Archiv für die Kategorie ‘Politik’


ich hab nichts gegen spass. auch nichts gegen grosse parties.

aber als gastgeber erwarte ich von meinen gästen einen gewissen grad an anstand. sie sollen mir nicht in die wohnung pissen und gefälligst ihre kippen nicht an meinen wänden ausdrücken.

naja, ich lebe in zürich. bin eigentlich einer der gastgeber des züri fäschtes.

aber wie jeder vernünftige zürcher, der nicht gerade die provinzler mit überteuerten getränken übers ohr hauen will, hab ich die stadt während des festes verlassen. um so grösser der schock, als ich zurückkam..

und liebe besucher, ihr seid echte schweine. euch lad ich nie mehr ein.

nicht, dass ich euch eingeladen hätte. unsere stadtregierung hat mich nicht gefragt.

bei meinen parties würde ich wohl keine solchen leute einladen. ihr pisst an jede ecke, kotzt und verstopft die strassen mit eurem müll!

wenn ihr auf feuerwerk und kampfflugformationen steht, geht doch in den irak!

wie nach einem krieg sahs heute nämlich auch in meiner stadt aus.

natürlich lagen keine toten, sondern nur alkoholleichen in den strassen.

aber wenns nach mir ginge hätte ich die eingesammelt und an den stadttoren zur abschreckung aufgehängt. und angezündet. mit ihren 4 promille hätten die gut gebrannt, ich schwör.

das nächste mal findet das grösste schweizer fest bei euch zuhause statt. dann seht ihr selbst mal, wie das ist.


ja, wir haben viele ausländer in der stadt. und alle sind fussballfäns.

die sind für italien, brasilien, nigeria, frankreich (ja, auch das gibts) und vorallem deutschland.

und alle müssen ihre vorlieben mit plastikfähnchen aus china an ihren autos kundtun.

nur, da sie in der schweiz leben, müssen sie sich ja auch irgendwie zur schweiz bekennen. so sieht man immer zwei fähnchen, das eigentliche fan-fähnchen und das solidaritätsfähnchen für die schweizer.

nun wir in der westlichen welt wissen, das „solidarität“ eigentlich „mitleid“ heisst. wir sind solidarisch mit leuten, die unter die räder kommen, dies irgendwie nicht selbst auf die reihe kriegen.

solidarisch ist man mit „opfern“!

also ist das solidarische anklemmen eines zusätzlichen schweizer-fähnchens eigentlich ein mitleidiges kopftätscheln.

das brauchen wir nicht. wir können auch ohne fremdes mitleid gegen spanien verlieren GEWINNEN!


ja, wir haben auch Hells Angels in der schweiz.

schon lange. in den wilden achzigern haben sie zusammen mit den polizisten die besetzer des AJZ zuasmmengeschlagen! die sind gefährlich imfall! die rocker, nicht die besetzer.

und jetzt wollten doch andere rocker aus deutschland, die Outlaws, einen ableger in der schweiz gründen.

das ging den Hells zu weit!

sie fuhren mit über 100 leuten beim neu gegründeten club vor und liessen voll die sau raus!

mit basebalschläger und ketten verprügelten sie die motorräder und autos der Outlaws.

sie kannten keine gnade! das WC-häusschens des clubs erschossen mit mindestens vier schüssen.

im anschluss kam es zu einer wüsten massenschlägerei mit über 150 beteiligten.

der kommetar der polizei:

„es gab einen leichtverletzten!“

die anwälte der clubs treffen sich jetzt vor gericht.

das ist realsatire. (hier zum artikel klicken)

voll gefährlich: hells angels zürich


ein paar freunde hier unten auf der insel haben mir eine geschichte erzählt, die ihnen ihre verwandten aus bangkok erzählt haben, die sie von leuten gehört haben, die dabei waren.

eine übliche verlässliche boulevard-quelle also.

die schiessereien bei den unruhen seien eigentlich die schuld der polizei. nicht, weil die schiessen, sondern weil:

bei einem der ersten einsätze gegen die gewaltbereiten protestler hätte die polizei hunderte tränengasgranaten auf einmal abgeschossen.

clever.

nur, dass die polizisten gegen den wind geschossen haben und selbst nicht mit gasmasken ausgerüstet sind.

im anschliessenden handgemenge zwischen den gut vermummten demonstranten und weinenenden polizisten verloren die beamten mehr als 500 schusswaffen (oder 50, je nach quelle).

erst ab da hätten die protestler zurückschiessen können. und deshalb musste dann das militär durchgreifen.

eigentlich eine schöne geschichte. aber irgendwie habe ich das gefühl, ich hätte sie schon irgendwo gehört. bei irgendwelchen anderen auseinandersetzungen….

schmuck, die antidemo-einheit, gut gepanzert, aber ohne gasmasken:

burka-verbot

Veröffentlicht: Mai 4, 2010 in böse, bildung, erlebnisse, gender, kultur, leben, medien, Politik, reda, sex, sinn, stil, zürich
Schlagwörter:

„Was halten sie als araber vom burka-verbot?“

„Verbieten? niemals! das lässt platz für fantasie! welcher mann will schon nicht unter eine burka? als sittliches kleidungsstück hat die burka total versagt!“

ich bin immer wieder überrascht, was für komische qualitionen die angst vor islamisierung hervorbringt.

jetzt gerade ist das das burka-verbot. jaja, die aargauer wollen es. aber wer fragt schon die aargauer.

wenn man die einzelnen befürworter des verbots anschaut, ist es eine wirre mischung aus frauenrechtlerInnen, die sonst für jede freiheit auf die barrikade gehen, jetzt aber ein verbot wollen, und den rechten wirrköpfen, die sich vor fremden kulturen ängtigen und die die eigenen frauen am liebsten auf dem hof anketten würden.

hört zu, ihr möchtegern-frauenbefreier: ein burka-verbot bringt nichts, weil das tragen der burka ein kulturelles phänomen ist. bei solchen diskussionen braucht man die besseren argumente, nicht die staatsgewalt.

ausserdem. jeder soll das tragen können, was er will.

den frauen, die gezwungen sind, eine burka zu tragen, wär mit einem verbot auch nicht geholfen. die dürften dann das haus gar nicht mehr verlassen.

ausserdem: burkas können durchaus was erotisches haben:


ich und supersingle beim kafi.

er: „die SVP geht mir einfach nicht weit genug!“

ich: „für einen notorischen schwerenöter ist zürich einfach ein zu kleines pflaster, um es noch mit fremden zu teilen…“

ich: „?“

er: „es gibt einfach zuwenig singlefrauen von format, als dass ich mich noch mit konkurrenz vn aussen rumschlagen kann“

ich: „und deshalb liebäugelst du mit der SVP?“

er: „nein, die gehen eben nicht weit genug. mir kommen ja nicht die ganzen leute aus dem balkan oder aus nigeria in die quere. auch die deutschen stören mich nicht.

ich: „wer dann?“

er: „die grenzen müssten gleich ausserhalb der stadt sein! ich bin für ein einreiseverbot für Bündner und Walliser und alle anderen knackigen bergkantönler mit erotischem dialekt. die schweine zügeln all die heissen griiten ab.

erst wenn die einen kurs als metrosexuelle hinter sich haben und durchzogenes zürideutsch sprechen, dürfen sie sich in der stadt niederlassen.“

ich: „naja, die meisten fangen ja nach zwei jahren in der stadt an, sich die brust zu rasieren. dann sind sie integriert und stellen keine konkurrenz mehr dar….“

bündner, bleib wo du bist, du siech!


naja, ich kümmere mich eigentlich viel zuwenig um die umwelt.

meine standart-antwort bei umweltfragen ist:

„…aber ich fahr dafür nicht auto“

trotzdem drückt mich manchmal das gewissen.

und auch um meine gesundheit hab ich mich viel zu wenig gesorgt.

das ist jetzt alles für allemal und immer vorbei. redder lebt gesund und im einklang mit der natur!

dieses wochenende hab ich mich mal geachtet, was ich da einkaufe. von 16 produkten waren 12 mit dem grünen band und einer grünen bio-knospe versehen. (in der schweiz heisst bio wirklich bio, mit strengen auflagen!)

alles bio.

auf der einen seite ist das wohl der schleichende einfluss meiner freunde, die sich um die umwelt sorgen, auf der anderen seite ist das aber auch purer selbstzweck.

wenn ich bio-berliner kaufe, oder bio-schoggi-creme, bio-ecclair, bio-gummiebärli, bio-pommes-chips oder ein bio-steak, denk ich, ich ernähr mich gesünder und ich tu erst noch was für die umwelt.

allen ist gedient.

und ich fühl mich als besserer mensch.

natürlich gehe ich dafür nicht ins reformhaus. wenn aber meine üblichen detailhändler das zeug auch in bio anbieten, wieso nicht?


kennt ihr ihn noch? den rené kuhn, der die SP-frauen in luzern als „vogelscheuchen“ und „ungepflegt“ beschipmpft hatte? er musste damals sein amt abgeben und seine freunde aus der SVP hatten auch keine freude an ihm…..

naja, er kanns halt nicht so mit frauen. naja, er gab sich redlich mühe dazuzulernen: er betrieb auch einen halblegalen frauenhandel.

aber gelernt hat er nichts. seit neuestem betreibt er eine facebookgruppe namens „kampf dem feminismus“

und eine hompage mit der sinnigen bezeichnung www.antifeminismus.ch

ich wundere mich nicht über EINEN idioten, der behauptet, dass die frauen jetzt schon alle rechte hätten und nun hinter den rechten der männer her wären.

was mich wundert, ist, dass er gefolgschaft hat. auch von frauen.

ich stell mir da männer vor, die ausser in thailand und russland (gegen bares) nirgends eine frau finden. die sich die frau wieder an ihren von gott gegebenen platz wünschen.

rein evolutionär betrachtet müssten solche schwachköpfe doch aussterben, weil sie sich nicht fortpflanzen können. weil niemand mit ihnen vögeln will…

aber nein, da gibts noch die frauen, die kuhn unterstützen. ich denk mir, das sind dieselben frauen die denken: „die ist doch selber schuld, wenn sie vergewaltigt wird. muss ja nicht rumlaufen wie ne schlampe

oder

„ich will dass mein mann den ton angibt, das gibt mir orientierung

naja, das ganze eva hermann-nazi-50er-Jahre-scheiss

arme menschen.

ach ja, kuhn ist glücklich mit einer russin verheiratet:

„aber ja, mein Chatz, du chast naturlich recht!“


das wochend-magazin  friday von 20Minuten hat den zeigeist voll erfasst.

da offenbar sehr junge mädchen (14) bei reichen und erfolgreichen (hirschmann, polanski) ankommen, zeigt die friday-moderedaktion, wie sich auch 18-jährige wieder auf minderjährig trimmen können.

voll stylisch, ey.

das ist auch gut für die lokale gastro-wirtschaft. denn nur so kommen sie in die einschlägigen clubs in zürich. und sie können sogar den eigenen ausweis benutzen. jeder türsteher wird ihn augenzwinkernd als gefälscht anerkennen und die „kleine“ in den club lassen.

und carli kann endlich minderjährige vögeln, die gar nicht mehr im schutzalter sind.

lolitas, made by friday


heute morgen fand ich folgende mitteilung auf meinem facebook-account:

naja, ich hatte meinen post über schönheitschirurgie gepostet. da gings um titten. mit bild. von titten.

naja, die amis haben keine probleme mit kriegsdarstellungen, mord und totschlag, sie marschieren sogar ab und an in irgendwelche länder ein, deren lage die meisten amis nicht mal auf google maps finden würden.

aber wenn jemand flucht, nippel zeigt oder gar ein bild von einem guten pornografischen akt dem eines blutüberströmten kriegsopfers vorzieht, kommt die zensur.

insofern erachte ich einen gesperrten beitrag als eine art auszeichnung.

aber das witzigste:

normalerweise kommen die bei all den beiträgen auf fb nicht von selbst auf einen anstössigen. irgendjemand hat meinen beitrag der fb-polizei gemeldet.

DAS finde ich noch viel befriedigender. das zeigt nämlich, dass meine posts wichtig sind. solange sich noch immer irgendein hinterwäldlerischer moralapostel darüber aufregt, darf ich nicht aufhören zu bloggen!

ich leiste aufklärung bis zum letzten atemzug!!!

wie etwa hier: