Mit ‘offroader’ getaggte Beiträge


ein wirkliches gefuehl fuer orientalische naechte kann einem wohl nur eine vollmondnacht auf dem dach einer alten maurischen kaserne in einer ehemaligen bastionsstadt am atlantischen ozean vermitteln. vor mir die hafenmauer mit den alten kanonen, die im mondlicht glitzern, hinter mir der atlas, der sich majestaetisch in den himmel erhebt und ueber mir die doofen moeven, die im zarten mondenschein auf meine trocknende waesche kacken. ach, 1001 nacht….

hier in marokko waer das land der offroader. denn selbst mitten auf der strasse hat man das gefuehl, off road zu sein. die schlagloecher haben die groesse des bodensees und an den seiten sind aussichtsplattformen eingerichtet, von denen man auf den grund der loecher sehen kann. gegen bakschisch natuerlich. trotzdem fahren in ganz marokko weniger menschen einen SUV oder offroader als im seefeld. nicht, weil sie ihn sich nicht leisten koennten, sondern weil ein ganz normaler PKW den herausforderungen auch gewachsen ist. wenn sie denn geld verschwenden wollen, kaufen sie sich einen bmw roadster…

die gruene partei marokkos ist uebrigens hier die braune partei, da hier die umwelt und die natur eher in sandtoenen stattfindet. sie machen sich fuer die erhaltung der sahara stark und holzen baeume ab, die irgendwelche hippies, in unkenntnis der oekologischen verhaeltnisse, zur eingrenzung der wueste gepflanzt haben.

ach ja, dann ist da noch die sache mit den ambulanzen. wenn in marrakesch oder essaouira ein krankenwagen mit blaulicht vorfaehrt, kannst du dich drauf verlassen; dass ein touri krank ist. fuer die einheimischen gibts nur eselskarren. und da jede menge franzoesischer rentner ihre letzte reise in der hitze marokkos antreten (fettes essen, hitze und herzprobleme vertragen sich nicht), nehm ich an, dass sie hier auch ein besonders kuehles plaetzchen fuer die touristen haben, die im frachtraum der flugzeuge den heimweg antreten. ich werds schon noch ausfindig machen…

bald mehr

der anti-offroadersong

Veröffentlicht: September 24, 2008 in kultur, musik, reda, zürich
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von queen 🙂


nun, da die offroader-fahrer unter beschuss sind, haben sie eine losung rausgegeben: sie sind überfreundlich zu den anderen verkehrsteilnehmern, um wieder gute stimmung für sich und ihre benzinfressenden strassenpanzer zu machen.

gestern wollte ich bei mir in der nähe über die strasse, abendverkehr und weit und breit kein fussgängerstreifen. ich hab mich nur richtung strasse gedreht, als eines dieser ungetüme gehalten und den verkehr nachhaltig blockiert hat, um mir freien übergang zu gewähren. der junge fahrer winkte freundlich, während die heimkehrer rundherum nur staunen konnten über diesem netten jungen kerl.

das ist jetzt schon das dritte mal, dass mir sowas passiert in den letzten tagen.

in der nächsten stufe der meinungsmache wird die offroader-lobby Love-Rides für die grünen veranstalten. dann holen sie diese armen grünen direkt von zuhause ab und fahren in einer fröhlichen karavane zu einem berggottesdienst, den ein offroader-pfarrer abhält. und in all den zeitungen sind dann grüne mit leuchtenden augen zu sehen, wie sie neben den riesenkarren stehen oder aus den auto-fenstern winken, weil sie endlich nicht mehr neidisch sein müssen und auch mit den grossen panzern mitfahren dürfen.

hütet euch, bleibt standhaft. die freundlchkeit ist nur eine maske!!!

eine grüne, die auch mal offroader fahren durfte:

offroader

Veröffentlicht: September 4, 2008 in böse, bildung, kultur, leben, Politik, reda, Satire, sinn, stil, terror, zürich
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ich bin gegen ein offroader-verbot. weil verbote nicht helfen. achtsamkeit, verantwortungsgefühl und einsicht würden helfen…

wenn ich ehrlich bin, lassen mich offroader und ihre fahrer immer ein wenig ratlos zurück. ich meine, das teil heisst off-roader, als eigentlich nicht für die strasse. jaja, ich weiss, jetzt nennt man sie SUVs, sport utility vehicle. was für ein sport?

ich bin ja allgemein nicht als freund von autos bekannt, also hab ich mich um verständnis bemüht. ehrlich. ich finds auch in ordnung, einen offroader zu fahren, wenn man in hinteroberpfupfigen wohnt und auf dem heimweg von bösartigen kühen und was da sonst noch auf dem land lebt, angefallen wird. aber in der stadt kann man damit sowieso nur fussgänger und radfahrer erledigen…

ein SUV in der stadt? hält der durchschnittliche offroader-lenker den verkehr für so gefährlich, dass er lieber andere zu brei fährt als selbst verletzt zu werden? dann sollte man aber eher das verkehrskonzept überdenken… ausserdem trifft man immer mal auf einen stärkeren (siehe bilder)

oder als statussymbol? welchen status vermittelt denn so eine riesenkiste? „ich hab genug geld, dass ich alles vernünftige schon gekauft hab?“ oder „ich bin so wichtig, dass die, welche nach mir kommen, auf erdöl verzichten können?“ oder „ich halte die CO2-belastungs-geschichte für politische propagande der grünen?“

es gibt leute, die wollen mit ihren riesigen autos nur ihre persönlichkeit unterstreichen, das ist doch nichts  böses, oder? ich frage mich da nur, was das für persönlichekiten sind, die soooo dick unterstrichen werden müssen, um zur geltung zu kommen.

aber was weiss denn ich? ich fahr ja nicht mal auto, da kann ich nicht mitreden. ich hab auch keine kinder, deren kinder dann unter den folgen einer absolut egomanen energieverschwendung leiden werden. ach, was, scheiss auf die kinder und die enkel, schliesslich haben wir überbevölkerung, da sind so ein paar umweltprobleme nur ein normaler evolutionärer einschnitt in die population. 

kinder sicher im strassenverkehr zur schule bringen:

das gelbe ist übrigens ein schulbus