vom luxus, kein intellektueller zu sein

Veröffentlicht: April 20, 2010 in böse, bildung, blogging, erlebnisse, geschichten, klugscheiss, kultur, leben, medien, reda, Satire, sinn, stil, terror, web 2punkt0 (update folgt)
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früher hab ich die bildungs-ninjas immer beneidet. leute, die nicht nur all die WICHTIGEN bücher gelesen haben, sondern auch noch daraus zitieren konnten.

ich hab damals thomas mann aufs nachtischchen gelegt, um mir auf sabrina einen runterzuholen und bin danach eingepennt.

ich wusste zwar, welche bücher man gelesen haben musste, und ich hab sogar einige gelesen, aber schon dreissig sekunden nach dem zuklappen war der inhalt weg. nix zitat, lag wohl am kiffen.

die achziger zogen an mir vorbei, ohne eindruck in dem teil meines hirns zu hinterlassen, in dem normalerweise bildung beheimatet ist.

natürlich war mein kopf mit allerlei halbwissen gefüllt.

zum beispiel, dass kühe nicht schwimmen können, weil ihr arsch keinen schliessmuskel hat und sie mit wasser vollaufen.

und noch immer kann ich irgendwelchen scheiss erzählen, und die leute erwarten gar nicht, dass es stimmt. gemütlich, sag ich euch.

und nun sind die streber und intellellos meiner jugend voll am arsch. hehe.

wenn die bildungsjunkies gewusst hätten, dass irgendwann internet und damit google kommt, hätten sie ihre zeit auch mit computerspielen und mädchen verbracht.

wenn ich heute was wissen will, nehm ich mein handy und google.

google ist sowas wie die billigste ausbildung, dies gibt.

und google weiss alles.

ich hab meine zeit mit computern und girls verplempert:

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Kommentare
  1. Meikel71 sagt:

    Ich frag mich jetzt was aus „Sabrina“ geworden ist? Die war schon der Hammer, oder?
    Und, ich werde heute Abend ein Kuh in irgendeine See oder Teich treiben, nur um das mit dem Schliessmuskel zu verifizieren 😉

    Alles in allem spiegelt der Beitrag doch tatsächlich einen Teil meines Leben wieder.

  2. jayjay sagt:

    naja, aber so’n kleines bisschen cool ist es eben schon, wenn man hie und da eine gedichzeile von benn oder rilke in die diskussion flattern lassen kann wie einen verschreckten schmetterling

  3. redder sagt:

    Taschenausgabe „tausend zitate um gut dazustehen“

  4. /sms ;-) sagt:

    naja. auch ohne internet und google: jeder literaturprofessor hat schon lange vorher lernen müssen, über bücher zu reden, welche er nicht gelesen hat. video-professor das geleiche mit videos. etc. etc.: http://blog.rebell.tv/p8471.html will sagen: auch die haben wohl einfach lieber mit ihren grls rumgemacht…

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