Archiv für die Kategorie ‘terror’


ein paar freunde hier unten auf der insel haben mir eine geschichte erzählt, die ihnen ihre verwandten aus bangkok erzählt haben, die sie von leuten gehört haben, die dabei waren.

eine übliche verlässliche boulevard-quelle also.

die schiessereien bei den unruhen seien eigentlich die schuld der polizei. nicht, weil die schiessen, sondern weil:

bei einem der ersten einsätze gegen die gewaltbereiten protestler hätte die polizei hunderte tränengasgranaten auf einmal abgeschossen.

clever.

nur, dass die polizisten gegen den wind geschossen haben und selbst nicht mit gasmasken ausgerüstet sind.

im anschliessenden handgemenge zwischen den gut vermummten demonstranten und weinenenden polizisten verloren die beamten mehr als 500 schusswaffen (oder 50, je nach quelle).

erst ab da hätten die protestler zurückschiessen können. und deshalb musste dann das militär durchgreifen.

eigentlich eine schöne geschichte. aber irgendwie habe ich das gefühl, ich hätte sie schon irgendwo gehört. bei irgendwelchen anderen auseinandersetzungen….

schmuck, die antidemo-einheit, gut gepanzert, aber ohne gasmasken:


meine mutter ist diese woche gestorben.

„darüber blogt man nicht“, werden einige rufen, „das ist pietätlos!“

hm, pietät ist für die hinterbliebenen. und in diesem fall bin ich der hinterbliebene, also bestimme ich auch, was pietät ist und was nicht. ich kanns sowieso nicht ab, wenn jemand kommt und mir sagen will, wie ich zu trauern hab.

ich bin froh, dass meine engste familie, meine schwester und meine nichte, einen ähnlichen umgang mit krisen haben wie ich. auch wenn das für unsere umgebung manchmal nicht so einfach ist.

meine schwester: „wir müssen mutters wohnung nicht sofort räumen, wir müssen nur schauen, dass die miete bis ende juni bezahlt ist.“

ich: „und auch wenn nicht, rausschmeissen können sie sie eh nicht mehr

meine mutter hatte entschieden, dass sie keine trauerfeier will. sie wollte sang und klanglos eingeäschert werden. und meine schwester will die urne in ihrem riesigen garten auf mallorca beisetzen, was meine mutter riesig freute.

meine schwester: „aber wenn sie mir die rosenbüsche verfärbt, kann sie was erleben!“

und als meine nichte und ich beim bestattungsbeamten waren, hatte der auch erst seine mühe…

beamter: „sie können die urne beim krematorium abholen oder sie sich per post zuschicken lassen“

meine nichte und ich wie aus einem mund: „per post verschicken? jaja, das machen wir!“

meine nichte: „dann schicken wir sie aber direkt zu mir, sonst müssen wir sie umleiten lassen…

der beamte hat sich dann etwas an uns gewöhnt.

meine nichte: „gibts probleme bei der ausfuhr der urne nach spanien?“

ich: „wenn wir ausweis und urne an der grenze vorweisen, sicher nicht. weil schengen und personenfreizügigkeit und so.“

zum schluss meinte der beamte: „sie können sie locker ins handgepäck nehmen, wenn sie nach mallorca fliegen, die papiere werden mitgeliefert.“

wir sind nicht herzlos. wir trauern. nur, meiner mutter hätte der gedanke gefallen, mit der post verschickt zu werden. und sie hätte bei unseren vielleicht etwas makabren witzen mitgelacht.

und meine mutter war eine eifrige leserin dieses blogs. und wenns da, wo sie jetzt ist, vernünftigen internetanschluss gibt, wird sie meinen post lesen und sich darüber amüsieren…

ausserdem haben wir übung mit trauer! in meiner familie sterben die leute schon seit etlichen generationen!

in diesem garten wird meine mutter rumgeistern:


ich und supersingle beim kafi.

er: „die SVP geht mir einfach nicht weit genug!“

ich: „für einen notorischen schwerenöter ist zürich einfach ein zu kleines pflaster, um es noch mit fremden zu teilen…“

ich: „?“

er: „es gibt einfach zuwenig singlefrauen von format, als dass ich mich noch mit konkurrenz vn aussen rumschlagen kann“

ich: „und deshalb liebäugelst du mit der SVP?“

er: „nein, die gehen eben nicht weit genug. mir kommen ja nicht die ganzen leute aus dem balkan oder aus nigeria in die quere. auch die deutschen stören mich nicht.

ich: „wer dann?“

er: „die grenzen müssten gleich ausserhalb der stadt sein! ich bin für ein einreiseverbot für Bündner und Walliser und alle anderen knackigen bergkantönler mit erotischem dialekt. die schweine zügeln all die heissen griiten ab.

erst wenn die einen kurs als metrosexuelle hinter sich haben und durchzogenes zürideutsch sprechen, dürfen sie sich in der stadt niederlassen.“

ich: „naja, die meisten fangen ja nach zwei jahren in der stadt an, sich die brust zu rasieren. dann sind sie integriert und stellen keine konkurrenz mehr dar….“

bündner, bleib wo du bist, du siech!

rotkäppchen

Veröffentlicht: April 27, 2010 in bildung, erlebnisse, kultur, leben, reda, sex, stil, terror, Uncategorized

so hab ich mir schon als kind die märchen vorgestellt. märchen sind padägogisch gefährlich! ich mag vorallem die zunge 🙂


das wochend-magazin  friday von 20Minuten hat den zeigeist voll erfasst.

da offenbar sehr junge mädchen (14) bei reichen und erfolgreichen (hirschmann, polanski) ankommen, zeigt die friday-moderedaktion, wie sich auch 18-jährige wieder auf minderjährig trimmen können.

voll stylisch, ey.

das ist auch gut für die lokale gastro-wirtschaft. denn nur so kommen sie in die einschlägigen clubs in zürich. und sie können sogar den eigenen ausweis benutzen. jeder türsteher wird ihn augenzwinkernd als gefälscht anerkennen und die „kleine“ in den club lassen.

und carli kann endlich minderjährige vögeln, die gar nicht mehr im schutzalter sind.

lolitas, made by friday


heute morgen fand ich folgende mitteilung auf meinem facebook-account:

naja, ich hatte meinen post über schönheitschirurgie gepostet. da gings um titten. mit bild. von titten.

naja, die amis haben keine probleme mit kriegsdarstellungen, mord und totschlag, sie marschieren sogar ab und an in irgendwelche länder ein, deren lage die meisten amis nicht mal auf google maps finden würden.

aber wenn jemand flucht, nippel zeigt oder gar ein bild von einem guten pornografischen akt dem eines blutüberströmten kriegsopfers vorzieht, kommt die zensur.

insofern erachte ich einen gesperrten beitrag als eine art auszeichnung.

aber das witzigste:

normalerweise kommen die bei all den beiträgen auf fb nicht von selbst auf einen anstössigen. irgendjemand hat meinen beitrag der fb-polizei gemeldet.

DAS finde ich noch viel befriedigender. das zeigt nämlich, dass meine posts wichtig sind. solange sich noch immer irgendein hinterwäldlerischer moralapostel darüber aufregt, darf ich nicht aufhören zu bloggen!

ich leiste aufklärung bis zum letzten atemzug!!!

wie etwa hier:

katholisches kirchenfenster

Veröffentlicht: April 22, 2010 in böse, bildung, geschichten, kultur, leben, medien, Politik, reda, Satire, sex, terror
Schlagwörter:,

das ist kein fake

„lasset die kinderlein zu mir kommen“


in einer sache, über die ich nicht bloggen darf, musste ich heute zur einvernahme vor die untersuchungsrichterin. beruflich.

inquisitorische befragung durch die richterin, mit genauen details, journalistischem ethos und allem pipapo.

mein anwalt wird vom verlag bezahlt, scherzt mit der richterin.

ich voll seriös, mache angaben, denke einen augenblick nach, mache differinziertere angaben, wie es sich für einen seriösen journi gehört.

hinter mir hüpft die hübsche anwaltspraktikantin auf ihren stuhl. sie würde für mich kämpfen wie eine löwin, wenn mein anwalt sie liesse.

dann das schlusswort der gegenpartei:

„wenn er sich mit Pralinen entschuldigt hätte, wärs für mich erledigt gewesen…“

ich bekenne mich schuldig. ich hab pralinen versprochen und sie nie geschickt. was mich dann auf irgendeinem kuriosen weg bis vor gericht geführt hat.

gelernt: nicht mit charme rumfuchteln, wenn man dann vergisst abzudrücken.

voll seriös, aber schuldig:


früher hab ich die bildungs-ninjas immer beneidet. leute, die nicht nur all die WICHTIGEN bücher gelesen haben, sondern auch noch daraus zitieren konnten.

ich hab damals thomas mann aufs nachtischchen gelegt, um mir auf sabrina einen runterzuholen und bin danach eingepennt.

ich wusste zwar, welche bücher man gelesen haben musste, und ich hab sogar einige gelesen, aber schon dreissig sekunden nach dem zuklappen war der inhalt weg. nix zitat, lag wohl am kiffen.

die achziger zogen an mir vorbei, ohne eindruck in dem teil meines hirns zu hinterlassen, in dem normalerweise bildung beheimatet ist.

natürlich war mein kopf mit allerlei halbwissen gefüllt.

zum beispiel, dass kühe nicht schwimmen können, weil ihr arsch keinen schliessmuskel hat und sie mit wasser vollaufen.

und noch immer kann ich irgendwelchen scheiss erzählen, und die leute erwarten gar nicht, dass es stimmt. gemütlich, sag ich euch.

und nun sind die streber und intellellos meiner jugend voll am arsch. hehe.

wenn die bildungsjunkies gewusst hätten, dass irgendwann internet und damit google kommt, hätten sie ihre zeit auch mit computerspielen und mädchen verbracht.

wenn ich heute was wissen will, nehm ich mein handy und google.

google ist sowas wie die billigste ausbildung, dies gibt.

und google weiss alles.

ich hab meine zeit mit computern und girls verplempert:


ja, es gibt schlimmer schicksale! song von blockflöte des todes