kapitalismus futsch, towaritsch?

Veröffentlicht: November 19, 2008 in bildung, kultur, medien, Politik, reda, stil
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20 jahre nach dem untergang der sowjetunion geht der kapitalismus bachab. nein, natürlich nicht. es ist nur so, dass staatsgarantien und anleihen die schwer geschlagene wirtschaft stützen müssen (opel). 

der kapitalismus ist in einer glaubenskrise. und das ist schlimm, denn geld ist per definition magie. ein virtueller wert, der nur durch glaube und vorstellungskraft etwas in der physikalischen welt bewirkt.

eine hunderter note hat einen physikalischen wert von etwa 0.02 franken (papier, farbe, arbeit) und trotzdem die kaufkraft von 100 franken. und das nur, weil wir dran glauben.

nun, da geld eigentlich nur noch virtuell stattfindet, nur noch binäre abläufe auf bankenrechner, ist es schwerer daran zu glauben. gerade, wenn diese virtuellen werte milliardenweise einfach verschwinden.

wer ist da gefragt?

natürlich die schamanen der medien.

weisse magie: „der markt reguliert sich selbst, es gab immer schwankungen in der weltwirtschaft.“

schwarze magie: „alles geht den bach runter, geld ist nichts mehr wert. wir werden alle verhungern (die einen früher, die anderen später :))

 

na, leute, mir kommt da nur der zauberlehrling in den sinn:

„die (markt)kräfte, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los:

walle, walle, manche strecke

das zum zwecke

gelder fliessen

und in rauhen grossen mengen

in die taschen sich ergiessen!

Weiche nun, oh marktwirtschaft

auf dass der staat nun ordnung schafft!

 

oder so… 🙂

Kommentare
  1. Wirbel sagt:

    auf den punkt gebracht!!!

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