politik, geduld & corine mauch

Veröffentlicht: Januar 13, 2009 in bildung, klugscheiss, kultur, leben, medien, Politik, reda, sinn, terror, wahlen, zürich

Heute lag wiedermal ein abstimmungscouvert in meinem briefkasten und erinnerte mich an meine politische entwicklung und meine gesellschaftliche verantwortung.

Als ich juenger war, dachte ich, die welt liesse sich schnell und nachhaltig veraendern. Mit pflastersteinen und molotow-cocktails. Natuerlich erreichten wir etwas. Aber nicht aus politischen gruenden, sondern aus wirtschaftlichen. Es war fuer stadt einfach zu teuer, die innenstadt jedes mal wieder aufzuraeumen, nachdem wir sie in schutt und asche gelegt hatten. Nachhaltig? Nein. Meine genossen von damals sind heute genau die leute, denen wir frueher die autos angezuendet hatten.

Ich glaube noch immer nicht an politik, aber ich glaube an historische prozesse. Langsam wird die welt besser.

Jetzt hoer ich schon die ewigen opfer jammern: nichts wird besser! die ganzen rechtsextremen, die neue armut, die vielen kriege und all der rest! Verglichen mit dem zustand unserer welt vor 60 jahren, vor 90 jahren oder vor 120 jahren, gehts uns eindeutig um einiges besser…

Es braucht zwei bis drei generationen, um eine gesellschaft nachhaltig zu veraendern. Erst wenn einstmals neue ideen wie humanitaet und soziale gerechtigkeit zum drittenmal von den eltern an die kinder weitergegeben werden, wachsen sie zu tief verwurzelten werten. Vor 75 jahren war krieg in europa fuer die meisten noch eine heroische sache, jetzt plaedieren nur noch hilflose idioten fuer gewaltloesungen.

Also geb ich mein radikales gedankengut, meinen sinn fuer naechstenliebe und meine verueckten ideen an meine nichte und mein patenkind weiter und hoffe, dass ein wenig davon ihre kinder erreicht…

Bis dahin geh ich an die urne und waehle corine mauch 🙂

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Kommentare
  1. hebamme sagt:

    Die Welt ist so wie sie ist – Ups & Downs eben 😉
    Was die einen für besser halten, halten die anderen für schlechter und umgekehrt. Die Welt wird nie etwas anderes sein als sie ist. Die Natur kennt auch keine Gnade und wenn man Realist bleiben möchte, dann muss man eben diesen intelligenten Ausgleich suchen. Und das ist das schwerste – die Mitte zu finden.

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