Mit ‘geld’ getaggte Beiträge

kaufrausch

Veröffentlicht: Februar 3, 2009 in bildung, erlebnisse, geschichten, kultur, leben, reda, reise, stil
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also, letzter abend in bangkok, einkaufen ist angesagt. ich bin dann also los und hab mir erstmal meine drachenfamilie auf dem arm erweitert. jetzt fehlen noch zwei, aber die kann ich auch in der schweiz tatowieren lassen…

dann weiter zwei paar jeans geposchtet, meine beiden massgeschneiderten hemden (die ich noch nicht anprobiert habe) abgeholt, dann einrichtungszeugs (das ich sicher auch billig in der ikea gefunden haette) gekauft, dazu zwei t-shirts, die wenigstens einen vernuenftigen aufdruck haben (ihr werdets sehen :)), und noch etwas schmuck, den ich am rosenhofmaert auch haette kaufen koennen. hab ich was vergessen? ich glaube nicht.

ach ja, liceryne, mundwasser, dass in der schweiz nicht erhaeltlich ist. irgendwie aus gesundheitstechnischen gruenden verboten. ich hab fuer alles (mit tattoo) gerade mal 250 franken ausgegeben.

da ist immer noch geld uebrig.

sorry, leute, ich muss nochmals raus 🙂

kein kunde der UBS

Veröffentlicht: Dezember 13, 2008 in bildung, klugscheiss, kultur, medien, Politik, reda, sinn, stil
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„Ich bin kein kunde der UBS, ich verbrenne mein geld lieber selber“

sogar in amerika, in der heimat des verantwortungslosen wildwestkapitalismus, schaffen sie es, keine milliarden ohne auflagen zu verschenken. eine so ehemals so mächtige und prestigeträchtige sparte wie die auto-industrie bekommt nicht einfach geld zum spielen.

wir schweizer sind da ganz anders. ich dachte, die DADA-aktion bei der alten börse, wo sich leute getroffen haben, um bargeld zu verbrennen, sei so eine art satire.

leider nein. geld in einen reisswolf zu stopfen, ohne auch nur die vernichtungsgeschwindigkeit kontrollieren zu WOLLEN, ist wirtschaftspolitik a la bern. im parlament hört sich das so an:

„wir wollen nur soviel staat wie nötig, aber so wenig wie möglich“,  zitat eines FDP-Vertreters.

klartext: „wir wollen nur soviel staat wie nötig (ist, um unsere scheisse auszubaden), aber so wenig wie möglich (, damit auch niemand die macht hat, unsere gewinne zu schmälern)“

und unsere politiker:

„wir vertrauen in die schweizer wirtschaft. dass die UBS gerade ein vermögen in der höhe des Bruttosozialprodukts von dänemark vernichtet hat, ist ein bedauerliches missgeschick. das kann jedem passieren. seien wir doch ehrlich, jeder von uns hat doch schon ein oder zwei milliarden in den sand gesetzt.“

kapitalismus futsch, towaritsch?

Veröffentlicht: November 19, 2008 in bildung, kultur, medien, Politik, reda, stil
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20 jahre nach dem untergang der sowjetunion geht der kapitalismus bachab. nein, natürlich nicht. es ist nur so, dass staatsgarantien und anleihen die schwer geschlagene wirtschaft stützen müssen (opel). 

der kapitalismus ist in einer glaubenskrise. und das ist schlimm, denn geld ist per definition magie. ein virtueller wert, der nur durch glaube und vorstellungskraft etwas in der physikalischen welt bewirkt.

eine hunderter note hat einen physikalischen wert von etwa 0.02 franken (papier, farbe, arbeit) und trotzdem die kaufkraft von 100 franken. und das nur, weil wir dran glauben.

nun, da geld eigentlich nur noch virtuell stattfindet, nur noch binäre abläufe auf bankenrechner, ist es schwerer daran zu glauben. gerade, wenn diese virtuellen werte milliardenweise einfach verschwinden.

wer ist da gefragt?

natürlich die schamanen der medien.

weisse magie: „der markt reguliert sich selbst, es gab immer schwankungen in der weltwirtschaft.“

schwarze magie: „alles geht den bach runter, geld ist nichts mehr wert. wir werden alle verhungern (die einen früher, die anderen später :))

 

na, leute, mir kommt da nur der zauberlehrling in den sinn:

„die (markt)kräfte, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los:

walle, walle, manche strecke

das zum zwecke

gelder fliessen

und in rauhen grossen mengen

in die taschen sich ergiessen!

Weiche nun, oh marktwirtschaft

auf dass der staat nun ordnung schafft!

 

oder so… 🙂


in der schweiz sind kreditrundläufe verboten. das heisst, einen kredit mit dem nächsten zu decken und den dann mit einem dritten.

in amerika ist das das wirtschaftssystem und am ende zahlt der staat.  ich hab keine ahnung von wirtschaft, aber es scheint mir offensichtlich, dass so ein system nicht funktionieren kann. so schadenfroh ich auch über den niedergang der amerikanischen wirtschaft bin, so tun mir doch die armen amis leid, die nicht gerade einige millionen manager-boni abgezockt haben.

einige werden wohl meinen, dass die amis schon wieder auf die füsse kommen. aber nicht ohne rekapitalisierung aus dem ausland.

die amis sollten nicht die araber mit den bombengürteln fürchten, viel mehr angst sollten sie vor den arabern mit den geldgürteln haben.

mir ist es ja egal, ob amerikanische ölmultis oder arabische ölscheichs, das ist alles dasselbe pack.

eine freude hab ich, wenn ich seh, dass alle die firmen und investments, in die bush sein eigenes geld reingesrteckt hat, an wert verlieren. so bezahlt wirklich mal ein präsi für seine politk.