Archiv für die Kategorie ‘web 2punkt0 (update folgt)’


früher hab ich die bildungs-ninjas immer beneidet. leute, die nicht nur all die WICHTIGEN bücher gelesen haben, sondern auch noch daraus zitieren konnten.

ich hab damals thomas mann aufs nachtischchen gelegt, um mir auf sabrina einen runterzuholen und bin danach eingepennt.

ich wusste zwar, welche bücher man gelesen haben musste, und ich hab sogar einige gelesen, aber schon dreissig sekunden nach dem zuklappen war der inhalt weg. nix zitat, lag wohl am kiffen.

die achziger zogen an mir vorbei, ohne eindruck in dem teil meines hirns zu hinterlassen, in dem normalerweise bildung beheimatet ist.

natürlich war mein kopf mit allerlei halbwissen gefüllt.

zum beispiel, dass kühe nicht schwimmen können, weil ihr arsch keinen schliessmuskel hat und sie mit wasser vollaufen.

und noch immer kann ich irgendwelchen scheiss erzählen, und die leute erwarten gar nicht, dass es stimmt. gemütlich, sag ich euch.

und nun sind die streber und intellellos meiner jugend voll am arsch. hehe.

wenn die bildungsjunkies gewusst hätten, dass irgendwann internet und damit google kommt, hätten sie ihre zeit auch mit computerspielen und mädchen verbracht.

wenn ich heute was wissen will, nehm ich mein handy und google.

google ist sowas wie die billigste ausbildung, dies gibt.

und google weiss alles.

ich hab meine zeit mit computern und girls verplempert:


ich weiss jetzt, wie unser CMS funktioniert!

ich tippe einen text in meine CMS-maske. den notiert sich dann ein zwerg, der in meinem desktop wohnt und rennt los, durch die kabel zum server.

im server leben weitere zwerge, die meinen text lesen und ihn, pixel für pixel auf kleine papierchen malen.

wenn alle pixel für eine site gemalt sind, werden sie auf einen hintergrund geklebt und abfotografiert.

nachdem das bild entwickelt ist, wird es vervielfältigt, und sobald jemand unsere homepage aufruft, rennt ein zwerg los und hält das bild in dessen bildschirm hoch.

so geht das.


manchmal schäme ich mich für meine geschlechtsgenossen. ehrlich.

mir ist von einigen singleplattformen her schon bekannt, wie peinlich männer sein können, die versuchen einfühlsam und romantisch zu sein. aber da kommentieren die meisten anonym, das geht noch.

auf facebook hingegen ist es wirklich peinlich. sobald eine meiner schönen facebook-freundinnen ein bild postet, auf dem sie weniger trägt als einen wintermantel, einen rollkragenpulli, zwei paar hosen, moonboots, faushandschuhe und einen gesichtsschutz, kommen kommentare wie:

So, sexy! Wie eine frische Rose!“ (üärks!)

oder

„Du bist immer so schön, dass mir das Herz schmerzt!“ (pftpftpft. pffffffffffffffftpfptpftpft)

und ähnlicher mist.

Schämt ihr euch nicht? Hört zu Männer! es gibt den „I like“-button. und dann ist da noch die möglichkeit für einen (witzigen) kommentar. beispiele?

hier:

„Wenn du frühmorgens, nach dem aufstehen oder nach der freinacht, auch so aussiehst, heirate ich dich

oder

gell, fotoshop ist gar nicht so schwer!

ich kann mir kaum vorstellen, dass frauen irgendwelche schleimerein zu ihren geposteten bildern mögen. natürlich darf man sich anerkennend ausdrücken, aber bitte nicht inflationär. zurückhaltend witzig.

und frauen, die auf diesen kitsch-schmuseschleim stehen?

naja, das tut mir dann wirklich leid für sie.

„So sexy! Ich liebe deine Figur!“
winter_coat


früher haben die jungs panini-bildchen getauscht. später dann pokemon-profile fürs handy. das ist toootal out.

jetzt tauscht man facebook-freunde

typ 1: „he, mann, wer ist die yyyy, in deinem freundeskreis?“

typ 2: „die ist ganz ok, spinnt ein wenig, wenns um autos geht, ist aber lieb.“

typ 1: „ich adde sie, ok?“

typ 2: „ja, ich nehm dann dafür xxxxx, die mit dir und vvvvvv befreundet ist, ok?“

typ 1: „klar, die ist süss, aber ziemlich kompliziert.“

typ 2: „kompliziert? dann darf ich mir aber noch eine auslesen. die, die du von mir geadded hast, ist nämlich extrem umgänglich!“

typ 1: „ok, du kannst noch eine komplizierte haben und wir sind quitt, oder du nimmst dir eine umgängliche, dann hab ich noch eine komplizierte bei dir frei.

handschlag.


Drei blogger stehen an einer virtuellen ecke und unterhalten sich. Das thema: warum blogt ihr?

Blogger 1: ich will den freien informationsfluss mittragen, tech und gadget-infos austauschen und immer als erster informiert sein.

Blogger 2: ich will meine gedankengaenge teilen, meine texte, ich will menschen an meiner seele teilhaben lassen und kunst verbreiten. Und du redder, weshalb blogst du?

Redder: ich will mein ego befriedigen, hohe userzahlen erreichen, eindruck schinden und jede menge frauen abschleppen.

Blogger 1 +2: och ja, DAS wollen wir auch…


Gestern hab ich mich ueberwunden und bin an eine echte party, mit echtem gebutstagskind. Und ich fuehlte mich zu beginn nicht einmal so verloren und desorientiert wie sonst, wenn ich an gesellschaftlichen anlaessen teilnheme.

Da waren einige leute, die ich bereits kannte und an denen ich mich festklammerte. Ich lernte sogar noch einige andere gaeste kennen.

Nach etwa einer halben stunde fiel mir eine junge huebsche grossaeugige frau auf. Ich wollte mich schon in meine weltmaenische erstkontakt-pose werfen, als sie direkt auf mich zukam, mir die hand schuettelte und meinte, wir seien facebookfreunde. Sofort verfiel ich in panik. Saemtliche peinlichen statusmeldungen und blogpost der letzten monate liefen als film (in farbe und mit ton) vor meinem inneren auge ab. Meine faehigkeit zur gepflegten konversation verkruemelte sich irgendwo in weniger genutzte hirnregionen.

Hilflos stotterte ich herum und haengte mich bei erster gelegenheit an den sicheren rockzipfel von franziska, die ich wenigstens schon kannte.

Igendwann stupfte mich jemand an die schulter und ich drehte mich um. Da stand eine andere junge schoene frau, die meinte „hei wir sind facebookfreunde! ich mag deinen blog!“

Ich haette weinen koennen. Noch jemand mit einem riesigen informationsvorsprung im intimsten bereich.

Nachdem ich zum vierten mal von einem unbekannten auf unsere facebook-freundschaft angesprochen wurde, wars genug. Panisch verliess ich die party.

Es hat nicht nur vorteile, wenn man blogt. Dann koennen echte menschen ploetzlich furchterregend werden…

🙂


heute morgen auf meiner seite: statistics sind weg, toppost von 1922 werden angezeigt, besucherzahlen unterschlagen!

mein ego: total zusammengebrochen! gleich ne briefbombe am wordpress geschickt


auf favebook und anderen communities stellen die leute immer bilder von sich rein, die überhaupt nichts mit dem realen aussehen der person zu tun haben.

dabei sehen viele im echten leben gar nicht schlecht aus. aber auf den bildern sind sie entweder fotomodels oder zombies. es kann doch nicht so schwer sein, ein adäquates bild zu finden!

frauen haben einfach zu oft irgendwelche „annabelle“-posen. aufgebröseltes makeup und mysteriöse schatten. männer stellen dafür oft eine collage aus den schlechtesten führerausweisbildern online…

naja, auch bei mir ist es ein wenig schwer. leider konnte ich noch kein bild auftreiben, auf dem ich so gut aussehe wie in wirklichkeit. bis dahin nehme ich halt symbolbilder.

so würde mein bauch aussehen, wenn ich wenn ich das richtige bild hätte:

gay


pfui, pfui, pfui

heute soll er zuschlagen. der schrecken der pc’s heisst  „conficker“. ein pöööser, pööser virus, ein dreckiger wurm, der alle compis für immer und ewig lahmlegt und dann auch noch übers internet herrschen wird.

nicht nur, dass er einen unappetitlichen namen hat (etwas mit -beischläfer oder -liebemacher häts doch auch getan), man stelle sich die armen cons vor, wenn ihnen gewalt angetan wird!

wie der tagi bereits berichtete, ist der pöse schädling in erster linie für anti-viren-squads lukrativ. kauft software oder der conficker kommt über euch.

andere nutzniesser sind die medien. kein online-medium ohne condingsbums-warnung. die digital-seiten der tageszeitungen sind voll davon. der virus scheint sich nicht nur online zu verbreiten. und da er in aller munde ist, empfehle ich eine antiseptische mundspülung….

ein dreckiger, geiler wurm: conficker: so sieht er aus!

mibwurm


gestern abend war ich wiedermal am limmatplatz. normalerweise versucht man als stadtzürcher die innenstadt am samstagabend zu meiden, aber das geht halt nicht immer.

die langstrasse und die gegend rund ums x-tra waren ab elf uhr abends ziel eines kinderkreuzzuges. an der tür vom x-tra wurden ausweise kontrolliert, die kids mussten vierzehn (14) sein um reinzukommen.

aber ich hab mich schon lange daran gewöhnt, dass viele der leute, die ich im ausgang treff, meine enkel sein könnten. woran ich ich nicht gewöhnt hab, sind die wirkich schrecklichen frisuren (die haare mit tonnen von gel in irgendwelche richtungen gedreht), die unsäglich engen rüeblihosen und überhaupt das metrosexuelle outfit bei bubis, die nicht mal wissen, was „metro“ heisst, geschweige denn „sexuell“…

und was mir klar machte, dass ich wirklich älter geworden bin, war die überaus knappe bekleidung der kleinen mädchen. ich hab nichts gegen ein sexy outfit. ich mag auch miniröcke. aber irgendwie irritierts mich, wenn kleine gören sich so kleiden, wie mans sonst nur aus bordell-filmen aus den siebzigern kennt. ich kenn das aus london. dort sind abends überall leichtbekleidete teenager, die sich die letzten drinks aus der seele kotzen, auf den bürgersteigen. in zürch ist mir das bisher nicht so aufgefallen.

und natürlich ist die erste reaktion „früher war alles anders“. natürlich. wir kleideten uns damals dezenter, eher jeans und adidas rom, italo t-shirts und lederbändchen um den hals. aber ehrlich, wir waren genauso übel. wir wollten sex, auch wenn wir nicht genau wussten, was das eigentlich für ein fluch ist. unsere hormonvergifteten hirne hätten die mädchen wohl auch im geiste ausgezogen, wenn sie in drei bärenfelle gewickelt gewesen wären. es war vielleicht etwas umständlicher, die finger in die knallengen jeans des gegeübers zu kriegen, ohne sich die finger zu brechen. insofern sind die miniröcke von heute wohl vorzuziehen. die sind wenisgtens nicht breiter als ein gürtel und für verehrer weit einfacher zu händeln…

aber in unseren köpfen ging derselbe teenagerschwachsinn ab, wir tranken bier anstatt alcopops und wie die kids heute  brauchten wir damals unsere ganze aufmerksamkeit um unheimlich kuul zu sein.

same thing, different color…

ach ja, die frage des tages: wieso zieht man sich bei minustemperaturen hochackige goldene riemchensandalen an?

mr.kuul und mr. frisur, nett dekoriert mit griite:

laut0