Mit ‘tv’ getaggte Beiträge


heute in der mittagspause kamen wir zum schluss, dass männer und frauen aus den gleichen gründen verschiedene tv-serien sehen. um sich zu identifizieren und mitzuleiden.

praktikantin. „ich schaue sex and the city weil mich das emotionale auf und ab berührt. weil ich sehe, dass es anderen in ihrem liebesleben nicht besser geht und das die grossen themen wie liebe, sex und freundschaft universell sind und die herzen der menschen rund um den planet berühren. ich lebe die geschichten mit“

ich: „sex and the citys schaffts, mit 11 clischees, die sich unregelmässig abwechseln, die illusion einer sich entwickelnden geschichte zu schaffen. totaler schrott, wie drogen, jedesmal dasselbe, und trotzdem warten tausende auf den kick. der sich natürlich nach den ersten drei folgen nicht mehr einstellt.

praktikantin: „was schaust du denn?“

ich: „Dr. House natürlich. da kann ich mitfühlen. ein mann, der über absolut keine sozialen skills verfügt und trotzdem der held ist. da weiss ich, dass auch ich alles erreichen kann.

ausserdem spielt 13 mit.“

einer der hauptgründe um dr house zu schauen: 13

greys vs dr. house

Veröffentlicht: September 15, 2008 in bildung, erlebnisse, geschichten, kultur, medien
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ich kann greys anatomy nicht ausstehen. da werden seelisch völlig kaputte karrieristen mit den sozialkompetenzen eines pylonischen fadenwurms zu helden stilisiert. deren menschliche inkompetenz wird  als eine art chic verkauft und leistung über alles.

wieso ich aber dr house mag? weil er ein behinderter mit humor und genie ist, ein rainman der medizin. er kämpft mit sich und kann trotzdem über sich lachen. eigentlich lacht er immer über sich und andere, wenn er nicht gerade an seinem stock mit einer tödlichen krankheit tanzt.

fazit. greys=pfui, house=hui

sympathischer soziopath 

MacGyver

Veröffentlicht: September 13, 2008 in kultur, medien, reda, stil
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heute mal wieder den tv eingeschaltet, und wer schaut mir da skeptisch aus der glotze entgegen? Macgyver! der held meiner jugend. nur er konnte mit einem kugelschreiber, einem kaugummi, zwei büronadeln und seinem schweizer taschenmesser eine atombombe bauen, die zwar alles in die luft sprengt, aber nie jemanden ernsthaft verletzt.

MacGyver ist kult. der traum aller schwiegermütter, der prototyp des gutmenschen, charmant, clever und immer, wirklich immer gerecht, geradlinig und gnädig.

ach, das waren noch zeiten, als Mac die bösen kommunisten nicht nur besiegte, nein, er bekehrte sie auch gleich zu einer freiheitlichen und demokratischen denkweise, allein durch sein vorbild.

solche helden gibts heute einfach nicht mehr…