Archiv für Februar, 2010


supersingle in schwierigkeiten.

weil er jeder das gefühl gibt, die einzige zu sein, kommt er in schwierigkeiten, wenn er sich in der öffentlichkeit mit einer neuen zeigt. zürich wird zu klein für seine spontanen dates.

ich hab mich schon vor ein paar jahren entschieden, offen zu kommunizieren. wenn mein gegenüber weiss, auf was es sich einlässt, hat es die freiheit, sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

ausserdem ist es ein ungeheurer stress, im kopf ständig die erzählten lügen abzugleichen und updates zwischenzuspeichern.

wer je einen abend mit zwei leuten verbrachte, denen er zuvor zum gleichen thema zwei verschiedene geschichten erzählt hat, weiss wovon ich spreche.

das heisst nicht, dass ich nicht lüge. jeder lügt. aber ich versuche, meistens bei der wahrheit zu bleiben.

da hat einen netten nebeneffekt: manchmal denke ich sogar nach, BEVOR ich irgendeinen scheiss mach, über den ich nachher lügen müsste. und manchmal tu ichs dann nicht.

oder ich überleg mir ein plausible wahre erklärung, wieso ich nicht anders konnte. so entsteht sowas wie moral.

ach übrigens, übertreiben zählt nicht als lüge.

ich mach mich bei neuen bekanntschaften immer viel schlechter als ich bin. dann sind sie positiv überrascht, wenn sie mich dann näher kennenlernen…

musik tot?

Veröffentlicht: Februar 19, 2010 in bildung, kultur, leben, musik, reda, soundblog, stil

heute noch einen kleinen nachschlag kitsch


höre und staune: der supersingle war nicht immer so erfolgreich bei den frauen.

da gabs diese tänzerin, die er immer rumkriegen wallte, als er noch in seinen frühen zwanzigern war.

sie liess ihn damals ihre drinks bezahlen, lachte ihn aus und liess ihn stehen.

jedes mal.

nun, zehn jahre später, supersingle ist inzwischen erfolgreich und gutaussehend, trifft er die frau wieder.

sie begegnen sich auf einer party. sie sieht noch immer umwerfend aus, sie ist scharf auf ihn.

sie bietet ihm an ihn nach hause zu fahren. sie kommt noch mit hoch auf einen drink.

ich hab sie nur mit hochgenommen, um sie eiskalt abblitzen zu lassen. das war ich meiner selbstachtung schuldig“, sagt der supersingle beim mittagskaffee zu mir.

ich: „Und?“

er: „sie war schon etwas angeheitert, und hat mit dem mantel auch gleich die schuhe abgelegt und sich auf mein bett gefläzt“

ich: „und du?“

er: „ich hab sie bei den schultern gepackt und richtung tür dirigiert!

ich: *ungeduldig fingertrippel*

er: „okeee, meine selbstachtung klebt jetzt irgendwo zwischen schlafzimmer und haustür auf dem sofa und ich krieg sie da ohne fleckenmittel nicht mehr weg…“

ich kenn doch meine pappenheimer….

„bei den schultern gepackt und….“

walkampf

Veröffentlicht: Februar 18, 2010 in bildung, kultur, leben, medien, Politik, reda, Satire, sinn, soundblog, stil, zürich

da der zürcher wahlkampf eine schnarchangelegenheit ist, misch ich einfach mal ein bisschen mit:

zu scharf rasiert

Veröffentlicht: Februar 17, 2010 in bildung, klugscheiss, kultur, leben, reda, sinn, stil, zürich

Heute ist einer dieser tage, an denen ich mich zu smart fuehle.

Mein hemd ist zu glatt gebuegelt, meine schuhe glaenzen zu stark, mein mantel zu elegant und mein kinn viel zu scharf rasiert.

Einer dieser tage, an denen ich aeusserlich zu adrett, zu glatt, zu manieriert bin.

Als ob ich einer von denen bin.

Dann wuensch ich mir manchmal den kompromislosen trash zurueck, der einmal mein leben ausmachte.

Nicht die drogen, nicht einmal das adrenalin.

Aber die konsequente „fickt-euch-doch-alle-ins-knie“-attituede.

Dafuer bin ich jetzt wohl zu alt und zu sozial.

Was bleibt, sind schmutzige kampfstiefel, meine alte lederjacke, eetwas rocknroll und ein paar stunden urlaub vom business as usual…


seit ich wieder ein produktives und mehr oder weniger nützliches mitglied unserer gesellschaft bin, hab ich manchmal meine mühe mit der verhältnismässigkeit meiner reaktionen.

das hat damit zu tun, dass ich keine angst vor der zukunft oder von etwelchen reaktionen hab und mir das verständnis für hirarchie total abgeht.

so kann es sein, dass ich in einer angespannten situation, wie sie in unserem betrieb gerade herrscht, mit kanonen auf spatzen schiesse, ich das messer meiner kritik ungeachtet der position meines gegenübers ansetze.

früher konnte mich ein fehler mein leben oder meine freiheit kosten, heute kann es mich meinen job kosten.

das beeindruckt mich emotional einfach nicht sonderlich.

das macht mich wohl zu einem schwierigen mitarbeiter.

irgendwie sind für mich die gesellschaftlichen konventionen immer noch sowas wie ein gesellschaftsspiel.

aber ehrlich, wieso soll ich jemanden für seine position respektieren und nicht wegen seiner person oder wenigstens wegen seiner leistung? macht doch keine sinn, nich?

in diesem sinne

naja

kitsch agogo

Veröffentlicht: Februar 17, 2010 in bildung, erlebnisse, kultur, leben, liebe, reda, Satire, sex, single, soundblog, stil

aber es wäärmt das herz 🙂

bob

Veröffentlicht: Februar 17, 2010 in böse, bildung, kultur, leben, reda, soundblog, stil, terror

zum aufwachen ein wenig punk: NOfX Bob

unsicher beim date

Veröffentlicht: Februar 16, 2010 in böse, bildung, foto, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, medien, reda, sex, stil, zürich

früher war ich ziemlich unsicher. vorallem, wenns um sex ging.

damals, als teenager, konnte ich mich ein dutzend mal mit einer frau treffen, bevor ich das thema sex ansprach oder, gott behüte, den ersten schritt machte.

das hab ich inzwischen überwunden.

gestern traf ich mich auf einen kaffee mit einem 25 jährigen model. und ich hatte dieselben schwierigkeiten wieder.

versteht mich nicht falsch. ich hätte sie in den ersten zehn minuten fragen können, ob sie vögeln will. DAS hätte mich keine überwindung gekostet.

ich hab feuchte hände gekriegt, gestottert und kettengeraucht, aber ich habs nicht auf die reihe gekriegt, sie zu fragen, ob ich sie FOTOGRAFIEREN darf.

naja, da fehlt mir eben die erfahrung.

also hab ich weiter rumgedruckst, aus verlegenheit geflirtet und bin dann nach zwanzig minuten unverrichteter dinge wieder abgezogen.

beim vögeln wärs mir ja auch egal, ob ich versage.

aber beim fötelen nicht gut genug zu sein, würde zur zeit mein ego noch ziemlich anschlagen…

„f..f..f..f…f..fötelen?“

bewegtbild tötet audio

Veröffentlicht: Februar 16, 2010 in bildung, kultur, leben, soundblog, stil

hier mal wieder das original