Archiv für die Kategorie ‘supersingle’


darf ich vorstellen: der freizeit-vamp.

der freizeit-vamp tritt die lange fällige nachfolge des supersingles an. wir treffen uns ab und zu auf kaffee und kuchen und sie erzählt mir geschichten aus der geschlechter-stadtguerilla.

unser erstes treffen war etwas holprig. ich hatte mich noch nicht mal hingesetzt, meint sie:

„mach dir keine hoffnungen, ich vögle nicht mit dir!“

ich: „jau. hm. ok. und wenn ich wirklich mit dir ins bett wollte, würde mich natürlich interessieren, warum du das nicht wollen würdest…“ (ich bin manchmal etwas umständlich in meiner ausdrucksweise)

sie: „du denkst, du könntest alle haben! und ich zeig dir, dass dem nicht so ist….“

ich: „jau, aber wenn ich jetzt nur mit dir kaffee trinken will, ist dein ganzer pädagogischer ansatz fürn arsch.

sie: (etwas beleidigt) „hm. willst du denn nur kaffee trinken?“

ich: „naja, ein stück kuchen wär auch nicht schlecht…

sie: „du hast einfach den ruf, ein casanova zu sein…“

ich: „ja, und was ich gehört hab, wechselst du deine geschlechtspartner ziemlich häufig“

sie: „ja, aber ich bin single und darf das!

ich: ja, das hab ich mir früher auch gesagt. aber das ist gar nicht die frage, die frage war, ob ich das will.

sie: „und?“

ich: „nur wenn auch noch ein vernünftiges gespräch dabei rausschaut. und DAS schränkt die auswahl an möglichen bettpartnerinnen enorm ein. so bleibe ich eben für längere zeit bei dem, was ich kenne….“

sie: „ich schlaf auch nach einem guten gespräch nicht mit dir!“

…ich hab dann nicht erwähnt, dass es bei frauen einen direkten zusammenhang zwischen der häufigkeit,  mit der sie geschlechtsverkehr verbal ausschliessen und der wahrscheinlichkeit, dass sie trotzdem eigentlich vögeln wollen, gibt.

das ist empirisch erwiesen.

darum hier mal wieder der song dazu:


seit ich über den supersingle berichte, fragen sich die leser immer wieder, ob er nur mein alter ego sei.

nun, hier löse ich das geheimnis des supersingles:

er ist gar nicht sooo kuul, wie er immer tut.

und ich bin nicht der supersingle. wär mir viel zu anstrengend.

wär ich promiskuitiv, würde ich mir mehrere langjährige geliebte zulegen (sechs oder sieben), die ich alle von herzen gern hätte,  und würde nicht jedes wochenende losziehen, um mir eine neue griite anzulachen.

was den supersingle und mich verbindet, ist, der moralfreie umgang mit sexualität.

und das wir beide voll die geilen siechen sind.

im ernst. der supersingle ist nicht nur eine person, sondern ein gefäss für die geschichten, die ich von meinen aktiven singlekollegen höre. natürlich kommen ein oder zwei häufiger vor –  deren namen ich aber aus rücksicht auf ihr jagdverhalten und ihr beuteschema nicht nennen werde….

also, auch du könntest ein supersingle sein, wenn du den mut aufbringst, da rauszugehen und frauen anzusprechen und nicht nur anzusabbern!

macho macho

Veröffentlicht: März 5, 2010 in bildung, musik, reda, Satire, sinn, stil, supersingle, zürich

nur so, ums mal wieder gehört und gesagt zu haben:


supersingle und ich, zigi und kafi in der sonne.

er: „boah, ich hasse den frühling!“

ich: „?“

er: “ der frühling spielt mit meinen hormonen. ich komm nicht nach mit schauen, wenn alle griiten wieder luft an ihre zarte haut lassen.“

ich: „ist doch schön….“

er: „ja, für einen emotional gefestigten zen-mönch wie dich! bei mir ist das die totale katastrophe! ich verliebe mich alle zwanzig minuten neu. und dann renn ich hinterher, werde enttäuscht oder auch nicht. nach zwei wochen verkrieche ich mich zitternd mit heruntergelassenen rolläden zu hause.

ich kann dinge nicht einfach ansehen und geniessen. ich muss sie HABEN.

ich: „hm, stressig“

er: „du hast ja keine ahnung. letzten frühling hatte ich zweimal eine nackenstarre, weil ich auf dem velo zu schnell den hals nach einem kurzen röckchen gedreht hab. und ich muss immer alle anmachtricks ausprobieren. bei einem durchschnitt-casanova geht das ja, aber ein professioneller wie ich hat da für wochen zu tun. arbeiten kannste abschminken!“

ich: „und das geht so bis im herbst?“

er. „nein, ich geh meistens ende mai für ein paar tage ins benediktinerkloster zur kur. genug schlafen, essen und maditation. campino macht das auch. dann hab ich wieder kräfte für den sommer…“

frühling führt zu datingstress:


supersingle und ich, kaffee und erste sonnenstrahlen.

er: „pole-dancing ist der neue mini-rock….“

ich: „hä?“

er: “ naja, früher musste ich mir solchen scheiss anhören wie ‚ich trag den minirock nur für mich, weil ich mich darin wohlfühle. dass die männer mir da hinterhersabbern ist unerhört‚“

wir nicken beide weise mit dem kopf.

er: „und jetzt lerne ich dauernd irgendwelche griiten kennen, die mir nach zwei minuten erzählen, dass sie in ihrer freizeit an der stange tanzen, wie in den guten alten titten-läden.

ich: „mhmh“

er: „im zweiten satz unterstreichen sie dann ausdrücklich, dass sie das nur der fitness wegen tun. und weils soviel spass macht, mit anderen girls an der stange rumzuhängen. und dann erwähnen sie nebenbei, dass sie sich zuhause eine stange installieren lassen, fürs ‚training‘.

ich schüttle verständnissvoll den kopf.

er: „als ob sie nicht wüssten, dass jedem mann gleich der speichel in den kragen läuft, wenn er sich ne frau an der stange vorstellt.

wenn sies nur für sich machen, sollen sies auch für sich behalten! ich will solches zeug nicht wissen, wenn ich sowieso nie nutzniesser solch sportlichen fähigkeiten bin. sollen sie doch hanteln stemmen für ihre fitness, das interessiert dann auch kein schwein….“

No Sports: Poledance-Meisterschaften:


in zeiten der krise suchen die menschen die geborgenheit der ehe.

hm, irgendwie paradox finde ich.

beziehungen sind auch ohne stress von aussen schwerstarbeit.

wie kann nur jemand auf die idee kommen, dass sowas bei krisen besser funktioniert?

neben den normalen streitereien (mach endlich den deckel auf zahnpasta-tube) kommen nun auch noch finanzielle ängste (nein, es gibt keine neuen schuhe).

oder er verliert den job und sie bringt die grosse kohle nach hause. wieviele männer, wieviele beziehungen überstehen das?

in der krise hat man freunde oder noch besser, einen hauskater. der hört zu, liegt in seiner ecke auf dem bett und schnurrt verständnisvoll.

wer in der krise heiratet, legt den grundstein für die nächste problemzeit.

naja, eigentlich legt sowieso jeder, der heiratet den grundstein für eine problemzeit.

oder wie gerry sagt: hals und ehebruch. für einen freien singlemarkt!


supersingle und ich sitzen auf dem balkon, füsse auf dem geländer.

er: „das rauchverbot ist nicht nur schlecht….

ich: „wieso? alles gesundheitsnazis! unsere eltern haben auch geraucht und wir sind nicht so schlecht rausgekommen…“

er: „ja, aber rein abschlepptechnisch…..“

ich: „???“

er: „du baggerst eine raucherin in der kälte vor der tür an, wo halt die raucher rumstehen, da ist es sowieso sozialer und so…“

ich: „yup…?“

er: „und irgendwann will die ganze klique weiter, dann nimmst du sie beiseite und sagts: ich hab noch weisswein zuhause und bei mir können wir wenigstens drinnen rauchen…