Archiv für Dezember, 2008

Schweiz wird europäischer?

Veröffentlicht: Dezember 9, 2008 in kultur, medien, Politik, reda, stil, zürich
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Eine Studie meint, dass die Schweiz immer europäischer wird, wie die tagesschau berichtet.

In allen Statistiken liegt die Schweiz im europäischen Mittel. Und die Zahlen rücken immer näher zusammen.

Täusch ich mich? Für mich heisst das, dass Europa immer schweizerischer wird….

deutsche & deutsche

Veröffentlicht: Dezember 9, 2008 in böse, bildung, geschichten, kultur, leben, medien, Politik, stil, zürich

im cafe, am montag:

p.: nun wird mir aber wirklich zuviel. sogar am kiosk, wo ich bisher immer in gebrochenem deutsch bedient wurde, hat mich eine hessin in breitestem hessen-dialekt bedient.

n.: ja, ich kenns. bei uns im treppenhaus hörst du auch kein „schwizertütsch“ mehr. und jeden monat 1000 deutsche mehr.

ich: mir macht das nichts aus. wenn jemand mit dem wagen hält und mich die strasse überqueren lässt, ists bestimmt ein deutscher, wenn mich jemand in der warteschlange vorlässt: ein deutscher. knopfdrücken, damit ichs aufs tram schaffe: deutscher. überhaupt, wenn jemand in der stadt freundlich ist, ists meist ein deutscher

p.: naja, mag ja stimmen, aber langsam sinds einfach zuviele!

n.: ja, die machen den eh schon schlechten ruf der deutschen nur noch schlimmer. vor allem die aus dem osten!

…….

p. ist hamburger, seit zwei jahren in zürich. n. kommt aus dem süddeutschen raum und ist jetzt knapp ein jahr hier

litterarisches manifest

Veröffentlicht: Dezember 9, 2008 in bildung, klugscheiss, kultur, medien, Politik, reda, stil, zürich

§ 1. rechtschreibung is für weicheier. solange der inhalt rüberkommt is okee

§2. grammatik is n stilmittel und kein fessel

§3. sprache wächst und entwickelt sich, also ist der duden bereits veraltet, bevor er gedruckt wird

§4. worte sind ein inadäquater versuch, gedanken auszudrücken und sollten deshalb nie überbewertet werden

§5. sprachen sind fliessend und nicht abgegrenzt, geddit?

§6. sprachpuristen sind teufelskräfte

§7. gesprochener text hat immer mehr gewicht als geschriebener

§8. worte sind frei, ihre aneinanderreihung unterliegt keiner gesetzgebung

§9. das wort ist kein schwert, sondern eher  so ne art taschenmesser

§10. ironie in wort und text ist ein ausdruck für zivilisation. ideologie in wort und text ist ein ausdruck für barbarei


ha, ich hab endlich das neue wordpress und die umfrage-funktion gefunden. machen wir gleich mal einen test:

mal schauen, wie ich abschneide

Mörgeli Mitleidseffekt

Veröffentlicht: Dezember 9, 2008 in bildung, klugscheiss, kultur, medien, Politik, stil, terror, zürich

Zuerst einmal alle herzlichen und ernstgemeinten genesungswünsche an herrn mörgeli.

leider hat der Mörgeli-Unfall auch politische Konsequenzen. Auch wenn nicht unbedingt bewusst, jetzt hat die SVP einen mitleidsbonus. es ist etwa so, wie wenn man einer sonst schon geschlagenen familie nicht auch noch die kinder wegnehmen mag.

die CVP wird Ueli Maurer in den Bundesrat wählen. Die fünfeinhalb CVPler, die noch schwankten, werden jetzt opfer ihres mitgefühls.

so kanns gehen.

aber ich vertraue in unsere demokratie. Ueli wird jetzt seine Chance kriegen. wenn er seinen job scheisse macht, fliegt er raus, wie schon der alte SVP-sack Blocher vor ihm.

demokratie ist voll krass, mann ey

endlessstory

Veröffentlicht: Dezember 9, 2008 in bildung, geschichten, kultur, medien, sinn, stil, Uncategorized, zürich

von skriptum hab ich diese endlos-geschichte bekommen und nehme mir kurz zeit, sie in eine neue richtung zu lenken.

Lina schaute Chris an. Dann schaute sie sich in der Wohnung um. Auf dem Tisch lag das Bündel mit den Knorzwurzeln, verpackt in zerknittertes Seidenpapier. Sie fühlte sich ausgelaugt. Ihre Gefühle, idiotische Männer, das Wetter, alles zehrte an ihrer Energie. Sie schwieg, machte ein paar Schritte zum Fenster und drückte ihre Stirn ans kalte Glas. Ihr Atem blies Fahnen auf die Scheibe.

Sie öffnete das Fenster, wollte Luft, wollte atmen. Mit dem Verkehrslärm kam ganz fein der Duft von Zimt und Vanille aus einer der anderen Wohnungen. Das war zuviel. Zimt und Vanille, das war Kindheit, Unbeschwertheit. Das war Glück pur.

Etwas zerbrach tief in ihr wie eine kleine Riechsalzflasche. Und langsam breitete sich Klarheit in ihrem Kopf und in ihrem Herzen aus. Sie hatte genug. Sie mochte nicht mehr Opfer ihrer Gefühle und den Launen der Anderen sein. Sie drehte sich um, lächelte dem immer noch schweigenden Chris zu. Dann nahm sie die Wurzeln, schmiss sie aus dem Fenster.

Zwei Schritte zur Tür, dort griff sie sich ein Fünfer-Eisen aus Chris überaus spiessigen Golftasche und betrachtete zufrieden das Funkeln auf dem verchromten Schläger.

 

wies weitergeht lest ihr bei ray falki, hoff ich doch.. 🙂

Schwul & links

Veröffentlicht: Dezember 8, 2008 in bildung, kultur, medien, Politik, reda, stil, zürich
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…der Brunner Toni meinte gestern bei Giacobbo/Müller, „beim schweizer fernsehen seien alle schwul und links.
das ist ja nett vom toni, aber zuviel der ehre.

auch beim SF arbeiten engstirnige, verklemmte idioten, nicht nur weltoffene intelligente menschen…


naja, wenn ich meinen facebook-freundeskreis durchgehe, sind da jede menge künstler, kritiker, barbesitzer, eventmanager, autoren und andere leute, die sich für kreativ halten, eine message haben oder einfach nur als kuul gelten, weil sie halt so sind, wie sie sind.

aber ich schwöör, ich muss das beruflich machen. ich gehör da nicht dazu.

früher hätte ich den rechten arm meines besten freundes dafür gegeben, an alle diese kuulen events eingeladen zu werden. ihr wisst schon, nur wer auf der gästeliste ist kommt rein. jetzt, wo ich an jede hundsverlochete eingeladen bin, bleib ich lieber bei meinem TV, da finden oft gescheitere gespräche statt. sogar auf RTL II…

nun ja, es gibt leute, die mich für ungeheuer arrogant halten, weil ich die meisten künstler für unerträglich halte und die werke der meisten irrelevant (ausser für deren ego und das ihrer groupies). aber echt, in berlin und zürich wird doch schon seit den achzigern dieselbe art von kunst als ungeheuer innovativ verkauft, und in london versteinert die szene.

macht lieber was sinnvolles…

natürlich gibts auch ausnahmen.

ach ja, und der schärme und s kaufleuten sucken big time 😛

wo bleibt die depression?

Veröffentlicht: Dezember 7, 2008 in erlebnisse, geschichten, klugscheiss, leben, reda, reise, stil, zürich
Schlagwörter:,

normalerweise bin in dieser jahreszeit schon ziemlich depremiert. und auch dieses jahr zeigten sich bereits einige ansätze. aber so richtig depressiv werde ich nicht.

und, wie’s meiner persönlichkeit entspricht, misstraue ich allem, was besser läuft als erwartet. ich schleiche durchs haus und schnüffle in meinem befinden nach eindeutigen anzeichen einer depression. nur, sobald ich meinen kaffee trinke, meine zigi rauche und ein guetzli esse, vergesse ich, dass ich eigentlich scheisse drauf sein sollte.

ich würde gerne jammern, aber dann fällt mir einfach nichts ein, worüber ich greinen könnte.

naja, dann wollen wir mal hoffen, dass es die nächsten drei wochen grau bleibt und durchregnet. sonst weiss ich dann gar nicht, wie ich voller hoffnung ins neue jahr starten soll. was soll man sich den wünschen, wenns einem schon gut geht?

brief an vanessa II

Veröffentlicht: Dezember 6, 2008 in reda

liebe vanessa,
deine kommentare sind gesperrt. erstens warst du feige, weil anonym  (mit fuckyou.ch adresse , wie originell. ich stehe wenigstens mit meinem namen zu meiner meinung) und zweitens hast du nicht einen eigenen gedanken formuliert. wenn du deinen eigenen kopf gebrauchst und nicht einfach vereinfachtes gebrabbel deiner führer nachplapperst, sind deine kommentare hier auch wieder willkommen.

ich habe einen zitatvergleich deiner kommentare durchgeführt und nicht einer deiner sätze stammt von dir. alles wurde bereits in veröffentlichten reden von Mörgeli/Blocher/Maurer vorgekaut. teils wort für wort.

weisst du, was das schlimmste ist? ich glaube, dir war nicht mal bewusst, dass deine sätze nicht von dir stammen.

du kannst ja einen eigenen blog eröffnen und dort weiter deine meinung kund tun. wenn den denn jemand liest.

während deine vorbilder die demokratie vergiften und hass säen, kümmern wir uns weiter um einen menschlichen und vernünftigen umgang mit unseren mitmenschen.

damit ist das thema vanessa in meinem blog erledigt.

gute besserung
re