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aber ich mag deutsche!

Veröffentlicht: November 15, 2008 in erlebnisse, geschichten, klugscheiss, kultur, Politik, reda, zürich
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neulich im cafe

sie: wir deutsche habens hier jetzt echt schwerer. es kommen immer mehr von uns, und die zürcher mögen uns sowieso nicht.

ich: naja, es ist nicht, dass wir euch nicht mögen. wir sind ein zurückhaltendes völkchen. weisch. wir umarmen euch nicht gleich, aber wir hauen auch nicht gleich zu. zudem seid ihr uns manchmal einfach zu laut und zu direkt. einfach nicht so elegant-

sie: aber die franzosen mögt ihr auch nicht, und die sind doch elegant.

ich: nein, die franzosen sind nicht elegant, die sind nur eingebildet. nicht alle, nur die pariser…

sie: egal. aber du hast doch auch was gegen deutsche. auch du magst XXXX nicht, du behandelst sie, als wär sie eine unangenehme hautkrankheit. du schaust ihr höchsten mal auf den hintern.

ich: erstens mag ich deutsche, ich sitz ja hier und plaudere mit dir. zweitens schau ich nie niemandem auf den hintern. und drittens: was ich an euch deutschen so mag, ist euer selbstbewusstsein. wenn euch jemand nicht mag, denkt ihr, das ist, weil ihr deutsche seid. nie käme einer von euch auf die idee, dass man sie nicht mag, weil sie ein unsäglich dummer pferdearsch ist. ich mag auch viele schweizer nicht. die wissen aber meist, dass das eine ganz persönliche sache ist und nix mit der nationalität zu tun hat.

hach, was würde ich nur ohne meine vorurteile machen….


nach einer gewissen weile bekomme ich den urlaubskoller. heute wars nun soweit. ich musste morgens auf meinen kaffee warten und konnte nicht rauchen. das und der vollmond reichten, um mir einen asozialen tag zu bescheren. ich mochte mit niemandem sprechen, grummelte vor mich hin und bin immer noch nicht vollkommen gluecklich. aber mein meditationsguru hat mich mal darauf hingewiesen, dass alles kommt und geht, alles ist im fluss und das einzig bestaendige ist die veraenderung. ich muss mir unbedingt eine notiz schreiben, dass ich ihm eins vor den latz haue, wenn ich zurueck in zuerich bin.

eine der kleine f reuden, wenn man so in den cafes in nordafrika rumhaengt, ist es, die nationen der vorbeilatschenden touris zu raten. bei schweizern ist es meist einfach. die benehmen sich einfach so ueberaus zivilisiert. sie schreien nicht rum, sind vernuenftig gekleidet, wissen genau, wo man was essen darf, sind an allem interessiert und immer etwas langweilig. die franzosen sind meist laut etc.

verwirrung stiften nur die hollaender, koennte man sie doch auf distanz fuer schweizer halten. heute haben wir hollaender gesehen, die ueber zwanzig meter durch muell gewatet sind, nur um die kaugummiverpackung in einen (leeren) muelleimer zu schmeissen. das machen sonst nur schweizer…

dann die langen spaziergaenge am meer. echter sport ist das, erst gegen den wind kaempfen und dann mit dem wind rennen. ich finds entspannend 🙂