Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’


ich war gestern an der halfmoon-party auf der insel. wunderschön, mitten im dschungel und liebevoll dekoriert.

goa und trance, hippiekacke vom feinsten. aber hat das irgendwer ausser mir wahrgenommen? nein.

die jungen tourigruppen, immer zu dritt, aus dem westen, waren so mit ihrer libido beschäftigt, dass sie überhaupt nichts checkten.

die jacks, ians und daniels aus england, die zuhause keine ins bett kriegen, weil sie die finesse und das einfühlungsvermögen eines schweinefusses in sülze haben, leben hier auf. sie sind die geilsten.

sie mussten jetz schon 10 tage bikinis anschauen und konnten kein testosteron abdampfen. und ungevögelt wollen sie nicht nach hause. aber egal, denn…

….die griiten sind bedürftig. sind sie doch schon zehn tage in urlaub, und ihr urlaubsflirt hat sich noch nicht eingestellt. ungevögelt wollen auch sie auf keinen fall nach hause.

dabei ist den girls nicht bewusst, dass sie noch immer die (in europa hart antrainierte) unzugänglichkeit ausstrahlen, die sie abschirmt wie ein burggraben. da braucht es schon einen sehr mutigen prinzen, um sie anzusprechen.

auch egal, denn es gibt alkohol.

die ersten zwei stunden wippen sie neben dem takt und nebeneinander zur musik, die sie zuhause nie hören würden.

dann nach dem 14. bier spricht er sie an, macht einen witz, für den sie ihn zuhause wie ein stück hundescheisse an ihren neuen schuhen angeschaut hätte.

aber sie ist im urlaub, der alkohol macht sie zugänglich und sie lacht.

er nimmt das als aufforderung und begrabscht sie.

sie rückt ein stück weg. aber bleibt in grabschweite.

da er keine faust ins gesicht gekriegt hat, wertet er das als zustimmung, während sie noch abcheckt, ob kein anderer „prinz“ abkömmlich ist.

nein. pechgehabt. keiner da, nur der fotograph. sie muss mit dem ochsen vorliebnehmen, wenn sie zuhause etwas zu erzählen haben will.

aber geschichten sind geduldig, sie kann ihm in der version für ihre freundinnen ja etwas kultur verleihen und vielleicht noch etwas charme.

die beiden treten ab, irgendwo in die büsche zu ungeschickten küssen und schweissigen händen auf wanderschaft.

da gibts dann noch die kuulen goa-freaks, drahtig, volltätowiert und mit laaaaaangen, wiiilden  haaren. die sind aber bereits mit den braungebrannten models mit kurven und glutaugen zusammen, posen, wenn sie nicht gerade mit irgendeinem thai-dealer um den kokspreis streiten.

naja, die einzigen, die die party wirklich genossen haben, sind die pärchen, die mit hotelplan angereist sind, und für die eine dschungelparty genug abenteuer ist.

die sich nachher mit ihrem partner gemütlich in ihren bungalow zurückziehen, von farben und eindrücken satt, und das gefühl haben, etwas erlebt zu haben.

und ich. ich war mit der kamera unterwegs. damit gehört man einfach nicht dazu. zwar posen alle, die einem sehen, aber das ist egal. man geniesst immunität.

leider fühlt man sich auch wie der schlechte fotograf von tillate.ch oder usgang.ch

ich bin um zwei nachhause, zufrieden und wieder mal ausgetanzt….

„den fotografen würd ich ja nehmen……..“

für die daheimgebliebenen

Veröffentlicht: Mai 20, 2010 in böse, reda, reise, Satire, stil, Uncategorized, zürich

ich fühl mit euch! ich schwör!


chat-konversation zwischen supersingle und mir

er: „na, du bist wohl an der quelle jetzt. tausend alleinreisende hippiegriiten….“

ich: “ nö, nicht wirklich. erstens bin ich an einem pärchen-beach, und zweitens will ich gar nicht. und dann ist flirten ohne sinn. so wie kochen ohne hunger. aber du würdest dich auf der insel sicher wohlfühlen. da gäbs genug bedürftige.“

er: „nö, ichwar ja auch schon mal da. das hat mich nur verwirrt.

ich: „?“

er: „naja, die riesigen kulturellen unterschiede. die kommunikation!“

ich. du musst ja nicht mit thai-griiten rummachen. nimm dir eine touristin. sex mit touristinnen ist kein sex-tourismus…

er: „ich sprech ja nicht von den thais. ich sprech von den engländerinnen, von den französinnen, von den mädchen aus london, paris, münchen oder unterägeri. da komm ich nicht mit klar. die sprechen eine andere sprache, die haben einen anderen kulturellen code.“

ich: „?“

er: „nimm nur mal die französinnen: die wollen, dass du sie umwirbst, sie vergötterst, auf die knie gehst und all der scheiss. du sollst dich erniedrigen, um sie zu verdienen. sie auf händen tragen. kannst du dir das vorstellen? ich würd so eine schon auf händen tragen, aber nur, um sie über die nächste klippe zu schmeissen. ich sag nur: gleiche augenhöhe!

und dann die engländerinnen! bis mittags sind sie wie pittbulls, schauen grimmig und sagen nicht mal hello. aber sobald sie die ersten drinks eingeschüttet haben, so um zwanzig nach zwölf, würden sie dich gleich am strand vögeln.

typischer fall von bis zur explosion unterdrückter libido. und am nächsten morgen wollen sie dich entweder heiraten oder du stehst schon mitten im ersten beziehungstreit. nö. nich mit mir!

jaja, dann noch die heissblütigen spanierinnen! weltmeisterinnen im flirten und kokettieren. können die augen machen. das ist dann aber auch schon alles. anfassen gibts nicht, oder immer nur ein wenig und dann sind sie dir wieder zwischen den fingern durchgeschlüpft. die halten dir glänzende volle lippen zum kuss hin und drehen in der letzten sekunde den kopf, damit du deine zunge irgendwo zwischen ohr und nase platzierst. dafür bin ich einfach zu alt.

da blieben nur noch die deutschen, vorallem die aus berlin. die jungen sind meist so breit von irgendwelchen pilzen oder chemikalien, dass sie deinen namen vergessen haben, noch während du am tisch sitzt. dann kotzen sie dir ins bungalow. oder sie kreischen „vergewaltigung“, weil sie nicht mehr wissen, wer du bist, wieso sie in deinem bett sind und welches jahrtausend wir gerade haben.

die älteren gehen noch. die sind oft einfach arrogant und zickig. aber damit komm ich klar. ich bin einfach arroganter, schliesslich bin ich zürcher.

aber ehrlich, weshalb sollte ich nach thailand fliegen, um eine deutsche ins bett zu kriegen? da kann ich ins longstreet und krieg zwei für eine.

nene, wenn ich urlaub mach, dann sprech ich mit keinen frauen, dann will ich mich erholen.“

heisssssss, aber dreht in letzter sekunde den kopf weg und du küsst ein ohr: penelope cruz

amok-hunderetterin von samui

Veröffentlicht: Mai 18, 2010 in Uncategorized

auf ko samui gibts ne deutsche mit grossem herz für tiere. aber mit wenig hirn.

sie rennt wie manisch herum und „rettet“ hunde, in dem sie sie vom strand wegholt und ihnen adoptiv-eltern in deutschland und der schweiz sucht. und findet.

versteht mich nicht falsch, ich bin ein grosser tierfreund. und ich denke, dass leidende strassenhunde adoptiert werden müssen. ich hab selber einen dreibeinigen strassenhund und einen geretteten kater in der familie

aber die hunde auf samui und phangan sind da vielleicht eine ausnahme. sie werden von morgens bis abends gefüttert, graben sich kühle löcher in den sand, wo sie dann rumliegen, um zwischendruch mal ins meer zu rennen. sie spielen miteinander, bilden rudel und bewachen die bungalows.

die meisten sind eher fett als mager und keiner ist bissig.

eine liebe biologin meinte, dass die „wilden“ hunde die örtlichen kleintiere jagen und ein ungleichgewicht bringen.

diese faulen flohsäcke jagen nicht mal mehr ihren schwanz. wieso sollten sie auch. die touristen stehen von den tischen auf und bringen ihnen das fressen an den platz.

wenn ich ein hund wär und da so eine amoklaufende hundeherzdame kommt und mich vom strand wegschleppen und in eine dreizimmerwohnung in münchen oder schaffhausen entführen will, würde ich mich mit zähnen und klauen wehren.

ich würde sie sooo in ihren sonnengeröteten arsch beissen, dass sie nie mehr einen hund retten wollte.

so.

to europe? no please!


ein paar freunde hier unten auf der insel haben mir eine geschichte erzählt, die ihnen ihre verwandten aus bangkok erzählt haben, die sie von leuten gehört haben, die dabei waren.

eine übliche verlässliche boulevard-quelle also.

die schiessereien bei den unruhen seien eigentlich die schuld der polizei. nicht, weil die schiessen, sondern weil:

bei einem der ersten einsätze gegen die gewaltbereiten protestler hätte die polizei hunderte tränengasgranaten auf einmal abgeschossen.

clever.

nur, dass die polizisten gegen den wind geschossen haben und selbst nicht mit gasmasken ausgerüstet sind.

im anschliessenden handgemenge zwischen den gut vermummten demonstranten und weinenenden polizisten verloren die beamten mehr als 500 schusswaffen (oder 50, je nach quelle).

erst ab da hätten die protestler zurückschiessen können. und deshalb musste dann das militär durchgreifen.

eigentlich eine schöne geschichte. aber irgendwie habe ich das gefühl, ich hätte sie schon irgendwo gehört. bei irgendwelchen anderen auseinandersetzungen….

schmuck, die antidemo-einheit, gut gepanzert, aber ohne gasmasken:


jaja, so sind sie, die thais


koennt ihr euch noch ans A-Team erinnern? das spezialkommando auf der flucht, das aus lauter experten bestand?

hannibal als chef mit zigarre, Mr. T als schwarzer mann mit muskeln fuers grobe, face als charmeur und betrueger und dann natuerlich murdock fuer die unkonventionellen ideen?

hier bilden die travelergriiten auch solche teams. eine ist immer das huebsche naivchen, das mit jedem mitgehen wuerde und alles so super und so suess findet.

ihr zur seite die organisatorin, die immer im auge behaelt, wer wieviel drinks hatte, wer bezahlt und vorallem,  wer wo NICHT schlafen sollte. kampfglucke mit vergoessertem verantwortungsgefuehl.

die dritte im bunde ist dann die einzelgaengerin, eigentlich eine zicke, die nur auf sich selbst schaut, dafuer aber auch mal neue wege geht und verantwortung fuer sich selbst uebernimmt.

die wackeln dann die kao san road entlang und empfinden einen wohligen schauer, wenn sie all die taetowierten hippie-buben sehen. aber anschauen reicht, das ist genug abenteuer. sie koennen ja nicht wissen, dass der wilde rasta eigentlich kaufmaennischer angestellter in kloten oder bielefeld ist.

manchmal, wenn mir langweilig ist und mein ego ein wenig streicheleinheiten braucht, lasse ich mich fuer ein paar minuten auf ein gespraech mit einer solchen gruppe inklusive rastabegleiter ein.

ich flirte aus sicherer distanz, erzaehle geschichten uebers reisen, ueber drogen, wie man wieder davon loskommt und dass man jetzt eigentlich urlaub hat, aber als journi halt immer ein auge auf das aktuelle geschehen hat……

ach scheisse, so tief bin ich schon gesunken? gut, dass ich den flug in den sueden schon gebucht habe.

hier in bangkok werde ich innerhalb 24 stunden zum kotzbrocken…..

einfach im kleidchen:

schizophrenes bangkok brennt

Veröffentlicht: Mai 16, 2010 in Uncategorized

bangkok brennt. naja, ein bisschen, dafür aber heiss.

gestern, bei meiner fahrt vom flughafen ins hotel, kreuzten wir auf der elevator-road die rama IV, die strasse, in der sich die schiessereien und proteste konzentrierten, wo leute starben und sterben. rauchfahnen und gestank nach verbranntem gummi lag in der luft.

der taxifahrer wies nach unten und fragte mich, mit blick auf die kamera, ob ich vorbeischauen wolle.aber nicht so, als ob da politische unruhen abgehen, eher so, als ob die geisteskranken westler sowas halt sehen wollten.

ich wollte nicht. solange ich keine gefahrenzulage bekomme, halte ich mich von den auseinandersetzungen fern.

ein paar autominuten weit weit, dieselbe stadt: hippie-touristen schlürfen ihr thai-curry, stassenhändler drehen deppen kitsch an. alles wie immer.

wenn man die thais fragt, meinen sie: „es gibt keine unruhen. nur ein wenig protest.“

was viele westler nicht verstehen, ist, dass die thais ein stolzes volk sind. sie wollen keine westlichen gaffer. das ist einer der gründe, wieso immer wieder westliche journalisten unter den verletzten sind.

die thais sind in clans organisiert, der norden und der süden. mafia. die einen haben die baumafia und den tourismus, die anderen prostitution und drogen. und beide nutzen politischen einfluss.

das clansystem hat immer funktioniert. die thais haben es in den letzten zwei jahrhunderten geschafft, sich die amis, die franzosen und die engländer vom hals zu halten. da wollen sie auch jetzt ihren scheiss alleine regeln.

so ungern ich es auch zugebe, bisher war das militär der garant der demokratie in thailand.

wer dem militär angehört, hat eine eigene clanzugehörigkeit. die meisten mittleren generäle haben zwar symphatien für die eine oder andere seite, halten sich aber strikt an die verfassung.

sie leisten ihren schwur auf den könig. sie dienen der gewählten regierung und sie setzen gesetze durch.

aber auch sie mögen es nicht, wenn falang (westler) ihre langen nasen in ihre angelegenheiten stecken.

so kann es durchaus sein, dass ein kanadischer journi „per zufall“ (wie mir ein thai-geschäftsmann augenzwinkernd versicherte) in den kopf geschossen wird.

credo des medienstelle des innenministeriums: „klar können sie ins unruhegebiet. aber da könnten sie auch sterben….“

ich geh erst, wenn ich ne kugelsichere weste und doppeltes gehalt kriege…


ich bin gestorben und in der jack johnson-hölle wiedergeboren.

was man unbedingt machen muss, wenn man in bangkok ankommt, ist vormittags an die chaosan road, den hippie-babies bei der rekonvaleszenz zuschauen.

am vorabend haben sie sich soviel jabba (thai-speed) reingehauen, dass ihre rasta-haarverlängerungen wie elektrifiziert waagrecht in den raum standen und sie in einer einzigen nacht lebensenergie für zwei jahre verbrannten (man wieso muss ich so früh sterben? weisst du noch, die nacht in bangkok?)

das einzig bekannte gegengift ist, am nächsten morgen an der chaosan mindestens zwei stunden lang banana-pancake und andere hippiekacke-songs von jack johnson zu hören.

die songs haben eine so schleimige konsistenz, dass sie die restgifte im körper binden und beim nächsten date mit einer hippiegriite als schwülstiges kompliment ausgeschieden werden können.

die beizen hier spielen das zeugs von morgens bis abends, damit ihre kunden abends wieder soweit entgiftete sind, dass sie ihre studenten-stipendien wieder für neue drogen ausgeben können.

ist kein jack johnson zur hand, tuts auch „you’re beautyful“ von james blunt. das hilft zwar auch ganz gut, kann aber zu übelkeit und hirnerweichung führen.

antidot:

ab gehts

Veröffentlicht: Mai 14, 2010 in kultur, leben, musik, reda, reise, stil, Uncategorized, zürich

ja, morgen gehts los.

und ich werde wieder viel von unterwegs zu berichten haben. die unruhen in bangkok, die gangs von phnom penh, die fischvergiftung in sihanoukville. wir werden sehen….

ach, was ich noch sagen wollte: