Archiv für Juni, 2009


sie will seine urlaubsfotos sehen. sie treffen sich. und unser gespräch folgte am nächsten tag.

er: naja, dann trafen wir uns zum vierten mal, und immer noch nix. dabei war sie in meiner wohnung.

ich: naja, hast du was gesagt?

er: ich mein, „urlaubsbilder anschauen“? das ist doch wie „briefmarkensammlung“, ein codewort für „dawei dawei, tschagalalala“. die situation war eindeutig.

ich: naja, für dich vielleicht.

er: was hätt ich denn sagen sollen?

ich: wie wärs mit: „wenn du noch auf das letzte tram willst, sollten wir jetzt ins bett“?

gemeinsames verständnisvolles nicken.

ich: naja, ich kanns verstehen. ich mag da auch nicht noch so gross aufwand betreiben und einen affen aus mir machen. entweder sie wollen oder sie lassens. wenn sie umworben werden wollen, sollen sie tv-spots schauen….

irgendwie orientlierungslos

Veröffentlicht: Juni 30, 2009 in beziehung, gender, kultur, leben, liebe, musik, single, sinn, stil

irgendwie, irgendwo, irgendwann, genauere daten waren leider nicht zu erhalten… 🙂


Es gibt tage, da werd ich abends unruhig. Dann muss ich raus in die strassen. Alleine in meine alte gegend. Mit dem richtigen soundtrack in den ohren.

Ab, mitten in die szene, auf der suche nach aerger, abenteuer und adrenalin. So stell ichs mir vor, wenn man mondsuechtig ist. Nur, das meine phasen nix mit dem mond zu tun haben.

Ich lauf durchs quartier, offen fuer eine schlaegerei, irgendeine maid in noeten, irgendso einen romantischen scheiss eben.

Aber wo ich frueher sofort in schwierigkeiten gesteckt haette, sagen die boesen buben „sie“ zu mir und sind auch sonst ganz hoeflich. Ueberhaupt, die boesen buben sind auch nicht mehr so furchterregend wie frueher. Irgendwie kitzeln sie meine nerven nicht mehr. Nicht mal der alte erzfeind, die bullen, sind noch das, was sie mal waren. Die meisten koennten meine kinder sein. Und mit den alten fahndern habe ich mehr gemeinsame erinnerungen als mit den leuten, mit denen ich zur schule ging.

Naja, nach einer stunde oder so gehe ich wieder nach hause, bin zufrieden, dass mein leben jetzt so ist, wie es ist, und lausche dem bach neben meinem haus.

Natuerlich ist es laecherlich, mit vierzig noch auf abenteuer auszuziehen. Nicht mal in kambodscha hab ich eine situation gefunden, die den adrenalinstoessen von frueher gleichkam, und ich habe wirklich gesucht.

Und ja, es ist eine form von midlife-crisis. Aber ich wuerde um keinen preis auf diese pubertaeren anwandlungen verzichten wollen. Es ist ein wenig erinnern und macht mich dankbar dafuer, dass es vorueber ist….


sonntagabend, ich steig kurz in den zug zwischen HB und stadelhofen.  im zug mit mir hängen eine million teenager, die gerade vom open air st. gallen zurückkamen.

bei mir kamen die erinnerungen hoch!

budget: nachdem du dich für ein zelt entschieden hast, um geld zu sparen, findest du heraus, dass das billig-ticket, das du auf ebay ersteigert hast, eine fälschung ist.

geselligkeit: wildfremde menschen, die dich euphorisch umarmen, bevor sie in dein zelt kotzen

abenteuer: wildfremde menschen, die dich nicht umarmen, bevor sie in dein zelt kotzen

gemütlichkeit: zum einschlafen das feine plätschern des urin-bächleins hören, das an deinem zelt vorbeifliesst (wenn du glück hast)

spiritualität: dein nachbar, der auf LSD die ganze nacht mit gott redet

fashion/lifestyle: die lässige tätowierung, die auf deinem arsch prangt, wenn du verkatert aufwachst

musik: die bands, an deren auftritt du dich nicht mehr erinnern kannst, von denen du aber in zwanzig jahren stolz deinen kindern erzählst

gemeinschaft: am zweiten tag stinken alle gleich

sex: mit deiner neuen bekanntschaft, die erst dabei einschläft, dann wieder aufwacht, dich umarmt, bevor …(siehe geselligkeit)

hilfbereitschaft: du beatmest eine verlorene seele, bringst sie zu sani-zelt. auf dem rückweg merkst du, dass sich der/die arme auch noch gleich deine brieftasche gegrabscht hat, um die arztrechnungen zu zahlen…

hach, goood old times


ich hab diese perle des kurzfilms bei draven gefunden (thx :)). es ist erstaunlich, in welchen zeiten wir leben dürfen!

summer in da city

Veröffentlicht: Juni 29, 2009 in beziehung, bildung, kultur, leben, medien, musik, reda, zürich
Schlagwörter:,

ungeheuer geiler song. irgendwas haben diese alten hippies ja doch ganz gut hingekriegt 🙂


Wenn man der neuesten forschung glauben kann, koennen spermien alles. Sie legen 10000 mal die eigene korperlaenge zurueck, zu fuss! Sie springen die dreissigfache koerperlaenge, aus dem stand ueber einen abgrund, rollen dann ueber die schulter ab und stehen dann kampfbereit mit dem messer zwischen den zaehnen auf der anderen seite.

Aber es gibt auch richtige sondereinheiten! Die scout-spermien, die sich wie indiana jones einen weg durch die vaginale flora bahnen, nachhut-spermien, die den ruecken der einheit sichern, ninja-spermien, die den spermien anderer maenner den garaus machen. Und meine lieblinbgs-spermien, die suizid-spermien, die sich mit dem kopf in eine eizelle bohren, um eine neue zellteilung in gamng zu setzen.

Ich glaub den forschern kein wort. Wenn die spermien wirklich so gut waeren, haetten wir schon vor 10 000 jahren die ueberbevoelkerung erreicht. Sperma hat einfach einen guten PR-agenten und der rest ist propaganda der kondom-industrie….