Archiv für die Kategorie ‘blocher’


meine freunde fragten verwirrt nach, wieso ich nicht über blocher und den nazi-vergleich geschrieben hab.

naja, blocher ist irgendwie irrelevant geworden. ein verbitterter alter mann, für den niemand mehr eine aufgabe hat. er zetert wie sein bruder über verschwörungen, bezeichnet die schweizer als nazis und ist wahrscheinlich inkontinent.

jetzt haben die rechten ja einen neuen star. lukas reimann. naja er hat scharme und kann sich ausdrücken.

da die junge SVP nur einen exponenten mit charme und drive hat, ist er gleich aller lieblingskind. unter den blinden ist bekannterweise der einäugige könig.

und zur freizügigkeit: die kantone mit den meisten ausländern haben auch mit grösstem mehr für die personenfreizügigkeit gestimmt. nur die kantone, die überhaupt keine ahnung von integration und zusammenleben haben, waren dagegen…

naja, svpler, gäbe man euch ein land, wärt ihr am nächsten tag schon gespalten. nur damit ihr jemanden zum ausgrenzen hättet.

SVP als vogelscheuche?

Veröffentlicht: Dezember 31, 2008 in bildung, blocher, kultur, medien, Politik, reda, sinn, stil, terror, zürich
Schlagwörter:, , ,

nach den schwarzen schafen sind wir nun wieder mit einem tiervergleich der SVP konfrontiert. sie haben sich raben ausgesucht weil die „schlau, gierig und ein wenig verschlagen sind“.

keyimg20081230_10144204_2

gähn. GÄÄÄÄÄHN.

als nächstes kommen wahrscheinlich ratten. die eigenen sich doch auch irgendwie….

mir ist reinfach die empörung über die SVP-plakate abhanden gekommen. wenn sie sich selber als vogelscheuchen darstellen wollen, so what? alles verbraucht sich irgendwann. idioten sind nur einmal witzig, danach sind sie einfach nur noch langweilig und ein wenig doof.

zudem ist die idee wiedermal nicht neu. erzrassist WALT DISNEY (und seine ganze crew bis heute) hatte dieselbe idee, nämlich seine angst vor anderen (schwarzen) rassistisch in rabenform umzusetzen:

dumboracist1

die angst

Veröffentlicht: Dezember 5, 2008 in blocher, kultur, medien, Politik, stil, wahlen, zürich
Schlagwörter:,

ray hat mich gefragt, vor was ich den angst hätte, dass ich immer so gegen blocher schiessen würde. ich hab nicht angst vor blocher, sondern vor seinen fans. ich will nicht eines morgens in einem land aufwachen, in dem

– es keine religionsfreiheit mehr gibt und leute auf grund ihrer religiösen symbole diskriminiert werden.

– in dem plötzlich die ostzuwanderer und die jugos schuld an der arbeitslosigkeit sind und nicht geldgierige, fahrlässige bänker und politiker

– in dem die rechtsprechung unterschiede zwischen bürgern und ausländern macht

– in dem ein repräsentant des staates sich in der türkei die leugnung eines völkermordes unterstützt („das ist kein völkermord. da leben ja noch immer einige armenier“)

– in dem die gewaltentrennung durch das machtstreben und die intrigen eines rechtspopulisten ausser kraft gesetzt wird

– in dem die unschuldvermutung vor gericht nur noch für schweizer gilt.

jep, so ist das.

brief an vanessa

Veröffentlicht: Dezember 3, 2008 in böse, bildung, blocher, kultur, leben, medien, Politik, reda, sinn, stil, terror, wahlen, zürich
Schlagwörter:, , , ,

zitat aus einem comment von vanessa

blocher schürt keine angst. er nimmt nur die angst auf, die nicht-linksblinde leute haben, wenn sie aus dem fenster in die jetztige gesellschaft schauen, und nutzt sie für sich.
wenn man ihn mit despoten in anderen ländern vergleicht, ist er ein klacks.
abwiegeln und schönreden tun die linken, nicht die rechten. es war ok, links zu sein und global zu denken: vor 20 jahren. jetzt ist jeder, der nicht die augen öffnet, ein dümmling, der nur die medien nachplappert.

liebe vanessa.
ich geb dir soweit recht, dass auch die linken meist keine brauchbaren lösungen haben, aber wenigstens bringt ihre medizin den patienten nicht um.

so verzweifelt, dass wir zuflucht zum grossen Führer Blocher nehmen müssen, sind wir aber noch lange nicht. ich hoffe nie. blocher hat unserer demokratie mehr schaden zugefügt als alle so häufig beschworenen „kriminellen Asylbetrüger“ zusammen.

dass er beim hearing sogar bei der FDP nach fünf minuten auf die strasse geflogen ist, dass ein teil seiner partei nicht mehr mit ihm im selben club sein will und dass er nie argumente, aber immer schuldzuweisungen hat spricht für sich. der arme alte mann geifert und jammert ja nur noch.

du bist ein armes irregeleitetes kind *kopftätschel*, und du kannst wohl nichts dafür, dass weder dein hirn noch dein einfühlungsvermögen, weder deine fähigkeit dinge zu durchschauen oder zu reflektieren ausreichen, um jemanden wie blocher zu durchschauen. aber du bist nicht alleine. da gibts eine selbsthilfegruppe, sie nennt sich SVP.

und bleib doch in zukunft von meinem blog fern.

dein untertänigster

redder


viele mögen blocher nicht. weil er ein despot und ein gauner ist, weil er lügt und intrigiert, weil er abwiegelt, verhetzt und angst schürt.

das magazin wollte es genau wissen, wollte uns den menschen hinter dem machtmenschen zeigen. sie begleiteten blocher überall hin und machten sich ein bild. 

eigentlich eher eine home-story der SI auf politischer ebene. 

im vorwort outet sich finn canonica auf den spuren seines alten freundes aus „toaster“-tagen, köppel.

und was lernen wir über blocher? der mensch hinter der maske, den das tagimagi da entdeckt, ist derselbe narzistische gierige und unreflektierte depp, den wir schon aus den ganz normalen medienberichten kennen.

lieber finn canonica 

zuviel platz für bereits bekanntes. überlass das köppel und der weltwoche, die machen das schon länger und vor allem konsequenter


jaja, der supertrick der SVP. zweierticket, bei dem nur einer wählbar ist. wenn ich aber genau hinsehe, dann ist da ja keiner wählbar.

erstens: er will ja gar nicht… „ich stehe nicht zur verfügung!“

zweitens: er kanns nicht

drittens: er hat in seiner karriere so oft mit ton und tat danebengelegen, dass er ausserhalb seiner partei keine freunde mehr hat.

viertens: wenn man blocher nicht im bundesrat will, sollte man auch nicht seine rechte hand oder andere ähnlich unappetitlichen körperteile in den bundesrat wählen….

und schliesslich fünftens: wer schon zwei wochen vor der wahl nur spott und hohn erntet, wer in den medien schon jetzt nur ausgelacht wird, wer offensichtlich vom volk nur als „kaschperli“ und „dummschnurri“ und von den politikerkollegen als „äusserst impulsiv“ eingeschätzt wird, kann als bundesrat einfach nicht das schweizer volk in der öffentlichkeit vertreten.

wer möchte von Ueli Maurer in der öffentlichkeit represäntiert werden? hand heben!
maurera9e68

SVP – Mogelpackung

Veröffentlicht: November 28, 2008 in bildung, blocher, kultur, medien, Politik, reda, terror, wahlen, zürich
Schlagwörter:, , ,

naja, das SVP-zweierticket ist eine Mogelpackung: Auf der Liste: Der unwählbare Blocher und sein Alter Ego Ueli der Schwätzer.

hm. ob Ueli seinem Ziehvater allfällige Entscheidungen vorlegt, wenn er denn im Bundesrat ist?  ausserdem muss ueli erst beweisen, dass er das kleinere übel ist. Konsequent wärs, irgendeinen anderen aus der SVP aufzustellen. das hat ja schon mal funktioniert und zur spaltung geführt.

man sollte das solange machen, bis jeder dieser reaktionären wirrköpfe eine eigene partei bildet….

die blochers

Veröffentlicht: November 25, 2008 in blocher, Politik, reda, wahlen, zürich
Schlagwörter:

der christöphli erinnert mich immer mehr an den gerhard. der alterstarrsinn drückt langsam durch. und ja, er ist nicht mehr so gesund. keine schweizer eiche. ein wenig senil..

sicher könnte er heute die EMS-chemie nicht mehr so leicht von den beiden jungen erben ergaunern wie damals, als er noch angestellter direktor bei der EMS war….

aus dem tagi:

Der erste Coup

Die erste Gelegenheit nutzte er. «Christoph Blocher brach in die Firma ein wie ein Eber in einen Kartoffelacker», sagte ein Mitarbeiter später.

Blocher war damals 29 Jahre alt. Er war Rechtsstudent, arm, gerade verheiratet, und ein Schulfreund hatte ihn seinem Vater vorgestellt: Heinrich Oswald, dem Besitzer der Ems-Chemie.

Der fremde junge Jurist imponierte dem Vater auf den ersten Blick. Er stellte ihn als Rechtskonsulent ein, und bald stand er dem Fabrikanten näher als seine drei Söhne. Innert drei Jahren war Blocher Direktor der Ems-Chemie.

Einige Jahre darauf starb Vater Oswald. Seine Söhne wussten nicht, was tun. Der junge Chef Blocher malte die Zukunft in düsteren Farben – kaum Eigenmittel, miserable Marktchancen. Bald waren die Söhne bereit zum Verkauf. Sie gaben Blocher den Auftrag, einen Käufer zu suchen. Blocher fand einen ungenannten Investor und empfahl dringend den Verkauf.

Einige Wochen später stellte sich heraus, dass die Person, die den Konzern so düster beurteilt hatte, nicht nur dieselbe Person gewesen war, die den Käufer gesucht hatte, sondern auch dieselbe Person, die ihn gekauft hatte: Christoph Blocher.

blocher ist der beste

Veröffentlicht: November 24, 2008 in bildung, blocher, kultur, medien, Politik, reda, sinn, terror, wahlen, zürich
Schlagwörter:, , , ,

laut SVP Zürich ist Stöphl Blocher der beste Bundesratskandidat, den sie haben. er ist der erfahrenste wirtschaftsführer, der kompetenteste politiker und die einnehmendste persönlichkeit der SVP.

naja, das kann ich mir schon vorstellen. aber spricht das für Blocher oder gegen die SVP? wenn Blocher der Beste ist, dann bin ich froh, dass ich die schlechteren nicht kenne….

und wenn Blocher das beste ist, was die partei zu bieten hat, ist es kein wunder, dass sie in den letzten monaten bereits einmal zerbrochen ist und dass sie auf eine weitere spaltung zudriften.

eine partei, die blocher hat, braucht keine gegner oder feinde mehr, um dem untergang geweiht zu sein….

christoph-blocher-luegt

das kleinere übel

Veröffentlicht: November 12, 2008 in blocher, kultur, medien, Politik, reda, terror, wahlen, zürich
Schlagwörter:,

ich war nie ein grosser fan von bundesrat schmid. ich mochte ihn nicht, als er noch für die svp stand, und auch heute sind meine sympathien nicht bei seinen politschen ansichten.

wie er sich jedoch gegen den SVP-despoten blocher durchgesetzt hat, wie er, leicht dröge, in die kameras gebrabbelt hat und wie er es jetzt geschafft hat, mit einem positiven schlusspunkt abzutreten, ist genial. 

schmid geht, und alle, die als nachfolger/innen in sicht sind, erscheinen mir noch viiiiieeel übler.

naja, er war alles in allem das kleinere übel…