Archiv für April, 2010

etwas sonne für den tag

Veröffentlicht: April 23, 2010 in bildung, kultur, leben, musik, reda, soundblog, stil

jaja, original hair-hippiekacke, aber genialer song und genialer basslauf


Supersingle, beat und ich beim kaffeee.

Beat: „also, sandy, meine affaire…“

Supersingle und ich: „sandy ist keine affaire mehr. Sandy ist deine neue beziehung!“

Supersingle: „steh doch dazu. Ihr seid jetzt schon eine weile in einer beziehung. Leugnen ist zwecklos und schaebig…“

Beat (windet sich): „naja, kommt drauf an, wie man beziehung definiert…“

Supersingle und ich schauen uns an

Ich: „sag dus ihm“

Supersingle: „eine beziehung ist es spaetesten ab dann, wenn deine flamme dich in all deinen unterhosen gesehen hat, auch in denen, die du nur anziehst, wenn all deine anderen in der waesche sind. So steht es geschrieben.“

Ich: „und die, die dir vor zwei jahren hinter die waschmaschine gerutscht sind, zaehlen nicht!“


heute morgen fand ich folgende mitteilung auf meinem facebook-account:

naja, ich hatte meinen post über schönheitschirurgie gepostet. da gings um titten. mit bild. von titten.

naja, die amis haben keine probleme mit kriegsdarstellungen, mord und totschlag, sie marschieren sogar ab und an in irgendwelche länder ein, deren lage die meisten amis nicht mal auf google maps finden würden.

aber wenn jemand flucht, nippel zeigt oder gar ein bild von einem guten pornografischen akt dem eines blutüberströmten kriegsopfers vorzieht, kommt die zensur.

insofern erachte ich einen gesperrten beitrag als eine art auszeichnung.

aber das witzigste:

normalerweise kommen die bei all den beiträgen auf fb nicht von selbst auf einen anstössigen. irgendjemand hat meinen beitrag der fb-polizei gemeldet.

DAS finde ich noch viel befriedigender. das zeigt nämlich, dass meine posts wichtig sind. solange sich noch immer irgendein hinterwäldlerischer moralapostel darüber aufregt, darf ich nicht aufhören zu bloggen!

ich leiste aufklärung bis zum letzten atemzug!!!

wie etwa hier:

katholisches kirchenfenster

Veröffentlicht: April 22, 2010 in böse, bildung, geschichten, kultur, leben, medien, Politik, reda, Satire, sex, terror
Schlagwörter:,

das ist kein fake

„lasset die kinderlein zu mir kommen“

tanz die revolution

Veröffentlicht: April 22, 2010 in bildung, kultur, musik, Politik, reda, soundblog, stil

hüpf.


in einer sache, über die ich nicht bloggen darf, musste ich heute zur einvernahme vor die untersuchungsrichterin. beruflich.

inquisitorische befragung durch die richterin, mit genauen details, journalistischem ethos und allem pipapo.

mein anwalt wird vom verlag bezahlt, scherzt mit der richterin.

ich voll seriös, mache angaben, denke einen augenblick nach, mache differinziertere angaben, wie es sich für einen seriösen journi gehört.

hinter mir hüpft die hübsche anwaltspraktikantin auf ihren stuhl. sie würde für mich kämpfen wie eine löwin, wenn mein anwalt sie liesse.

dann das schlusswort der gegenpartei:

„wenn er sich mit Pralinen entschuldigt hätte, wärs für mich erledigt gewesen…“

ich bekenne mich schuldig. ich hab pralinen versprochen und sie nie geschickt. was mich dann auf irgendeinem kuriosen weg bis vor gericht geführt hat.

gelernt: nicht mit charme rumfuchteln, wenn man dann vergisst abzudrücken.

voll seriös, aber schuldig:


früher hab ich die bildungs-ninjas immer beneidet. leute, die nicht nur all die WICHTIGEN bücher gelesen haben, sondern auch noch daraus zitieren konnten.

ich hab damals thomas mann aufs nachtischchen gelegt, um mir auf sabrina einen runterzuholen und bin danach eingepennt.

ich wusste zwar, welche bücher man gelesen haben musste, und ich hab sogar einige gelesen, aber schon dreissig sekunden nach dem zuklappen war der inhalt weg. nix zitat, lag wohl am kiffen.

die achziger zogen an mir vorbei, ohne eindruck in dem teil meines hirns zu hinterlassen, in dem normalerweise bildung beheimatet ist.

natürlich war mein kopf mit allerlei halbwissen gefüllt.

zum beispiel, dass kühe nicht schwimmen können, weil ihr arsch keinen schliessmuskel hat und sie mit wasser vollaufen.

und noch immer kann ich irgendwelchen scheiss erzählen, und die leute erwarten gar nicht, dass es stimmt. gemütlich, sag ich euch.

und nun sind die streber und intellellos meiner jugend voll am arsch. hehe.

wenn die bildungsjunkies gewusst hätten, dass irgendwann internet und damit google kommt, hätten sie ihre zeit auch mit computerspielen und mädchen verbracht.

wenn ich heute was wissen will, nehm ich mein handy und google.

google ist sowas wie die billigste ausbildung, dies gibt.

und google weiss alles.

ich hab meine zeit mit computern und girls verplempert:


ja, es gibt schlimmer schicksale! song von blockflöte des todes

alles wird gut

Veröffentlicht: April 20, 2010 in bildung, erlebnisse, kultur, leben, musik, reda, sinn, soundblog, stil

ich schalte gerade mein betriebstempo auf sommer und sonne runter:


früher war ich oft die telefonfürsorge für meine freunde.

Jetzt hör ich meist ein paar mal zu, geb vielleicht einen tipp und verlier nach dem fünften mal zuhören, ohne dass sich das gegenüber um eine Veränderung der Situation bemüht, die geduld und leg auf.

manchmal gehen mir Schuldzuweisungen so was von auf den sack.

meine eltern sind schuld, dass ich so bin

Mein Partner macht mich unglücklich

die Gesellschaft hindert mich am *bitte selbst einfügen*

Und vor allem die anderen.

Klar kann man nichts dafür, wie man aufwächst, in welcher Gesellschaft, in welcher Familie und unter welchen umständen. Da trägt man keine Verantwortung.

Aber ab dem Zeitpunkt, an dem man seine eigenen defizite bemerkt, HAT man die Verantwortung für das eigene verhalten, für lösungssuche und für veränderung.

Das heisst nicht,  dass man sich von dem tag an gleich anders verhalten kann. Aber um sich überhaupt erst entwickeln zu können, muss man sich bewusst werden, dass man selbst den weg geht, und nicht gegangen wird.

Ich trage selbst einige defizite aus meiner vergangeheit herum, zum teil ziemlich happige. Jetzt könnte ich mich hinlegen und jammern, wie fies das das leben mit mir umgegangen ist. Und dass das leben mir was schuldet.

Natürlich wird mir DAS LEBEN zuhören, mir über den kopf streicheln und mir  sofort alle wünsche erfüllen.

Scheisse, das leben und die welt finden statt. Ich kann versuchen, darin zurecht zu kommen oder auch nicht.

Ich hab charakterprägungen, die ich nicht von einem tag auf den anderen ändern kann. Aber ich kann mich soweit anpassen, dass nicht andere dafür leiden und dass es mir trotz diesen defiziten gut geht.

Nichts gegen ein selbstmitleidiges jammern, das brauchts manchmal.

Aber wenn ich leute treff, die die schuld an ihrer Lebenssituation immer bei den anderen suchen, verlier ich leicht die geduld.

Das verführerische an Schuldzuweisungen ist, dass man nichts ändern muss. Alle andern müssen sich ändern, damit das eigene leben stimmt.

Und  man kann gar nie versagen, weil die ANDEREN ja schuld sind…..