Archiv für Juni, 2009


eine freundin von mir beschwerte sich letzthin über die wirkung der pille.

sie: „die sch***-pille verschiebt meinen ganzen zyklus“

ich: „wieso nimmst du die pille? stäbchen? hormon-ring?“

sie: „das zeug wär schon gut, wenn ichs immer brauchen würde…“

ich: „?“

sie: „ich brauchs nur für die drei wochen urlaub…“

nein, sie geht weder nach jamaika noch nach lateinamerika. sie geht in die staaten. keine ahnung, welche vorstellungen sie von amerikanischen männern hat.

und ich hab sie auch nicht gefragt, was genau sie denn in ihren ferien vorhat…….

das ende einer legende

Veröffentlicht: Juni 26, 2009 in böse, bildung, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, musik, reda, Satire
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ich hatte ja immer ein wenig mitleid mit ihm, und allen die mit ihm zu tun hatten. aber als pop-artist war er eine weile lang wirklich der beste. er starb einen guten rocknroll-tod: ab der bühne in die überdosis medikamente. nein, es war kein nasenspray….


auf dem bäcki-spielplatz.

ein kleiner mini-rasta spielt friedlich im sand. ihr wisst schon, so ein süsser kleiner fratz, braune haut, dreadlocks. zwei etwas fettliche ältere knaben kommen hinzu und schupsen ihn, treten auf sein sandkunstwerk und pöbeln ihn an.

der kleine steht auf, schaut zu dem grösseren der beiden hoch. er schliesst ein auge und zieht ihm seine hölzerne (!) spielzeugschaufel über den schädel. mit voller wucht. der getroffene junge rennt schreiend zur mama, der zweite verzieht sich kleinlaut. das haben sie nun von der antiautoritären erziehung ihrer szeni-eltern. der sven und der max.

eigentlich ne ganz normale spielplatz-aktion.

wär nicht das fiese grinsen des kleinen naughty dread gewesen. wie jack sparrow, nur böser…. 🙂

i and i hauen dir auf die fresse, maan
Rasta-Baby-Grossformatposter-Kleine


gestern am abend im tram. zwei jugendliche testosteronbeutel geraten aneinander.

hätte wahrscheinlich böse geendet, wenn da nicht die beiden äusserst knapp bekleideten tussis gewesen wären.

gorilla 1:  „grunz.. weisch. grunz trommel grunz! du wixer!“

gorilla 2: „grunz wotsch eis id fressi?! du bisch im fall voll *****. grunz“

beide teenage mutant gorillas sind in begleitung je eines mutant teenage gorilla-girls.

beide girls beginnen zu gurren (wirklich!), ihre hände an ihre gorillas zu legen und sich anzulehnen. die aufmerksamkeit der testosterongesättigten bubis schweift vom gegner ab und fokussiert sich auf ihre jeweilige begleiterin.

die eine führt ihren gorilla ein wenig weg. er wirft seinem herausforderer noch finstere blick zu, kann sich aber nicht darauf konzentrieren. die hände und die lippen seiner begleiterin brauchen seine ganze aufmerksamkeit.

das ganze lief völlig unbewusst ab. die beiden girls haben die jungs getrennt, ohne auch nur einen blick miteinander zu wechseln. als ob sie das eingeübt hätten.

„national geografic“-TV ist ein scheiss gegen die echte naturbeobachtungen in zürcher trams.

shake the desease

Veröffentlicht: Juni 25, 2009 in bildung, kultur, leben, liebe, musik, reda, sex, sinn, stil

nehmt die schwarzen mäntel wieder aus dem keller


bei ronorp und anderen stadtforen kommt immer wieder das thema der arroganten zürcherinnen auf. das ist doch voll schwachsinn. es ist nur so, dass die männer eben nicht den schlüssel zu den herzen der zürcherinnen haben. hier ein satz dietriche:

die züri-schickimicki-griite

die schickimicki-schnitte denkt, ein cartier-feuerzeug sei ein statussymbol und sie raucht extra dünne zigaretten. Sie ist zwischen 30 und 45, hat zwei kinder und muss ihre ganze arbeitskraft dafür aufwenden, die spuren ihrer schwangerschaften im gym in schach zu halten. den rest der zeit verbringt sie beim liften, fettabsaugen oder bei ihrem permanent makeuper. anzutreffen im terrasse und im totos. erkennungszeichen: tasche von Hermès

der schlüssel: eine werbeagentur, ein SUV, möglichst von BMW und als anmachspruch „kommst du zum heliskiing nach st moritz?“

die zürcher party-maus

die zürcher partymaus ist meistens mit riesen-pupillen im kaufleuten oder im st germain unterwegs. wenn du nicht carl heisst, behandelt sie dich mit fortgeschrittener arroganz. sie ist tänzerin/schauspielerin, kauft ihre spärlichen klamotten in london. sie tanzt wie in einer tittenbar, mags aber nicht, von irgendwem (dir) angeflirtet zu werden. sie stürzt sich mit vorliebe vor usgang.ch oder tillate.ch-fotografen. noch lieber als carl mag sie rockstars.

der schlüssel: ein sack voll koks oder pillen, BMW-cabrio und eine arroganz, die ihre eigene um gut zwei drittel übersteigt. anmachspruch: „ich bin carl und mein teil ist XXXXX cm lang“ oder „lets go to LA, babes“.

die chreis 4-szene-griite

sie ist im longstreet, im xenix oder in der bäcki anzutreffen. sie raucht american spirit oder parisienne. gekleidet meist in ein grossgemustertes irgendwas. natürlich war sie irgendwo in der dritten welt, nicht auf urlaub, sondern am reisen! und ganz bestimmt hat sie irgendein tattoo oder ein farbiges irgendwas zum umbinden oder anziehen von da mitgebracht. es gibt sie als solo-ausgabe oder als alleinerziehende.

der schlüssel: ein rennvelo oder ein damenfahrrad, ein sechs-tagebart, ein kreatives projekt und ein psychisches problem machen dich für diese griite attraktiv. anmachspruch: „chunnsch mit uf kambotscha, so streetwörk und kunscht“ oder “ i mim atelier hätts no e fläsche wiisse“

die zugewanderte

als zugewanderte zählen alle, die weniger als zwei jahre in der stadt leben oder nur hier arbeiten, aber im aargau wohnen. sie sind meist offen, symphatisch und ein wenig leicht zu schockieren. sie fühlen sich meist ein wenig gehemmt, wenn sie auf eine richtige züri-schnurre treffen, sind aber immer sehr liebenswert. bei den deutschen gelten nur die als zugewandert, die nicht die oberen drei kategorien täuschend echt imitieren können.

der schlüssel: ein freundlicher blick, ein nettes kompliment. vielleicht sogar ein kleines gespräch über alltägliches. ganz normales zeugs. anmachspruch: „hast du lust auf einen kaffee?“

so, damit kommt ihr weiter 😀

partygriiten:
gucken? ja. ficken? nein (ausser du heisst carl)
partygriiten

die zuckerberg-gruppe

Veröffentlicht: Juni 24, 2009 in bildung, erlebnisse, kultur, leben, musik, reda, Satire, stil
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die ersten anfänge des Rap: irgendwie süss


Es gibt menschen, der tragen den glauben an das gute wie einen undurchdringlichen schutzschild vor sich her. Auf dem nachhauseweg traf ich einen bekannten von frueher. Er war schon ziemlich beschickert, naja, das war er auch schon vor zehn jahren.

Ich weiss nicht genau, was er durch seinen alkoholschleier wahrgenommen hatm jedenfalls schien er mich erkannt zu haben.

„Hei redder! Ich hab doch immer gewusst, dasch ausch dir ein moench werde wird. Weischt du noch damals, die ganze zen-mediation!“

Ich hatte wirklich mal ein paar wochen zen-meditiert. Und mit meiner schwarzen stehkragen-jacke habe ich auch etwas priesterliches…

„Das du das durchziehst habsch immer gewusst. Warst damals schon immer so gelassen!“

Ich war damals meistens so dicht wie der sihldamm. Kunststueck wirkte ich ruhig.

Ich: aber ich bin kein moench, ich bin eigentlich das gegenteil.“

Er: „und bescheiden warst du auch schon immer!“

Ich konnte mich gegen soviel liebevolle und unverdiente anerkennung einfach nicht wehren. Er haette mir sowieso nicht geglaubt.

Aber irgendwie stimmt es mich trotzdem recht froehlich, dass jemand so gut von mir denkt.


heute mittag im tram. ein pärchen, beide verregnet, beide mit einer umhängetasche, sie mit kleinem schirm.

sie: Nimmst du den schirm?

er: nein, ich hab das iphone in der tasche.

sie: ja, ich auch, und meins ist neuer.

seufzend nimmt er den nassen schirm und steckt ihn zu seinem alten iphone.

das ist iphone darwinismus, das schwächere stirbt

evolutionär den vorgängern überlegen:

iphone-3g_black-white


redder, sagte mein früherer chefredaktor immer, die leser verstehen keine ironie.

ich bin noch heute anderer meinung. und die, die keine ironie verstehen, sind mir eigentlich egal.

ich denke, humor ist die einzige art, news-müde menschen noch zum lesen zu animieren. klar kann man sich nicht über die situation in teheran lustig machen. aber man kann sich darüber lustig machen, dass die demonstranten twittern können, da die regierung das handynetz nicht abschalten kann, ohne die geheimpolizei schachmatt zu setzen.

mir hängt der intellektualisierte besserwisserton der nzz zum hals raus. auch die empörte jammerstimme aus dem hause tages anzeiger ist nicht meins. nicht mal der megafon-ton des blicks kann mich wirklich überzeugen.

ich wünsche mir medien, die den weltengang in seiner absurdität demaskieren, die zusammenhänge aufzeigen, indem sie sie ad absurdum führen und nicht, in dem sie den anspruch auf objektivität und vollständigkeit erheben.

was ist den das überhaupt für eine objektivität? entweder sind es aufgekochte agenturmeldungen, bei denen man die quellen auch nicht eruieren kann, oder es sind einzelmeinungen irgendwelcher fachjournalisten, für die man pro meinung gleich ein dutzend anderer ansichten weiterer fachjournalisten bekommt. und selbst die ändern sich, wenn der journalist verkatert ist, oder grad frisch verliebt.

die fakten sind immer interpretationsbedürftig. und in den allermeisten fällen gingen die „fakten“ bereits durch hundert hände bis zum journalisten….

objektivität in den medien ist eine illusion. nicht nur, weil wir mit dem geschreibsel geld verdienen müssen, nein, auch weil journalisten tendenziös sind. auch wenn sie sich alle mühe geben, objektiv zu berichten.

naja, ich sollte wohl zu einem vernünftigen satiremagazin wechseln. aber leider gibts keins.

„humor ist eine waffe und ironie ein revolutionärer akt“ karl marx. oder wars groucho marx? ich weiss nicht mehr

communist party