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spielzeugs

Veröffentlicht: November 19, 2008 in bildung, erlebnisse, familie, gender, geschichten, kultur, leben, reda, sinn, stil
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jedes jahr ab dem 19. november tauche ich wieder in meine kindheit ein. damals kamen um diese zeit die spielzeug-kataloge vom franz karl weber. voll mit plastikscheiss, der auf den bildern immer so unheimlich kuul aussah. später kam dann die tv-werbung dazu.

autos, die man aufziehen und gegen die wand fahren lassen konnte, wo sie in ihre einzelteile zersplitterten. *wuuusch*zack*, um sie nachher wieder zusammen zu bauen und von neuem *wuuuusch*zack*…

Big Jim, dessen Muskeln anschwollen, wenn man seinen kleinen plastikarm beugte. immer in martialischen outfits mit einer menge knarren und tarnfarben. sie machten einen karate-schlag, wenn man ihnen auf den rücken drückte. barbies für jungs.

die erste generation transformers von matchbox, bunt in alu und plastik.

autorennbahnen, bei denen der rennwagen nicht mehr in einer rille geführt wurde. die kisten konnten die fahrspur wechseln! wie GEIL ist das denn.

dann kam weihnachten und ich packte jede menge pädagisch wertvollen holzschrott von pastorini aus. dinge, die in langweiligen farben bemalt, nicht *wuusch*zackig* waren, aber dafür garantiert einen gutmenschen aus dir machten (sonst geld zurück). spielsachen, die solange hielten, dass man sich schon mit neun auf seine eigenen kinder freute, damit man ihnen das langweilige zeugs vererben konnte.

so schaue ich jeden tag mindestens eine halbe stunde werbung, schau mir das bunte, verführerische zeugs an und weine eine kleine träne. ich bin einfach nicht mehr neun jahre alt.

ein wunder dass nicht meine GANZE generation schwul wurde: big jim

bigjim