Mit ‘bangkok’ getaggte Beiträge


ein paar freunde hier unten auf der insel haben mir eine geschichte erzählt, die ihnen ihre verwandten aus bangkok erzählt haben, die sie von leuten gehört haben, die dabei waren.

eine übliche verlässliche boulevard-quelle also.

die schiessereien bei den unruhen seien eigentlich die schuld der polizei. nicht, weil die schiessen, sondern weil:

bei einem der ersten einsätze gegen die gewaltbereiten protestler hätte die polizei hunderte tränengasgranaten auf einmal abgeschossen.

clever.

nur, dass die polizisten gegen den wind geschossen haben und selbst nicht mit gasmasken ausgerüstet sind.

im anschliessenden handgemenge zwischen den gut vermummten demonstranten und weinenenden polizisten verloren die beamten mehr als 500 schusswaffen (oder 50, je nach quelle).

erst ab da hätten die protestler zurückschiessen können. und deshalb musste dann das militär durchgreifen.

eigentlich eine schöne geschichte. aber irgendwie habe ich das gefühl, ich hätte sie schon irgendwo gehört. bei irgendwelchen anderen auseinandersetzungen….

schmuck, die antidemo-einheit, gut gepanzert, aber ohne gasmasken:


ich bin gestorben und in der jack johnson-hölle wiedergeboren.

was man unbedingt machen muss, wenn man in bangkok ankommt, ist vormittags an die chaosan road, den hippie-babies bei der rekonvaleszenz zuschauen.

am vorabend haben sie sich soviel jabba (thai-speed) reingehauen, dass ihre rasta-haarverlängerungen wie elektrifiziert waagrecht in den raum standen und sie in einer einzigen nacht lebensenergie für zwei jahre verbrannten (man wieso muss ich so früh sterben? weisst du noch, die nacht in bangkok?)

das einzig bekannte gegengift ist, am nächsten morgen an der chaosan mindestens zwei stunden lang banana-pancake und andere hippiekacke-songs von jack johnson zu hören.

die songs haben eine so schleimige konsistenz, dass sie die restgifte im körper binden und beim nächsten date mit einer hippiegriite als schwülstiges kompliment ausgeschieden werden können.

die beizen hier spielen das zeugs von morgens bis abends, damit ihre kunden abends wieder soweit entgiftete sind, dass sie ihre studenten-stipendien wieder für neue drogen ausgeben können.

ist kein jack johnson zur hand, tuts auch „you’re beautyful“ von james blunt. das hilft zwar auch ganz gut, kann aber zu übelkeit und hirnerweichung führen.

antidot:

kaufrausch

Veröffentlicht: Februar 3, 2009 in bildung, erlebnisse, geschichten, kultur, leben, reda, reise, stil
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also, letzter abend in bangkok, einkaufen ist angesagt. ich bin dann also los und hab mir erstmal meine drachenfamilie auf dem arm erweitert. jetzt fehlen noch zwei, aber die kann ich auch in der schweiz tatowieren lassen…

dann weiter zwei paar jeans geposchtet, meine beiden massgeschneiderten hemden (die ich noch nicht anprobiert habe) abgeholt, dann einrichtungszeugs (das ich sicher auch billig in der ikea gefunden haette) gekauft, dazu zwei t-shirts, die wenigstens einen vernuenftigen aufdruck haben (ihr werdets sehen :)), und noch etwas schmuck, den ich am rosenhofmaert auch haette kaufen koennen. hab ich was vergessen? ich glaube nicht.

ach ja, liceryne, mundwasser, dass in der schweiz nicht erhaeltlich ist. irgendwie aus gesundheitstechnischen gruenden verboten. ich hab fuer alles (mit tattoo) gerade mal 250 franken ausgegeben.

da ist immer noch geld uebrig.

sorry, leute, ich muss nochmals raus 🙂

tuktuk-race

Veröffentlicht: Februar 3, 2009 in erlebnisse, kultur, leben, reda, reise, stil, terror
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es gibt leute, die behaupten, bangkok waehrend der rush hour sei toedlich. was fuer schwaetzer. waehrend der rush hour ist bangkok geradezu gemuetlich.

ich bin nach sechzehn stunden reise morgens um viertel vor fuenf am bahnhof in bangkok angekommen und hab mir ein tuktuk zu meinem hotel geleistet.

nun, morgens um fuenf sind die strassen selbst in bangkok beinahe leer, es sind nur tuktuks und taxis unterwegs. was dazu fuehrt, dass testosteron gesteuerte, mit redbull hochfrisierte, achzehnjaehrige kamikaze-tuktukfahrer genug platz haben, um sich rennen zu liefern.

tuktuk sind eigentlich dreiraedrig, aber ich glaube auf der ganzen fahrt hatten wir nie mehr als zwei raeder auf dem boden. ich haette mich ja ueber den fahrstil beschwert, aber ich war vom beschleunigungsdruck erst ohnmaechtig, und danach konnte ich mein gesicht nicht mehr bewegen.

kleiner tipp: nie etwas aus dem tuktuk haengen lassen (fuesse, haende, kopf etc), weil die fahrer ihre kurven und uebrholmanoever auf den milimeter berechnen. so wird der lack nicht angekratzt, aber alles was darueber vorsteht, bleibt irgendwo haengen und wird abrasiert.

naja, mein leben ist an mir vorbeigezogen, leider reichte das nicht fuer die ganze fahrt, so kriegte ich noch ein making of und die besten szenen aus meinem leben als zugabe, bis wir endlich an der soi rambuttri ankamen.

und wieder haette ich mich beschwert, aber diesmal haette ich mir wohl gleich vor die fuesse gekotzt, wenn ich den mund geoeffnet haette…

so wird der tuktukfahrer nie erfahren, dass er mich innerhalb von fuenfzehn minuten in einen tiefglaeubigen menschen verwandelt hat….

amazing-race-asia-002