Mit ‘freunde’ getaggte Beiträge

wünscht sich einen anonymen blog

Veröffentlicht: August 27, 2009 in beziehung, bildung, blogging, erlebnisse, leben, medien, reda, sinn, stil, zürich
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klar, viele leute denken inzwischen, sie würden mich kennen, weil sie meinen blog lesen. da gibts viel prejektionsfläche. daran hab ich mich inzwischen gewöhnt.

schwieriger ist, dass ich nur noch selten über dinge bloggen kann, die mich innerlich bewegen. meist muss ich eine zeitspanne von mindestens zwei monaten zwischen ereignis und blogpost verstreichen lassen, damit keine gefühle verletzt werden.

dabei sollten gerade meine freunde den unterschied zwischen meinem blog und meiner person kennen.

ich wünschte mir einen anonymen blog. wo ich sarkastisch, ironisch und machmal auch ernsthaft über meine welt berichten könnte.

inzwischen hab ich dieses jahr schon sechs blogposts wieder heruntergenommen.

was ich wirklich nicht verstehe, ist, dass menschen, die mich persönlich kennen, trotzdem von meinem blog, oder besser, von ihrem verständnis meines blogs auf mich schliessen.

naja. vielleicht löse ich diesen blog bald auf und beginne woanders anonym.

freunde

Veröffentlicht: September 11, 2008 in beziehung, erlebnisse, kultur, leben, liebe, musik, reda, reise, sinn, zürich
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heute abend sassen wir am fluss, tranken kaffee, rauchten zigaretten und quatschten. das mondlicht im wasser, in den bäumen und fetzen davon in den wolken. die kerzen auf unserem tisch wie kleine seen aus licht, das flackern der flammen bewegt die schatten in den gesichtern.

wir lachen, wir sprechen über scham und unvermögen. wir erkennen uns gegenseitig in den dingen, die wir nicht können, wir grinsen gemeinsam über unsere unzulänglichkeiten. keiner von uns ist alleine, jeder ist teil.

auf den ersten blick verbindet uns nichts: der autor, der physiotherapeut, der landschaftsgärtner, der banker, der maler und der onliner.

was uns verbindet: wir wollen nicht mehr lügen, wir wollen erkannt werden. wir haben die machospiele satt. wir wollen nicht mehr gewinnen, wir wollen nur einfach sein.

ich habe freunde, und jedesmal, wenn wir uns treffen, staune ich darüber. und wie gut es tut, erkannt zu werden. wie witzig es ist, mit spirituellen menschen über den ganzen esoterischen scheiss zu lachen. als ob es nicht schon schwer genug wär, kein arschloch zu sein.

es war schön.