Heilsarmee, Steine und böse Lesben

Veröffentlicht: Mai 26, 2012 in böse, bildung, kultur, leben, liebe, Politik, reda, Satire, sex, sinn, terror, Uncategorized, zürich

Die Heilsarmee entliess eine Frau aus leitender Stellung, weil sie eine lesbische Beziehung zu einer Mitarbeiterin hatte. Die Gewerkschaften sind der Meinung, dass die Kündigung missbräuchlich war.

Die Heilskrieger hielten dem entgegen, dass eine leitende Mitarbeiterin die grundlegenden Prinzipien der Organisation mittragen muss. Und diese seien nun mal in der Bibel verankert. So seien aussereheliche Beziehungen bei leitenden Mitarbeitern nicht geduldet, da sie der Bibel widersprächen.

Hm, heisst das nun, dass die Heilsheinis für gleichgeschlechtliche Ehen sind? Und das alles in Ordnung wär, wenn die Frau ihre Geliebte in den Stand der Ehe geleitet hätte? Ich bin mir nicht sicher.

Irgendwie find ichs sowieso  inkonsequent, wie die Soldaten Christis die Bibel auslegen. Immer nur Rosinen picken. Wenn die leitenden Mitarbeiter sich an der Bibel orientieren sollten, hätten sie die Frau nicht entlassen dürfen. Sie hätten sie vor Ort steinigen müssen, da die Bibel bei ausserehelichen Beziehungen keinen Spass versteht. Das hätte Gott gefallen!

Aber sowas macht die Heilsarmee nicht. Vorallem nicht in Zürich, da wir vor kurzer Zeit erst zur Gay-City of Europe gewählt wurden. Von unserer lesbischen Stadtpräsidentin ganz zu schweigen.

Egal, die Heilsheinis haben bisher sicher viel Gutes geleistet. Trotzdem werd ich ihnen keinen Franken mehr in den Suppentopf schmeissen, wenn sie uns um Weihnachten herum wieder mit ihren unsäglichen Liedern quälen. Ich werde mir dann überlegen, ob ich ihnen einen Stein schenken soll, damit sie einen zur Hand haben, wenn sie Gottes Werk tun wollen und ihren Mitarbeitern Gottes Gnade zukommen lassen.

Kommentare
  1. Claudius sagt:

    Ich vermisse in diesem Text positive Denkanstösse. Da wird einfach herumkritisiert, was – so frage ich mich – ist der tiefere Sinn dieses Aufsatzes? Man kann bei jedem Menschen, jeder Institution Negatives finden, die Kunst jedoch ist es doch, die positiven Aspekte herauszustreichen. Ein Artikel sagt – wird er aufmerksam gelesen – immer auch viel über den Zustand des Schreibers.aus.
    Das ist wie bei den Gutachten. Diese geben manchmal mehr Aufschluss über den Gutachter, als über den zu Begutachteten.
    Mein Wunsch wäre mehr Lösungsvorschläge, jetzt ganz allgemein, mehr konstruktive Ideen.

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