den ausserstädtischen horden ausgesetzt.

zu diesem zeitpunkt hing meine schlecht zusammengehaltene menschenfreundlichkeit bereits in fetzen. grummel.

noch schlimmer wurde es auf dem weg durchs oberdorf. die ganzen schickimickis mit ihren auf den köpfen steckenden riesensonnebrillen und ihren hermes-halstüchern. nach unheimlich teurer hautcreme riechend und mondän in meine stadt gaffend, versperrten sie uns den weg.

das war der punkt, wo ich mich mit einer ration zucker in form von coca cola besänftigen musste, um nicht irgendwelche touris aus frankreich, russland oder dem züriberg im fluss zu ertränken.

gurrend und streichelnd schaffte es meine freundin, mich auf dem nachhauseweg aus schwierigkeiten rauszuhalten.

samstag in der stadt ist gefährlich. das aktiviert irgendwie meine mudschaheddin-gene und ich denke dann, dass uns ein wenig weltuntergang mit göttlichen zorn und feuer und so gar nicht so schlecht tun würde…

grund zur aggression: tussen mit riesenbrillen

hurst, kunst, onanie & dada

Veröffentlicht: September 19, 2008 in böse, bildung, kultur, medien, reda, stil, zürich
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einer der grössten künstler, den ich kenne, ist damien hurst. er hat die kunst, aus scheisse gold zu machen, vollendet. ihr wisst, künstler gehen mir sowieso auf den sack. leute, die denken, was sie denken sei irgendwie wichtig. kunst ohne die geringste ironie.

künstler sind in den meisten fällen egomane narzisten die sich von elitären exzentrikern aushalten lassen. klar gibt es kunst, die die leute wirklich erreicht. im zeitalter der freien information (web) kann sich jeder alles herunterladen. der geldwert der kunst sinkt mit der verfügbarkeit, wie bei allem.

nun kommen mir die weichgespülten schöngeister und erzählen mir, kunst schaffe kultur. nein, ihr deppen, arbeit schafft kultur, verantwortung schafft kultur. kunst schafft einzig und allein dann kultur, wenn sie es schafft, der gesellschaft einen spiegel vorzuhalten.

so ist der verkauf der stadt an promis (cabaret voltaire) eine vorausgehende satire auf das was die letzten tage in london geschehen ist.

nicht alle künstler sind idioten. aber die künstler, die ich kenne, halten sich selber meist für so ungeheuer wichtig, dass man ihnen ihre machwerke um den kopf hauen möchte.

ich darf das sagen, war ich doch selbst mal einer von denen….

bei meinem letzten essay zum thema bekam ich wütende briefe, dass kunst nicht elitär sei, sondern hunderte von menschen erreiche. nein, schrieb ich zurück, WERBUNG ereicht die massen, kunst interessiert nur eine kleine elite, die ncht fernsehen mag.

die kunstszene ist wohl in erster linie selbstbefriedigung, die starren strukturen, die künstlichen  hypes, all das dient wohl den egos und den geldbeuteln. kunst ist industrialisierte onanie…

ich hab heute einen blick auf ein mail von einem vertreter der musikindustrie gelesen, wo er sich drin drüber beschwert, dass blogs auf seiten verlinken, die gratis musikdownloads anbieten. in der schweiz durchaus legal. er meinte, wir nehmen den künstlern geld weg. erstens nehmen wir, wenn schon, den musikmultis geld weg, und zweitens könne madonna und die stones gut was von ihrem reichtum an ärmere künstler abgeben. wenn die industrie nicht mit der zeit schritthalten kann, ist das nicht das problem der musikkonsumenten…

slug is bäck

Veröffentlicht: September 19, 2008 in kultur, medien, reda, zürich

nach androhung von prügel, selbstmorden und amokläufen ist slug wieder online!

danke beni!