Mit ‘dada’ getaggte Beiträge

freisinnige ethik

Veröffentlicht: November 13, 2008 in bildung, kultur, medien, Politik, reda, sinn, terror, zürich
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Am Montag teilte die UBS mit, dass Rainer-Marc Frey – seit Oktober neues UBS-Verwaltungsratsmitglied – UBS-Aktien im Wert von 17,7 Millionen Franken verkauft hatte.

naja, denkt sich der banker, ich verkaufe meine aktien, bevor sie futsch sind. übrigens auch eine entschuldigung für UBS-manager, die boni-aktien nicht zurück zu geben: die sind sowieso bald nix mehr wert.

jetzt, da die banken wanken kennt der freisinn nur  neoliberale hilfsmittel:

„Wir entlassen die leute, BEVOR es unserer firma schlecht geht, damit wir dann nicht überraschend mit den kündigungen kommen.“

und

„Wir wollen weniger steuern und weniger staat. nur gerade soviel staat, dass unsre milliardenverluste gedeckt werden können.“

„ach, und irgendwer muss sich um die faulen arbeitslosen penner kümmern.“

da lob ich mir die facebook-DADA-gruppe, die in der alten börse geld verbrennen will:

(bild klicken, du depp 🙂

geld

hurst, kunst, onanie & dada

Veröffentlicht: September 19, 2008 in böse, bildung, kultur, medien, reda, stil, zürich
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einer der grössten künstler, den ich kenne, ist damien hurst. er hat die kunst, aus scheisse gold zu machen, vollendet. ihr wisst, künstler gehen mir sowieso auf den sack. leute, die denken, was sie denken sei irgendwie wichtig. kunst ohne die geringste ironie.

künstler sind in den meisten fällen egomane narzisten die sich von elitären exzentrikern aushalten lassen. klar gibt es kunst, die die leute wirklich erreicht. im zeitalter der freien information (web) kann sich jeder alles herunterladen. der geldwert der kunst sinkt mit der verfügbarkeit, wie bei allem.

nun kommen mir die weichgespülten schöngeister und erzählen mir, kunst schaffe kultur. nein, ihr deppen, arbeit schafft kultur, verantwortung schafft kultur. kunst schafft einzig und allein dann kultur, wenn sie es schafft, der gesellschaft einen spiegel vorzuhalten.

so ist der verkauf der stadt an promis (cabaret voltaire) eine vorausgehende satire auf das was die letzten tage in london geschehen ist.

nicht alle künstler sind idioten. aber die künstler, die ich kenne, halten sich selber meist für so ungeheuer wichtig, dass man ihnen ihre machwerke um den kopf hauen möchte.

ich darf das sagen, war ich doch selbst mal einer von denen….

bei meinem letzten essay zum thema bekam ich wütende briefe, dass kunst nicht elitär sei, sondern hunderte von menschen erreiche. nein, schrieb ich zurück, WERBUNG ereicht die massen, kunst interessiert nur eine kleine elite, die ncht fernsehen mag.

die kunstszene ist wohl in erster linie selbstbefriedigung, die starren strukturen, die künstlichen  hypes, all das dient wohl den egos und den geldbeuteln. kunst ist industrialisierte onanie…

ich hab heute einen blick auf ein mail von einem vertreter der musikindustrie gelesen, wo er sich drin drüber beschwert, dass blogs auf seiten verlinken, die gratis musikdownloads anbieten. in der schweiz durchaus legal. er meinte, wir nehmen den künstlern geld weg. erstens nehmen wir, wenn schon, den musikmultis geld weg, und zweitens könne madonna und die stones gut was von ihrem reichtum an ärmere künstler abgeben. wenn die industrie nicht mit der zeit schritthalten kann, ist das nicht das problem der musikkonsumenten…