Leseprobe

Kirschen und Karotten

Prolog

Jake, Irgendwo
Jake liegt in seinem Bett, wenn man es denn Bett nennen kann. Er schwitzt und zittert, die Matratze stinkt. Jake weint, döst, weint wieder, krümmt sich vor Schmerz, übergibt sich in einen Eimer. Jake gibt nicht auf, er weiss, dass es ein Ende haben wird. Er weint nicht deshalb. Nach dem Ende wird da nichts sein, dass ihn erwartet.  Er weiss, dass es nicht mehr so weitergehen konnte, aber er hat keine Ahnung, wie er etwas anders machen könnte. Er nimmt schon sein Leben lang irgendwelche Drogen. Jake wird heute dreissig. Jake hat schon bessere Geburtstage erlebt, ganz sicher aber hatte er auch schon schlechtere. Er nimmt noch ein paar der Pillen, die ihm sein Hausarzt gegen die Entzugsschmerzen gab und verschwindet wieder im Land zwischen Traum, Schmerz und Wirklichkeit.

Kapitel 1

Mike, London

Eigentlich sollte ich an einem Abschlussbericht arbeiten. Deswegen bin ich hier. Aber es regnet gerade nicht und so nutze ich die Chance, um mir ein wenig die Beine zu vertreten.. Ich bin in der Wohnung einer Freundin einquartiert. Ganz nett, die Wohnung mein ich. Sie benutzt macnhmal unsere Wohnung, wenn sie in Zürich ist.
Bei uns. Hm, dieses „uns“ gibt’s jetzt wohl auch nicht mehr. Die Wohnung gehört mir, die in Zürich, aber Angela wird wohl nicht mehr da sein, wenn ich heimkomme.

Was mich am meisten erschreckt, ist, dass es mir nichts auszumachen scheint. Ich erwartete zu Leiden, oder wenigstens trauern, wenn diese Beziehung entzwei bricht. Aber nichts, nur dieser schale Geschmack im Mund. Natürlich hatte ich auch keine Zeit, die habe ich erst jetzt. Und jetzt scheint irgendwie alles so entfernt.

So gehe ich hier in West-London durch die Strassen und suche nach geeigneten Motiven für meine Kamera, die ich dann auf  meine Homepage zu stelle. Irgendwas Nettes. Katzen oder Hunde oder irgendeinen malerischen Strauch. Nur, es will sich einfach nichts finden lassen. Vorgärten soweit das Auge reicht, aber keine Katzen, nicht mal ein grossäugiges Baby beim Spielen. Tz. Ich folge einem Weg, zwischen zwei typisch englischen Backsteinbauten, in der Hoffnung, irgendwo auf einen kleinen  Park oder wenigstens einen gepflegten Hinterhof zu stossen.

Wieso sie mich wohl verlassen hat? Sie sagt, weil ich nicht mehr wirklich vorhanden sei. Das sagt mir nichts. Vielleicht liegt aber genau da das Problem. Unser gemeinsames Leben ist nichtssagend geworden. Ich bin nun zweiunddreissig. Wir waren vier Jahre zusammen.

In den letzten zwei Jahren habe wir uns auch immer mal wieder über Kinder unterhalten. Ich meine eigene Kinder. Aber ich brauch keine Kinder, ich kann die Gören der Nachbarn und die meiner Schwester etwas mitverwöhnen. Was sollte ich da mit eigenen Kindern?

Da war eine Katze, aber jetzt ist sie wieder weg. Ich versuche ihr zu folgen, ich verlaufe mich zwischen den Backsteinmauern. Die Katze will sich einfach nicht finden lassen, und ein anderes Motiv auch nicht. Aber da stehen ein paar Plastikstühle auf ein paar Quadratmeter Grün. Kein englischer Rasen, nur das was übrigbleibt, wenn man das grössere Unkraut ausreisst. Ich setze mich hin, fühle mich eigenartig losgelöst.
Zigarette.

Angela wollte mir das Rauchen abgewöhnen, eine ewiger Diskussionsgegenstand. Nun könnte ich wohl das Rauchen aufgeben, es hat irgendwie den Beigeschmack der Auflehnung verloren.

Ich konnte herrlich streiten mit Angela, früher. Aber auch das scheint in den letzten Monaten fade geworden zu sein. Ich war nicht mal bewusst, wie sich alles veränderte, so schleichend. Erst als sie mir am Dienstag, nein, am Mittwoch vor dem Abflug mitgeteilt hat, dass sie mich verlassen wird, und dass ich die Wohnung und die meisten Möbel behalten kann. Erst dann.

„Mitgeteilt“ ist genau das richtige Wort. Unbeteiligt, informativ. Wahrscheinlich hätte ich da noch etwas ändern können. Aber was soll ich ändern, was erwartet sie von mir? Ich konnte es ja nur zur Kenntnis nehmen und weiter packen. Ich kann nicht ausflippen, ich kann nicht betteln.

Neue Zigarette

Und überhaupt, da war doch die Luft schon lange raus. Begonnen hat das schon damals, bei der Pille. Vielleicht hätte ich mich nicht einfach unterbinden lassen sollen. Aber es ist immerhin mein Körper. Und die ganzen Diskussionen waren damit auch vom Tisch. Vielleicht wär sie geblieben, wenn ich das Rauchen aufgegeben hätte. Wir hatten es uns doch ganz gut eingerichtet. Wir hatten die Wohnung gemeinsam, Geld war kein Problem, auch wenn wir nicht reich waren.
Wir hatten Freunde, die wir nun aufteilen müssen. Du nimmst Heinz und seine Freundin, die mag ich sowieso nicht. Dafür kriege ich die Martensbrüder, mit denen gehe ich doch squashen. Scheisstrennung. Und dann noch dieser Typ. Was sie wohl an dem findet? Der hat doch schon Kinder mit seiner Frau.

Da ist die Katze wieder, aber nun hab ich die Kamera nicht bereit. Sie setzt sich auf den zweiten Plastikstuhl, wie um zu beweisen, dass sie mir vertraut. Ich werde sie nicht fotografieren, das wäre wie Verrat.

Neue Zigarette

Wir begegneten uns damals immer wieder in der Stadt, lange bevor wir den Namen des anderen wussten. Unsere Wege kreuzten sich an den unmöglichsten Orten. Wir hatten weder den selben beruflichen Hintergrund, noch gehörten wir denselben Herden an. Ich eher mit links/kulturellem Umfeld, sie aus der Bankenbranche und eher neoliberal. Wir hatten bis auf Dave nicht mal gemeinsame Bekannte, was in einer Stadt wie Zürich eher ungewöhnlich ist.

Das erste Mal, als sie mir auffiel, war beim Einkaufen. Oberflächlich, wie ich bin, sah ich zuerst ihren Hintern und ihr schulterlanges blondes Haar. Da ich bereits alle meine Einkäufe in meinem Korb hatte, schlenderte ich dem Hintern hinterher.

Angela, Zürich

Angela weint am Telefon. Der Hörer nass, sie eingezwängt zwischen Kartonkisten, vollgepackt mit den Scherben der letzten vier Jahre. Angela weint so, dass sie nicht mehr sprechen kann. Eine Minute, bis sie sich wieder beruhigt hat.

„Ich habs ihm aber doch erklärt, bald bin ich dreissig. Aber er hört nicht zu, oder wenn, dann verschliesst er sich dem, was ich ihm mitteilen will. Es gab eine Zeit, da ist er noch auf mich eingegangen, aber jetzt…“

Angela fingert nach einer Zigarette.

„..jetzt hab ich wegen dem Arsch wieder mit dem Rauchen begonnen.“

Gemeinsames Kichern, David kichert nur solidarisch am anderen Ende der Leitung.
„Sei froh, dass du jetzt etwas Distanz hast.“
David ist immer auf Angelas Seite. David ist Angelas bester Freund, beinahe wie ein Bruder. Er würde schon seit Jahren gerne mit ihr Schlafen Natürlichh liebt sie ihn, aber „es ist nicht diese Art von Liebe“. Manchmal fragt er sich, ob er nicht einfach zu nett ist. Sie ruft ihn an, wenn’s ihr Scheisse geht. Aber lieber das als gar nichts.
„So kannst du dir darüber klar werden, was du willst“.
Sie schneuzt sich

“ Ok, Dave, vielen Dank, dass du mal wieder die Geduld für meine Krisen aufgebracht hast. Bei dir ist Weinen für mich immer eine kleine Therapiestunde. Ich ruf dich bald an, und dann gehen wir mal wieder auf ein Bier“.
Sie geht mit der Zigarette in der neuen Wohnung umher, versucht die Einrichtung zu planen.
Da das Bett, dort Harrys Bild, das immer noch in der alten Wohnung hängt. Das Bild will sie. Wenn sie damals geheiratet hätten, hätte sie einen klaren Anspruch auf das Bild, aber so? Er wird ihr das Bild überlassen, er würde ihr alles überlassen. Er kämpft nicht, nicht mehr. Weder im Beruf, noch für die Beziehung.

Hätte er am Dienstag, nein, am Mittwoch doch nur versucht, sie zurückzuhalten. Oder nur ein Zeichen vom Schmerz.

Der Wixer. Immer schob er alle Entscheidungen ihr zu, um sich dann nach Belieben zu verweigern. Der Feigling. Sie lässt Wasser über den Zigarettenstummel tropfen, und steht dann mit der nassen Kippe in der Küche. Wieder kommen ihr die Tränen. Sie weiss nicht mal, wieso es so schmerzt. In den letzten Monaten waren ihre Gefühle wie eingefroren. Es ist, als ob sie nun, in der leeren neuen Wohnung endlich genug Platz für ihre Wut und ihren Schmerz hätte.

Sie will dieses beschissene Bild gar nicht. Sie will Mike, aber nicht den Mike, den sie verlassen hat. Sie will den Mike wieder, der sie damals an der Kasse angesprochen hat. Sie lacht kurz, bevor sie wieder weint. Dieser arrogante Sack.

Sie bemerkte damals sofort, dass er ihr durch den Supermarkt folgt, die Augen auf ihrem Arsch. Er hat’s nicht mal unauffällig gemacht, eher so, wie man ein leckeres Dessert begutachtet. Trotzdem fühlte  sie sich nicht bedrängt. Eher einzigartig und sexy. Natürlich hätte sie ihn nie angesprochen oder erwartet, dass er sie anspricht. So was geschah einfach nicht in ihrer Welt.

Ausserdem war er gar nicht ihr Typ. Nicht das er schlecht ausgesehen hätte, im Gegenteil. Aber dieser leicht schmuddelige Look, die Freitagtasche und das wirre Haar, nein.

Dann an der Kasse hat er sie gefragt, ob sie sich nicht erst mit einem Kaffee stärken wolle, bevor sie ihre schweren Einkäufe nach Hause trage. Sie hatte auf ihre zwei Yoghurt und den Kopfsalat, ihren ganzen Einkauf, geschaut und lachen müssen.

Natürlich hat sie nein gesagt, aber sie hatte gelacht. Und er schien keineswegs verletzt oder entmutigt übr die Absage. Mit einem feinen Lächeln ging er weiter. Sie liebt dieses Lächeln. Wo hatten sie nur sein feines Lächeln verloren? Langsam geht sie mit der Kippe zum Fenster und wirft sie raus.
David, Meilen/Zürich

Es ist sechs Uhr morgens, David steht am Schlafzimmerfenster und beobachtet den Sonnenaufgang. Seine Gedanken sind bei Angela. Leise zündet er sich eine Zigarette an. Er will Jael nicht aufwecken Er will eigentlich auch nicht mehr mit ihr sprechen heute.

Jael ist lieb. Er schläft jetzt schon seit drei Wochen mit ihr, aber langsam nutzt es sich ab. Wieder schweifen seine Gedanken zu Angela. Eigentlich würde er sie gerne vergessen, sie einfach abweisen, wenn sie anruft, aber das schafft er sowieso nie. Selbst als sie mit Mike zusammengezogund er dachte, seine Seele würde ausgewaschen, selbst da hatte er nur liebe Worte und Geduld für sie. Er würde sie gerne hassen anstatt zu lieben Und irgendein Teil in ihm hasst sie wohl auch, ganz im Geheimen.

Langsam geht er zum Fussende des Bettes, betrachtet die schlafende Jael, während er sein Hemd zuknöpft. Sie sieht aus wie ein Kind. Dabei ist sie schon fünfundzwanzig. Aber die schweissfeuchten Haare, die ihr auf Wange und Hals kleben, und die entspannte Hand neben ihrem weichen Gesicht hüllen sie in einen kindlichen Frieden. Genau das ist seine Wirkung auf Frauen. Sie fühlen sich sicher bei ihm. Obwohl er eigentlich kein netter Mensch ist. Er kann zuhören, und er kann warten. Die Frauen, die er wirklich begehrt, mögen ihn zwar, fühlen sich aber nie körperlich zu ihm hingezogen.
Oder vielleicht auch umgekehrt: er begehrt immer Frauen, die sich nicht körperlich zu ihm hingezogen fühlen. Ach, Scheisspsychokram.
Er schnappt sich seine Tasche und seine Autoschlüssel und verlässt leise die Wohnung seiner kleinen Schauspielerfreundin. Er, der Autor, lernt immer nur Kreative und Künstlerinnen kennen, nie eine Bankerin oder eine Anwältin. Immer nur Frauen, die sich von seinem Image auch beeindrucken lassen und ihn für etwas anhimmeln, für das er sich selbst eigentlich verachtet.
Während der ganzen Fahrt dem See entlang in die City sehnt er sich nach seinem Bett. Er kann nicht neben den Frauen schlafen, die er beschläft. Und er kann es kaum erwarten, seinen Anrufbeantworter abzuhören, vielleicht hat sie ja angerufen.

Wieder in seiner Wohnung im Seefeld, betrachtet er den stummen Anrufbeantworter und fühlt sich einsam. Er zieht sich wieder aus, und sein Körper duftet noch nach Jael, als er sich in sein Bett legt. Er hätte sich gerne in den Schlaf geweint, aber bei aller Bereitschaft kommen keine Tränen. So steht er nochmals auf, füllt an der Bar ein  Wasserglas halbvoll mit Scotch und verwässert es in der Küche mit Milch. Das hilft ihm zwar nicht beim Weinen, aber wenigstens beim Schlafen. In seinen Träumen ist er irgendwo am  Meer, wahrscheinlich Griechenland.

Jael, Meilen/Zürich

Langsam wacht sie auf, natürlich hat sie mitbekommen, wie er sich davonschlich. Das macht er immer, und sie lässt ihm den Raum, sich zu verkrümeln. Obwohl sie es eigentlich liebt, morgens zu kuscheln und gemeinsam zu frühstücken.

Ihr Instinkt rät ihr, ihn in Ruhe zu lassen, wenn er in dieser Stimmung ist. Sonst ist er plötzlich ganz weg. Und noch früher als er sie sowieso verlassen wird. Sie weiss, dass er sie benutzt, aber er tut das auf eine so liebevolle Art. Zudem ist es auch gut für ihre Karriere, mit ihm gesehen zu werden, schliesslich ist er der bekannteste Autor der Stadt.

Sie geht ins Badezimmer und genehmigt sich etwas vom Stoff, nur eine kleine Linie vom Braunen, um nochmals schlafen zu können. Sie hat sich noch nicht daran gewöhnt, aber sie muss aufpassen. In letzter Zeit überbrückt sie viel zu oft die Stunden ohne ihn  mit Stoff. Jael ist fünfundzwanzig. Für sie sind drei Wochen beinahe schon eine Beziehung. Sie ist sich gewohnt, dass die Männer sie wie Wein behandeln: Eetwas, das man zwar schätzt, aber nicht dauernd trinkt.

Der Stoff kommt. Irgendwie tritt die Welt einen Schritt zurück, in alle Richtungen. Durchflutet von Wärme legt sie sich wieder ins Bett. Ihre Finger suchen Halt zwischen ihren Beinen, aber bevor noch Lust aufkommen kann, wird sie von der Droge in den Schlaf geschwemmt.

Mike, Zürich

Ich öffne die Tür zu meiner Wohnung und bin nur froh, wieder zu Hause zu sein. Ich schmeisse meine Tasche auf die Kiste, die neben der Tür steht. Stand. Meine Tasche liegt auf dem Boden, als wär da nie eine Truhe gewesen.

Ich schaue auf meine Tasche und begreife erst nicht. Dann dämmerts. In der Truhe waren hauptsächlich Angi’s Schuhe, also hat sie sie wahrscheinlich gleich für den Umzug benutzt. Ich gehe durch die Diele ins Wohnzimmer, setze mich aufs Sofa. Ich schaue mich um. Die Bilder sind noch da, obwohl sie die ruhig hätte mitnehmen können. Wie Zahnlücken fehlen Bücher auf dem Regal. Ich brenne mir eine Zigarette an. Die Aschenbecher sind natürlich fort. Als letzte Mahnung sozusagen.
Ich streife die Schuhe ab. Jetzt hätte ich gerne einen Drink. Ich gehe in die Küche und trinke den Eistee direkt aus der Tüte. Es wäre wohl einfacher gewesen, in eine leere Wohnung zurück zu kommen. Die Löcher, die sie in der Normalität hinterlassen hat, kleine Gegenstände, die hier und dort fehlen, ihr Geruch, solche Dinge treffen mich jetzt mit einer Wucht, die ich nie erwartet hätte. Im Arbeitszimmer leuchtet der Anrufbeantworter. Ich drücke die Taste.
„Hey Angi, hier ist Dave, ruf mich doch zurück und gib mir die neue Nummer. Ich hoffe, es geht dir besser. Ruf mich an, wenn nicht…..“, biep.

Dann Angelas Stimme, „Hoi Michi, ich hoffe, du hattest eine gute Zeit in London. Es sollte noch etwas Lasagne im Kühlschrank und ich habe..“. Ich stoppe das Band, schaffe es nicht, den Rest der nachricht zu hören. Niemand nennt mich Michi, nur Angela.
Plötzlich fegt eine Welle von Schmerz über mich hinweg. Wie kann sie nur? Eine so nichtssagende Nachricht auf den AB sprechen. Ich habe dieses Würgen im Hals, als ob ich mich übergeben muss, dann stelle ich überrascht fest, dass ich weine. Es ist wie ein Dammbruch. Endlich schluchze und würge ich Rotz und Wasser. Ich verstehe nun. Wie Zucker in heissem Tee schmilzt die Verhärtung, die mein Inneres umgibt. Ich habe schon lange nichts mehr verloren, nie mehr geweint.

Nun, Selbstmitleid ist so gut wie alles andere, um mal wieder zu Weinen. Nach ein paar Minuten fasse ich mich wieder. Ich gehe mit einer Zigarette in der Wohnung herum, habe keine Lust, meine Tasche auszupacken. Ich setze mich an den Küchentisch, den alten, der bereits in meiner Single-Wohnung stand.

Ich hasse dieses Gefühl von Nostalgie, das jetzt aufkommt. Es suggeriert, dass früher alles besser war, wie Rückblenden in schlechten Filmen, mitzu viel Weichzeichner.

Kommentare
  1. Bianca sagt:

    Also ich hätte ja jetzt weiter lesen können/wollen/müssen…

    Gevatter Zufall hat mich hier her getrieben, aber ich werde mit Sicherheit noch mal vorbei schauen.

  2. smellofsummerrain sagt:

    abgefahren! wenn ich das mal so trivial ausdrücken darf 🙂 schön beobchtet und formuliert.

  3. allzumenschlich sagt:

    Mhh, nicht schlecht…
    Du bist stændig in meinem Tag-Surfer,hætte schon früher mal raufklicken sollen.

    Gefællt mir, war schon immer Fan von dieser Art Charakterwechsel,um den Plot voranzubringen.
    Finde aber, deine normalen Blogeinträge sind flüssiger zu lesen.
    Vielleicht weniger bedacht schreiben ;)?

  4. Nemona sagt:

    ‚Ich konnte herrlich streiten mit Angela, früher. Aber auch das scheint in den letzten Monaten fade geworden zu sein. Ich war * nicht mal bewusst, wie sich alles veränderte, so schleichend. Erst als sie mir am Dienstag, nein, am Mittwoch vor dem Abflug mitgeteilt hat, dass sie mich verlassen wird, und dass ich die Wohnung und die meisten Möbel behalten kann. Erst dann‘

    Ich glaube da fehlt ein ‚mir‘ wo ich ein Sternchen hingesetzt habe 😉

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