steve lee, pietät und geschmacklosigkeit

Veröffentlicht: Oktober 31, 2010 in böse, erlebnisse, klugscheiss, kultur, leben, medien, musik, reda, stil, terror, zürich

nix gegen steve lee. nix gegen seine freunde, die echt trauern, die haben jedes recht darauf. auch die fans, die seit jahren gotthard hören, denen spreche ich mein beileid aus.

ich nehms nicht mal dem management übel, dass sie mit dem bald möglichsten albumrelease noch auf der trauerwelle mitschwimmen wollen.

was mir auf den sack geht, ist, dass steve lee tot mehr freunde hat, als er lebend je gehabt hat.

lifestyle-fans, die irgendwo sicher mal eine gotthard-cd als niceprice-angebot gekauft haben, die aber noch immer in plastik verpackt ganz hinten in der sammlung steht. leute, die gotthard nicht von krokus unterscheiden können und deren bezug zum hardrock darin besteht, „so geil“ zu rufen, wenn reeto von gunten am sonntag morgen auf drs3 einen song von AC/DC spielt.

die zelebrieren sich selbst, ihre „trauer“ und ihre geheuchelte anteilnahme auf kosten eines eher zurückhaltenden menschen und leben ihre falschen gefühle öffentlich aus, weil in ihren leben nichts ihrer echten emotionen wert wäre.

noch schlimmer sind die ganzen c-promis, die auf den gotthard zur trauerfeier gehen, um ihr gesicht in die kameras von tele züri zu hängen. die von „meinem freund steve“ sprechen, obwohl er ihnen nur an irgendeiner party mal über dem glas zugenickt hat.

geht, sucht euch ein leben, masturbiert nicht eure egos im trauerdunst eines ganz normalen menschen.

so.

ein ganz normale mensch.

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