bitcht übers xenix

Veröffentlicht: Juni 14, 2009 in böse, bildung, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, reda, Satire, sinn, stil, terror, zürich
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ich war jetzt zwei abende hintereinander im xenix. und ich hab da nichts mehr verloren.

die kleinen, die denken, es sei das erste mal, dass jemand auf die idee kommt, sich ein kleid aus mamas 70er vorhängen zu nähen, sind süss. genauso die pärchen, die eigentlich nur zusammen sind, weil ihre kreativen projekte so gut zusammenpassen:

„weisch, min fründ isch drehbuech-autor. nei, verchauft het er no nüüt, aber er isch huere guet“

oder

„weisch, mini fründin produziert uuu independent sound. nei, verchauft hätt sie no nüüt, die sind viiel z independent“)

was ich aber ein wenig lächerlich finde, sind die „ewigen“. die zehn xenixer, die schon da rumhingen, als meine ältere schwester noch im kindergarten war. die szene-groupies an sich binden, indem sie die „grossen geschichten von damals, als das kanzlei auch noch dazugehörte“ erzählen. leute, die ihre EIGENEN 70er-jahre-vorhänge zu kleidern verwurstelt haben. leute, die schon seit zwanzig jahren jeden kennen, der mal eine galerie aufmachen wollte, oder der gute kontakte nach berlin (BERLIN!) hatte.

die leute, die halt immer noch unbedingt dazugehören wollen. naja, einige würden behaupten, die menschen bleiben sich treu. ICH würde behaupten, diese menschen haben schwierigkeiten, sich weiterzuentwickeln.

es gibt noch einen ort, wo man den stillstand in zeitlupe beobachten kann: in der züribar. die züribar ist ein lebendes museum für die alt-80er. „jaja, damals als das Pigalle noch wirklich ne bar war!“

ich muss mich ja auch immer in acht nehmen, nicht in meine „wohlgroth-nostalgie“ zu verfallen, aber ich geb mir mühe und hab das übel erkannt.

wir können die zeit nicht festhalten, auch nicht, wenn wir in grausligen siebzigerjahre-klamotten an den orten verweilen, die uns früher glanz verliehen….

ganz selber aufgenommen vor ort und in echt:
xenix

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Kommentare
  1. Ich hatte mal ein Date in Zürich. Am Ende landeten wir genau dort. Ich wusste aber zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es das Ende des Dates sein würde. Dann kam plötzlich seine Schwester. Ich hatte da immer noch die Hoffnung, dass es das Ende sein würde. Kurz vor seiner Wohnung fragte die Schwester, ob ich sie heimfahren kann, sie wohne auf dem Weg zur Autobahn. Jetzt wusste auch ich, dass der Abend zu Ende war.

    Aus uns wurde dann doch noch ein Paar. Nur diese Bar ist mir seither suspekt.

  2. da fehlt ein NICHT irgendwo. Aber Du verstehst mich sicher.

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