Archiv für Januar, 2009

idioten am steuer

Veröffentlicht: Januar 24, 2009 in böse, erlebnisse, geschichten, leben, reda, reise, stil, terror
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beim unfall selber hab ich nicht zugeschaut, aber ein anwesender thai schon.  er hat mir spaeter erzaehl, dass der depp mit zu hoher geschwindigkeit auf der rechten spur gefahren ist, dann einem motorrad ausweichen wollte. er hat das steuer so hart rumgerissen, dass er den elchtest nicht bestanden hat und sich mit dem wagen einmal ueberschlug und auf dem dach stehenblieb.  dem motorradfaherer ist, ausser einem schock, zum glueck nichts passiert.

als ich ankam, versuchte der thai gerade, den idioten aus dem wagen zu ziehen.  gemeinsam halfen wir dem kerl auf die beine. ein deutscher, und auch er stand unter schock. ohne ueberrollbuegel haette er jetzt keinen ort mehr, wo er sich bier reinschuetten koennte. wenigstens war er angeschnallt.

ich hab ihn aufgeladen und ihn mit ins dorf genommen. unterwegs hab ich mir ueberlegt, ob ich ihn bei der polizei, beim metzger (arzt) oder im hotel abgeben soll. am liebsten haette ich ihm seinen SUV um den hals gebunden und ihn von der naechsten klippe geworfen.  idioten wie er sorgen auf der insel jedes jahr fuer tote. zu hause fahren sie nicht, oder aber sie fahren einen mini, aber sobald sie im urlaub sind, sind sie die grossen rambos. mir ist egal, wenn er sich eine macho-superpeniskarre mietet, aber er sollte sich ueber die strassenverhaeltnisse, ueber verkehrsregeln (in thailand ist linksverkehr!) und ueber sein eigenes koennen im klaren sein, der depp.

ich lieferte ihn dann bei der polizei ab und machte mich unter seinem dankesgefasel aus dem staub. ich will nichts mit der thailaenfischen polizei auf ko phangan zu tun haben. fuer ihn erschien mir das eine kleine strafe. es wird ihn viiiiiiel geld kosten 🙂

der wagen, jetzt gesichtertund wieder auf den raedern. auf dem rueckweg aufgenommen, da es mir ein wenig taktlos erschien, den kerl schreiend in seiner karre abzulichten…..

redder1

maenner und gespraeche

Veröffentlicht: Januar 23, 2009 in erlebnisse, gender, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, reda, reise, sinn, stil
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eigentlich sind alle maenner noch immer in der pubertaet. jeder will die bessere und spannendere geschichte erzaehlen. heute hatte ich das grosse glueck, bei einer runde mit dabei zu sein, bei der maenner ihre abenteuer austauschten.

ein englischer traveler hat den reigen mit einer abenteuerlichen geschichte ueber bangkok und trickdiebe begonnen. dann kam der oestreicher mit seiner geschichte uber schlafdrogen , mit denen prostituierte ihre brustwarzen einreiben um touristen auszunehmen.

weiter machte der amerikaner, der uns erzaehlte, wie er in manila einem raeuber zum opfer fiel. der deutsche hatte auch noch eine wahnsinnig gefaehrliche geschichte mit abgerichteten hunden zu erzaehlen.

irgendwann fiel es auf, dass ich nur zuhoerte und niemanden uebrtrumpfen will. einer fragte dann nach, ob mit auf meinen reisen nie was passiert sei. ich antwortete, dass ich mal in zuerich ueberfallen wurde. auf dem nachhauseweg von einer geburtstagsparty. drei jugendliche mit taschenmessern wollten mich ausrauben. ich hatte aber bis auf mein t-shit und eine schale tiramisu (sehr feines) nichts dabei. sie gaben sich schliesslich mit dem dessert zufrieden und stellten mir die leere schale sogar noch in den hauseingang.

ich hatte den unausgesprochenen wettbewerb haushoch gewonnen.

natuerlich ist es fuer einen geltungssuechtigen grosschwaetzer wie mich schwierig, in solchen situaionen nicht alle meine alten badboy-stories zu erzaehlen. aber manchmal ist ein wenig understatement besser als grosse toene.

wir sind alles kinder 🙂


da ich mich nun schon mal mit dem hippie-virus angesteckt habe, dachte ich, ich geb gleich vollgas.

in einer kleinen kneipe an unserem strand ist tag und nacht der alte, weise thai Tam anzutreffen. zu seinen fuessen sitzen europaeische suchende mit namen wie „moon baer“, „shiva“, „jambalala“ oder „heinz“. sie streichen ihre batik-klamotten glatt, summen shanti om und lauschen den worten tams.

ich setzte mich dazu und lauschte mit. Tam hob den verwaesserten blick und fixierte mich. dann sagte er mit seiner rauhen stimme:

„trink kein wasser vor einer langen busfahrt.“

darueber musste ich erst mal meditieren. nach sechs stunden hab ichs rausgefunden: „jede handlung hat konsequenzen. wenn du wasser trinkst, sei gewahr, dass due es auch wieder hergeben musst.“ boaaah, ich war geplaettet!

ich ging am naechsten abend zurueck zum weisen tam.

wieder setzte ich mich zu seiner gemeinde und lauschte.

wieder fixierte er mich. dann sagte er in seiner rauhen stimme:

„kauf mir ein bier!“

ich wollte mich schon hinsetzen und darueber meditieren, als er leicht quengelig nochmals meinte:

„kauf mir ein BIER!“

also stand ich auf und holte dem weisen tam ein bier.

ich streckte ihm die kalte flasche hin und er nahm sie.

er betrachtete die flasche und nahm dann einen langen schluck.

dann schaute er mir tief und lange in die augen, bevor er sich auf meine schuhe uebergab.

ich bin sicher, dass die lektion dieses abends war:

„selbst bei deinen guten taten hast du keine kontrolle ueber die folgen. nur das schicksal entscheidet, ob aus einer guten tat gutes resultiert.“

jedenfalls glaube ich, dass er mir das vermitteln wollte. ich freue mich schrecklich auf die naechsten lektionen!!!!!


kaum 24 stunden auf der insel und schon hab ich mir den hippie-virus eingefangen.

bemerkt hab ich es, als ich mir heute ein strandtuch erstand und danach feststellen musste, dass ich mit einem batik-tuch mit „om“-druck aus dem laden kam. aber anzeichen fuer die seuche hat es schon frueher gegeben:

ich hab bei alten bob marley-klassikern versonnen mitgesummt. und ich hab mich dabei erwischt, wie ich Jack Johnson „gar nicht so uebel “ fand.

es ist vorbei. hoffnungslos! ich werde mit dreadlocks nach hause kommen, meine beine in thai-pluderhosen gewickelt und ich werde mich makrobiotisch, vegan oder nur noch von raeucherstaebchen ernaehren.

bitte erschiesst mich am flughafen!!!!!!

maedchen erschrecken

Veröffentlicht: Januar 21, 2009 in böse, erlebnisse, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, reda, reise, stil
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ok, eine weitere nacht unterwegs mit dem aeltesten bus, in dem ich je gefahren bin und dann noch 6 stunden boot von chumporn (das ist eine stadt) aus.

das meer und die wueste haben den gleichen effekt bei mir. saemtlicher innerer druck laesst ploetzlich nach, wenn ich in die gleichmaessige ferne schaue.

ich war also ziemlich muede und innerlich gefestigt, als ich mit zwei griiten ins gespraech kam, die erstens unhemlich laut und zweitens unheimlich doof waren.

sie fragten, ob ich den schonmal auf phangan gewesen bin.

natuerlich, sage ich

sie fragen, an welchen strand ich denn gehe

ich sage:

ganz oben im norden. wegen der tiere. man kann da unheimlich gut schlangen beobachten und fotografieren. die sind da so haeufig wegen der ratten, die sie da jagen koennen. das ist das echte schlangenparadies. aber schade seis schon, denn die ratten haetten eigentlich immer die kakerlaken ferngehalten oder gefressen.

ich werde die aufdringlichen stimmen der beiden wohl nicht an meinem strand hoeren, denke ich….

🙂

bangkok

Veröffentlicht: Januar 20, 2009 in geschichten, klugscheiss, kultur, leben, reda, reise, sinn, stil

nach ueber 15 stunden reise angekommen. naja, wenisgtens auf dem ersten zwischenstopp

nach bangkok kommen ist fuer mich immer ein wenig, wie nach hause kommen. die ersten paar stunden sind immer wieder aufregend, dann errinert man sich an die dinge, wege der man weggegangen ist.

bangkok ist eine grosse geldmaschine. und nicht nur rund um die chao san road. alle sind beschaeftigt, geld zu machen. nicht schnelles geld, langsames geld. die menschen nehmen sich zeit, sie warten an strassenecken und bleiben wach, warten auf den fang. ich denke, red bull hat hier die hoechtse absatzrate, da die leute immer dieses zeug in sich reinschuetten.

am flughafen angekommmen, hab ich mir meine erste tuktuk-fahrt geleistet. richtig da ist man erst, wenn einem der bangkok-geruch im gaumen klebt. eine mischung aus abgas, verbranntem plastik, essen und menschen. es hat unheimlich viele menschen. und selbst wenn der einzelne eigentlich meistziemlich entspant ist, in der masse wirkt die blosse anwesenheit so vieler leute wie ein ameisenhaufen. meine schwester hasst bangkok, ich finde es ganz ok. eine richtige grosstadt eben. da kann london einpacken. armut und reichtum, ochsen und hightech, huetten und hochhaeuser, alles ist her so unmittelbar nebeneinander. naja, eigentlich uebereinander. bangkok ist horizotal aufgeteilt, wenisgtens was den wohnraum anbelangt. die reichen thai, oder noch mehr, die reichen chinesen leben in ihren appartments ab dem 8 stockwerk. darunter der mittelstand und auf ebener erde das proletariat.

aber bangkok scheint sich beruhigt zu haben, seit dem gelben aufstand. nirgends mehr sind spuren der unruhen zu sehen, die polizisten lachen mit den passanten und die militaerrs lassen sich in den tmpen segnen….

bald mehr

auf halber strecke

Veröffentlicht: Januar 19, 2009 in reda, reise

Es ist sechs uhr morgens hier in doha. Doha liegt auf der halbinsel qatar und scheint uibheimlich reich. Reich genug, dass sie den reisenden gratis-internetzugang ermoeglichen.

Zudem gibts italienischen espresso und ich kann in schweizer franken zahlen. Und die raucjergetthos sind hier auch nicht so uebel. Voll zivilisiert, das land….

bye bye

Veröffentlicht: Januar 18, 2009 in geschichten, leben, reda, reise, zürich

es ist gepackt, in einer stunde bin ich am flughafen. dann noch etwa 2 tage reise, bis ich an meinem kleinen strand bin. aber ich werde von unterwegs bloggen 🙂

bye bye


gerade rechtzeitig sind meine bei einer japanischen Hightech-firma bestellten AHK-granaten eingetroffen. sie sind die krönung der modernen urlaubswaffen-technik. hier ein ausschnitt aus dem manual:

 

– AHK-Granate/Kaliber 10

Anti-Hippie-Kacke-Granaten K10 löschen im Umkreis von 120 Metern jeden Tonträger mit Songs von Jack Johnson oder James Blunt. Auch schlechte oder zuviel gespielte Rock-Stücke aus den 60ern und 70ern können in Mitleidenschaft gezogen werden. Reggae-Klassiker sind ab einer Distanz von 70 Metern zum Zentrum immun. Als Collateral-Effekt der AHK-Granate K10 ist ein vollständiges Ausbleichen sämtlicher Batik-Stoffe und Bob Marley T-Shirts. Die AHK K10 kann sowohl in geschlossenen Räumen wie auch im Freien eingesetzt werden

– AHK-Granate / Kaliber 12

Anti-Hippie-Kacke-Granaten K12 verfügen über dieselben Eigenschaften wie das ältere Modell K10. Zusätzlich löschen sie sämtliche mit esoterischem Bullshit oder spirituellem Dünnpfiff infizierte Gehirne im Umkreis von 50 Metern. Bei schwer Infizierten kann ein Total-Resetting auf die elementaren Fragen  „Wer bin ich?“ und „Was tu ich hier?“ stattfinden. Die AHK K12 verletzt weder die Genfer Konventionen, noch verstösst sie gegen Menschlichkeit. Die AHK K12 wurde von tibetischen Mönchen in Zusammenarbeit mit Jesuiten und Zen-Meistern entwickelt, um nachhaltig gegen virtuelle Pseudo-Spiritualität verkiffter Asienreisender vorzugehen.

so, nun bin ich gewappnet für meinen urlaub auf koh phangan…


heute hatte ich mal arbeit nach meinem geschmack

langsam kann ich keinen unterschied mehr zwischen meinem blog und meiner zürich-seite erkennen 🙂

trammauch

 

ach ja, und dann noch dies 🙂

blogs