warum ich boulevard mache

Veröffentlicht: Mai 15, 2009 in bildung, erlebnisse, familie, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, medien, reda, reise, Satire, sinn, stil, zürich

na, weils mir in den genen liegt. würde ich im land meiner ahnen leben, sässe ich mit heissem minztee an einem feuer und würde dorfbewohner mit wilden geschichten von meinen reisen und aus aller welt ängstigen…

mindestens drei meiner vorfahren waren professionelle geschichtenerzähler: mohammed, mohammed und natürlich uronkel mohammed.

die geschichtenerzähler auf dem grossen platz al fna in marrakesch verdienen zwar nicht soviel wie ich hier, machen aber eigentlich dasselbe. sie nehmen eine begebenheiten auf, spitzen sie zu, fügen etwas blut und etwas drama hinzu, bis das publikum wirklich gebannt ist. die leute wollen nicht wissen, was da draussen geschieht, sie wollen stoff für ihre fantasie!

darum mach ich boulevard. weil ich nicht anders kann.

„Al Reda ben Blick ibn Abend“
storyteller

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Kommentare
  1. stefan01 sagt:

    Ich denke das die Menschen schon genug Blut und Drama haben. Warum nicht einmal die Geschichte unseres Erlösers erzählen?
    Gesegnete Grüße
    Stefan

  2. redder sagt:

    @stefan: du meinst die geschichte eines mannes, der sich gegen die obrikeit stellte, einen tempel verwuestete, wunder wirkte, dann vom engen freund verraten wurde, um gefoltert und gekreuzigt zu werden? Ne, das ist eher was fuer die Bildzeitung. Wir machen nicht so brutale geschichten…

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